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Corona: Fahrradhersteller setzt 3D-Drucker zur Herstellung von Gesichtsschirmen ein

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Normalerweise stellt Van Raam angepasste Fahrräder her, jetzt verwendet der Fahrradhersteller den 3D-Drucker gemeinsam mit Jugendlichen, um Gesichtsschirme für Rettungssanitäter herzustellen.

Es werden unglaublich viele Maßnahmen zur Bekämpfung von Corona ergriffen. Es wird auch viel getan, um dem Mangel an medizinischem Material entgegenzuwirken. Im Moment besteht im Gesundheitsbereich ein großer Bedarf an Mundschutz und Visieren.

Der Fahrradhersteller Van Raam kämpft gemeinsam mit Jugendlichen aus der Region gegen das Coronavirus und stellt 3D-Druckteile für Visiere her.

Van Raam verfügt über zwei verschiedene Arten von 3D-Druckern und insgesamt haben sie vier 3D-Drucker. Alle diese Drucker werden jetzt zur Herstellung eines 3D-Druckteils verwendet, das für Visiere benötigt wird. Auf diese Weise unterstützt Van Raam die Jugendlichen in der niederländischen Achterhoek, indem er die Produktionszahlen dieser Teile für Visiere erhöht. Die Visiere werden als Schutz im Gesundheitswesen eingesetzt.

Visier zum Schutz von Pflegepersonal

Das Teil, das mit einem 3D-Drucker gedruckt wird, ist eine Halterung, an der ein transparentes Visier angebracht ist. Die Halterung besteht aus zwei Teilen.

Van Raam druckt auf jedem 3D-Drucker drei Teile gleichzeitig. Nach 7,5 Stunden Druckdauer sind diese drei Teile fertig. Ein Teil hat eine Druckdauer von 2,5 Stunden.

Sobald die Teile gedruckt sind, werden sie gesammelt und zur Hogeschool Zeeland in Vlissingen gebracht. Hier werden die Teile desinfiziert und das Visier auf die Halterung montiert.

Sobald dies geschehen ist, werden die Visiere an das Weiße Kreuz übergeben. Sie sorgen dafür, dass die Visiere dann an die Parteien verteilt werden, die diese Schutzabdeckungen bestellt haben.

Jugendliche in der Achterhoek bauen 3D-Drucker

In der letzten Zeit gab es in der Achterhoek Dutzende von Jugendlichen, die zusammen mit ihren Eltern einen eigenen 3D-Drucker gebaut haben. Das war eine Initiative der Samenwerkende Industriële kringen Achterhoek (Zusammenarbeitende Industriekreise in der Achterhoek) und der 8RHK-Botschafter (Achterhoek-Botschafter). Der Industriedesigner Alexander Bol aus Zeeland setzte am 31. März eine Meldung in die Zeitung, in der er Menschen, die zu Hause einen 3D-Drucker haben, aufforderte, die Teile auszudrucken. Nach diesem Aufruf kamen die Jugendlichen in der Achterhoek, die über einen eigenen 3D-Drucker verfügen, zum Einsatz. Im Moment werden Drucker in Winterswijk, Aalten, Berkelland, Ulft und Varsseveld zum Drucken der 3D-Teile verwendet. Mehr dazu sehen Sie in dem Video hierunter.

Van Raam Spezialfahrräder

Van Raam ist ein Hersteller von maßgeschneiderten Spezialfahrrädern für Menschen mit Behinderungen. Die Spezialitäten von Van Raam sind Dreiräder, Elektromobil-Dreiräder, Tandems, Paralleltandems, Rollstuhlfahrräder, Transportfahrräder, Laufhilfen und Fahrräder mit niedrigem Einstieg oder Komforträder. Auf den meisten dieser angepassten Fahrräder ist die einzigartige Van Raam Tretunterstützung möglich. Die Fahrräder von Van Raam gehen in die ganze Welt, mit Schwerpunkt auf fast allen europäischen Ländern und Nordamerika.

Van Raam produziert seit fast 100 Jahren Fahrräder, in den letzten 30 Jahren mit dem Schwerpunkt angepasster Fahrräder. Nichts wird auf Vorrat produziert, jedes Fahrrad wird einzeln hergestellt. Mit rund 180 Mitarbeitern stellt Van Raam niederländische Qualitätsfahrräder her, für Erwachsene und Kinder mit einer Behinderung oder für Menschen, die mehr Sicherheit und Stabilität beim Radfahren suchen.

Die Fahrräder werden in Varsseveld in einer der saubersten und intelligentesten Fabriken der Niederlande hergestellt. In unserem modernen Unternehmen haben wir eine innovative Unternehmenspolitik und verwenden innovative und moderne Techniken. Lesen Sie mehr dazu auf der Innovationsseite von Van Raam.

Foto: Ein Visier für die Pflege. Die weißen Teile auf der linken Seite werden mit einem 3D-Drucker gedruckt. Fotos: Carlo Stevering

An diesem Beitrag haben mitgewirkt:

  • Produktion: Emma van Harten und Leandra Marzluff
  • Partnerships: Derk Marseille
  • Redaktion: Bertus Bouwman und Peter Oehmen (sprachliche Adaption)

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