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6 Big-Data-Anwendungen aus der niederländischen Industrie

Big Data kann der Weg sein, Ihr Umsatzmodell einfach zu verbessern. Aber wo fängt man am besten an? Um Sie zu inspirieren, zeigen wir Ihnen 6 praktische Big-Data-Anwendungen aus der niederländischen Industrie.

Die meisten Unternehmer wissen, dass man aus Daten ein Geschäft machen kann. Allerdings Sie sind nicht Facebook oder Google, Sie müssen einfach nur Ihre Produktion am Laufen halten. Ist es dann trotzdem sinnvoll, in Big Data zu investieren? Ja, denn sobald die über Ihr Unternehmen erfassten Daten nicht mehr in eine Excel-Tabelle passen, haben Sie die Möglichkeit, Big Data erfolgreich einzusetzen.

Innerhalb der Branche gibt es drei Anwendungsbereiche, in denen sich Big Data sinnvoll und intelligent einsetzen lässt:

  • Ihr Werk mit allen seinen Maschinen, Prozessen und Mitarbeitern.
  • Ihre Lieferketten mit Partnern, Lieferanten und Kunden.
  • Der Lebenszyklus Ihres Produkts oder Ihrer Dienstleistung.

Selbstverständlich machen Sie das mit dem Ziel, die Effizienz zu steigern. Sie beginnen mit der Prämisse, dass es innerhalb eines dieser Anwendungsbereiche Verbesserungspotenzial gibt. Zum Beispiel im Bereich Qualität, Management, Prozesssteuerung oder Zeitdauer, die Sie benötigen, um ein Produkt vom Angebot bis zur Auslieferung zu bringen.

Ein Digitalisierungsexperte kann dann einschätzen, ob es für diesen Ausgangspunkt eine mögliche Lösung in Techniken wie Visualisierung, Datenmanagement, Sensoren, IoT, Bilderkennung, maschinelles Lernen usw. gibt.

6 konkrete Beispiele für Big-Data-Anwendungen

Um Ihnen eine Vorstellung davon zu geben, was mit Big Data möglich ist, zeigen wir Ihnen sechs konkrete Beispiele die erfolgreiche Nutzung von Big Data in der Fertigungsindustrie.

Erzeuger auf der Suche nach faulen Paprika

Ein Erzeuger setzt Pflückmaschinen ein, die mit Sensoren und Kameras ausgestattet sind. Er ist davon überzeugt, dass sein Produktionsprozess effizienter sein kann, wenn er die faulen Paprika möglichst früh aussortieren kann. Anhand großer Datenmengen in Form von Schildern lernt die Pflückmaschine, eine gesunde Paprika zu erkennen und von einer faulen zu unterscheiden. Mit dieser Big-Data-Anwendung kann der Erzeuger seinen Produktionsprozess um bis zu 2 % beschleunigen.

Schiffswerft Optimierung ihre Planung

Der Bau eines Schiffes ist ein arbeitsintensiver Prozess. Schnell kommen dabei über eine Million Arbeitsstunden zusammen. Eine gute Planung wirkt sich äußerst positiv auf die Kosten aus. Indem alle Schritte im Produktionsprozess digitalisiert und mit Werten wie Stunden und Abhängigkeiten verknüpft werden, kann die Werft festlegen, welche Prozesse im Falle einer Verzögerung weiterlaufen können und welche nicht. Durch diese Big-Data-Anwendung kommt es seltener zu Stillständen und das spart Kosten ein.

Formen nachhaltig und ohne Fehler herstellen

Die Herstellung von Formen ist ein Produktionsprozess, bei dem viel Abfall anfällt. Wenn Sie eine Form mit einem Schweißroboter im 3D-Druckverfahren herstellen, können Sie dies verhindern. Aber wie verhindert man, dass der Schweißroboter beim Drucken Fehler macht? Dazu setzen Sie Big Data ein. Eine intelligente Maschine kann auf Basis der Historie und Bilderkennung dafür sorgen, dass Geräte einander nicht berühren. Sobald eine Abweichung festgestellt wird, wird ein Signal zur Überprüfung und Anpassung des automatischen Produktionsprozesses gegeben. Kurz gesagt, keine unnötigen Kosten und mehr Nachhaltigkeit.

Gemeinsames Stahllager für eine Region

In einem Industriegebiet gibt es mehrere Hersteller, die Stahl verwenden und in ihren eigenen Fabriken lagern. Durch die gemeinsame Nutzung der Lagerbestände und den Einsatz von Big Data zur Vorhersage des gemeinsamen zukünftigen Bedarfs können die Produzenten mit einem gemeinsamen Stahllager viele Kosten sparen. Auf diese Weise nimmt der Stahl keinen unnötigen Platz weg und Bestellungen können in größeren Mengen und damit günstiger erfolgen.

Track and Trace in der Lieferkette eines Chipherstellers

Ein großer Chiphersteller arbeitet mit zehn Beteiligten in der Lieferkette, bevor er ein Produkt ausliefert. Alle Beteiligten sind voneinander abhängig. Der Kunde erhält jedoch nur den Hinweis, dass das Produkt innerhalb von acht Tagen fertig ist. Durch die Arbeit mit Track & Trace können die Partner in der Lieferkette verhindern, dass ein Produkt irgendwo unnötig lange gelagert wird. Der Kunde hat mehr Einblick in den Prozess und weiß genau, wann er das Endprodukt erwarten kann. Die Effizienz der Zusammenarbeit in der Lieferkette und die Kundenzufriedenheit steigen.

Datenvisualisierung identifiziert Kunden, die Aufmerksamkeit erfordern

Ein Montageunternehmen arbeitet mit einem ERP-System. Ein monatlicher Bericht zeigt, wie lange eine Bestellung im Lager liegt und welche Kunden diese bestellt haben. Durch die Visualisierung dieser monatlichen Daten über ein Jahr hinweg wird es einfacher, Analysen durchzuführen und Vorhersagen zu treffen. Plötzlich wird klar, welcher Kunde seine Bestellung nie abholt und welcher Kunde wider Erwarten nicht mehr bestellt. Dadurch weiß der Kundenbetreuer, auf welchen Kunden er seine Aufmerksamkeit richten muss.

Big Data anwenden

Viele Unternehmen befürchten, dass für die Nutzung von Big Data große Investitionen und Anpassungen vorgenommen werden müssen. In der Praxis zeigt sich jedoch, dass 70 % der benötigten Daten häufig schon im Unternehmen gemessen werden. Es fehlt nur noch ein kompetenter Datenexperte, der die Daten zusammenführt oder sich überlegt, wie man diese Daten besser nutzen kann.

Nutzen Sie Ihren Smart Industry Hub

Die Smart Industry Hubs helfen Ihnen gerne, einen Datenexperten für eine Big-Data-Analyse zu finden. Oftmals reicht schon ein Tag im Unternehmen aus, um den Betrieb kennenzulernen, mit Leuten zu sprechen und sich die Prozesse anzusehen.

Die Smart Industry Fieldlabs verfügen über modernste Forschungseinrichtungen und haben umfangreiche Erfahrungen mit Daten und Digitalisierung. In kürzester Zeit erhalten Unternehmen auf diese Weise eine solide Grundlage, um zu entscheiden, wie sie mit Big Data weiterkommen können, und einen Einblick, was sie damit erreichen können.

Möchten Sie mehr erfahren?

Möchten Sie mit uns gemeinsam mit einem Datenexperten über mögliche Big-Data-Anwendungen in Ihrem Unternehmen sprechen? Möchten Sie mehr über deutsch-niederländische Kooperationen rund um Industrie 4.0 und Big Data erfahren? Wenden Sie sich an die Plattform Smart Industry.

An diesem Beitrag haben mitgewirkt:

  • Produktion: Emma van Harten
  • Partnerships: Derk Marseille
  • Redaktion: Bertus Bouwman und Peter Oehmen (sprachliche Adaption)

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