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Corona: An diesen beiden Trends ist zu sehen, wie sich die niederländische Wirtschaft erholt

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Der Stromverbrauch und die Überlastung der Straßen in den Niederlanden nähern sich dem Niveau wie vor dem Ausbruch des Coronavirus. Das zeigt, dass die Wirtschaft wieder auf Gang kommt.

Stromverbrauch wieder auf Vor-Corona-Niveau

Der Stromverbrauch in den Niederlanden ist seit Mai bereits wieder einige Zeit stabil auf dem gleichen Niveau wie vor dem Ausbruch des Coronavirus. In den ersten drei Wochen nach dem Lockdown (Kalenderwoche 11 bis 13) ging der Stromverbrauch um etwa 22 % zurück. Der Stromverbrauch blieb dann aufgrund der geringeren Wirtschaftstätigkeit weitere zwei Wochen lang auf diesem niedrigen Niveau. In Kalenderwoche 16 kehrte der durchschnittliche Stromverbrauch mehr oder weniger auf das Niveau vor Corona zurück, auf dem er sich nun seit einigen Wochen wieder befindet.

Etwas über die Hälfte (53 %) des gesamten Strombedarfs in den Niederlanden stammt aus der bebauten Umgebung, insbesondere aus Häusern. Da viele Leute von Zuhause aus gearbeitet haben, ist der Energieverbrauch in den Haushalten angestiegen. Dieser Anstieg ist wahrscheinlich größer als der Rückgang des Stromverbrauchs im Hotel- und Gaststättengewerbe und im Einzelhandel.

Über ein Drittel (35 %) der Stromnachfrage stammt aus der Industrie. Im Vergleich zu anderen EU-Ländern hat die Wirtschaftstätigkeit der niederländischen Industrie aufgrund des Ausbruchs des Coronavirus nur relativ leicht und kurzzeitig abgenommen. Das erklärt das Bild eines kurzen zeitweiligen Tals beim Stromverbrauch.

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Auf niederländischen Autobahnen wird es wieder voller

Der Verkehr auf den niederländischen Hauptverkehrsstraßen ist seit Inkrafttreten der Corona-Maßnahmen Mitte März beträchtlich zurückgegangen. Zum Tiefpunkt Ende März gab es auf den Autobahnen gut 40 % weniger Verkehr als vor den Corona-Maßnahmen, wodurch es fast Staus gar keine Staus mehr gab. Seit Ende April wird es allmählich wieder voller auf den Straßen. Obwohl die Verkehrsdichte am Dienstag, 19. Mai, immer noch etwa 15 % niedriger lag als Anfang März.

Mit einer weiteren Lockerung der Maßnahmen zum 1. Juni, wie dem vollständigen Start der Schulen und der Wiedereröffnung der Gastronomie, wird erwartet, dass der Verkehr in der kommenden Zeit ansteigen wird. Trotzdem wird es noch einige Zeit dauern, bis die gewohnte Hektik zurückkehrt. Der Verkehr auf den Autobahnen hängt mit der Wirtschaftstätigkeit zusammen und aufgrund der Rezession ist diese geringer.

Die Frage ist auch, wie sich der Straßenverkehr in der kommenden Zeit entwickeln wird. Einerseits werden vorerst mehr Menschen weiterhin zu Hause arbeiten und das wirkt sich auf den Verkehr aus. Auf der anderen Seite zeigt eine Umfrage des ANWB, dass es mehr Menschen gibt, die bei längeren Strecken das eigene Auto dem öffentlichen Nah- und Fernverkehr vorziehen.

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An diesem Beitrag haben mitgewirkt:

  • Produktion: Emma van Harten und Leandra Marzluff
  • Partnerships: Derk Marseille
  • Redaktion: Bertus Bouwman und Peter Oehmen (sprachliche Adaption)

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