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84-jähriges Familienunternehmen arbeitet am ersten solarbetriebenen Auto

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Im vergangenen Jahr präsentierte Lightyear das allererste solarbetriebene Auto, das für Langstrecken geeignet ist. Lex Hoefsloot, CEO und Mitgründer von Lightyear, nennt es einen Neuanfang in Sachen Mobilität. „Wir haben zwei Jahre lang hart auf diesen Meilenstein hingearbeitet. Das ist ein Riesenschritt auf dem Weg zu unserer Mission, saubere Mobilität für alle verfügbar zu machen.“

Das niederländische Startup arbeitet dabei unter anderem mit dem 84 Jahre alten Familienunternehmen Van der Hoorn Buigtechniek aus Geldrop zusammen, das ein erstes Modell aus Rohren für den ersten Prototyp hergestellt hat. Damit das Solarauto zu einem Erfolg wird, sucht Lightyear nach allen Möglichkeiten, Energie möglichst effizient zu nutzen.

Van der Hoorn Buigtechniek ist auf das Biegen und Walzen von Rohren mit einem Durchmesser von weniger als einem Millimeter bis zu einem Durchmesser von 76,1 mm spezialisiert. Das Familienunternehmen fertigt mit modernsten CNC-Maschinen verschiedene (3D-)Biege- und Walzaufträge aus den gängigsten Metallen wie Stahl, Edelstahl, Aluminium und Kupfer.

Bereits seit 1936 ist Van der Hoorn Buigtechniek ein Partner als Lieferant von gebogenen und gewalzten Rohren. „Wir stellen Einzelstücke für den Prototypenbau bis hin zu mittelgroßen Serien her. Zusammen mit dem Kunden suchen wir immer nach der besten Lösung zum bestmöglichen Selbstkostenpreis. Wir können Sie anhand einer Skizze, Zeichnung oder eines (3D-)Modells beraten.“ Das Familienunternehmen wird heute in der 3. Generation geführt.

Material im Dienst von Effizienz und Sicherheit

Lightyear wurde 2016 von Alumni des Solar Team Eindhoven gegründet, die die Bridgestone World Solar Challenge 2013, 2015 und 2017 gewonnen haben. Seit seiner Gründung hat Lightyear mehrere Preise, Subventionen und Investitionen erhalten. „Damit konnten wir einen funktionierenden Prototyp des ersten Langstrecken-Solarautos zu entwickeln. Über hundert Exemplare sind bereits reserviert worden.“

Lightyear One wurde aus einer radikal neuen Perspektive entwickelt. Hoefsloot: „Unser gesamtes Team ist darauf spezialisiert, die Leistung eines Autos zu optimieren. Dadurch wurde sichergestellt, dass wir einen starken Fokus auf die Optimierung von Effizienz und Sicherheit hatten.“

Nicht die Nachteile eines gewöhnlichen Elektroautos

Das hat zu einem Auto geführt, das aus jedem Sonnenstrahl die maximale Energie gewinnt. Hoefsloot: „Der Hauptzweck dieses Autos ist es, ‚dort weiterzumachen, wo Elektroautos versagen‘. Wie aus Untersuchungen hervorgeht, liegt der wesentliche Grund, warum die Leute keine Elektroautos kaufen, darin, dass sie nur eine relativ kurze Strecke mit einer vollen Batterie zurücklegen können, während es noch zu wenige Ladestationen gibt.“

„Lightyear One hat keine Probleme mit diesen Nachteilen. Das Auto ist ultraeffizient. Damit können Sie eine bisher unerreichte Strecke von 725 Kilometern mit einer relativ kleinen Batterie zurücklegen. Außerdem lädt sich die Batterie mit Hilfe von Solarenergie selbst auf, wodurch Sie bis zu 20.000 Kilometer pro Jahr aufladen können. Das macht das Laden erheblich einfacher, weil man mit der gleichen Energie längere Strecken zurücklegen kann. Sie können auch normale Steckdosen verwenden. Mit einem normalen 230-V-Stecker können Sie bis zu 400 Kilometer pro Nacht aufladen. Das ist besonders schön, wenn man auf Reisen ist, weil man nicht auf die Ladeinfrastruktur angewiesen ist.“

Sehen Sie sich das Video an (Englisch)

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An diesem Beitrag haben mitgewirkt:

• Produktion: Emma van Harten • Partnerships: Derk Marseille • Redaktion: Bertus Bouwman und Peter Oehmen (sprachliche Adaption)

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