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Demcon Campus Enschede: warum dieser Tech-Entwickler in einen Campus investiert

Im niederländischen Enschede, gleich hinter der Grenze, will der Technologieentwickler und -hersteller Demcon einen Campus bauen. Das Unternehmen, mit unter anderem einer Niederlassung in Münster, will auf diese Weise in der deutsch-niederländischen Grenzregion investieren.

Der Technologieentwickler und -hersteller Demcon hat eine ehrgeizige Zukunftsvision vorgestellt. Demcon wurde 1993 als Spin-off der Universität Twente gegründet und beschäftigt heute über 750 Mitarbeiter an Standorten in vier Ländern.

Für den Demcon Campus in Enschede hat das Unternehmen große Pläne. Dieser soll Raum für weiteres Wachstum in einer inspirierenden Arbeitsumgebung bieten und zur Stärkung der Wirtschaft in Twente beitragen. Damit will Geschäftsführer Dennis Schipper der Region etwas zurückgeben, was er und sein Unternehmen über viele Jahre erhalten haben. „Wir können zeigen, dass es hier geschieht. Dass das Morgen hier und heute beginnt.“

Die Gründer von Demcon, Dennis Schipper und Peter Rutgers, studierten Maschinenbau an der Universität Twente. 1993 gründeten sie ein mechatronisches Konstruktionsbüro in Enschede – Mechatronik kombiniert Disziplinen wie Mechanik, Elektronik und Software, um hochwertige technische Geräte und Systeme zu entwickeln. Die beiden leiten das Unternehmen noch immer, Schipper als Geschäftsführer und Rutgers als das technische Gewissen. Sie wuchsen mit ihrem Geschäft und zogen in größere Räumlichkeiten um, zunächst in Hengelo (Overijssel) und später in Oldenzaal. 2013 zogen sie in das ehemalige Ericsson-Gebäude im Business & Science Park. Das liegt gegenüber der Universität von Twente, dem heutigen Kennispark, erzählt Schipper. „Damit kehrten wir dorthin zurück, wo wir fünfundzwanzig Jahre zuvor angefangen hatten. Inzwischen hat Demcon auch Standorte in Best, Delft, Groningen und Maastricht, alle in der Nähe von Universitäten und Hochschulen, wo junge (technische) Talente und Unternehmer zu finden sind.

Seit drei Jahren ist Demcon im Ausland aktiv, mit Standorten in Münster (Deutschland), Tokio (Japan) und Singapur. Das Unternehmen hat Kunden auf der ganzen Welt, einschließlich Europa, Asien und Amerika. Im vergangenen Jahr war Demcon durch die schnelle Entwicklung und Lieferung von Beatmungssystemen für Corona-Patienten auf der Intensivstation in den Nachrichten.

Auswirkungen

Im Mittelpunkt der Zukunftsvision stehen die Auswirkung, die Demcon erreichen will. „Das machen wir, indem wir technologische Lösungen für gesellschaftliche Herausforderungen entwickeln. Das sind innovative Systeme und Produkte mit intelligenten Anwendungen für Pflege, Sicherheit, Wasser, Energie und Kommunikation. Neben technologischer Innovation setzen wir uns für die Förderung des Unternehmertums ein und investieren in Talente und Bildung.“ Damit will Demcon insbesondere in der Region etwas bewirken, so Schipper. „Denken Sie an das Wirtschaftswachstum und die Schaffung von neuen Arbeitsplätzen. Es ist bekannt, dass jeder hochqualifizierte Mitarbeiter in einem Unternehmen für durchschnittlich zwei Arbeitsplätze an anderer Stelle in der Region sorgt.“

Enschede

In Twente, wo die Wurzeln des Unternehmens liegen, hat Demcon einen großen Einfluss. Dort arbeiten 500 Mitarbeiter in einem Gebäude mit 18.000 Quadratmetern Fläche. Vor acht Jahren, als das Unternehmen nach Enschede zurückkehrte, beschäftigte es 130 Mitarbeiter auf einer deutlich kleineren Fläche. „Wir haben uns zum Beispiel auch an der Finanzierung eines Lehrstuhls an der Universität von Twente und eines Dozenten an der Saxion Hochschule beteiligt. Auch mit dem regionalen Bildungszentrum van Twente (ROC Twente) sind wir eng verbunden. Viele Absolventen dieser drei Einrichtungen finden bei uns einen Arbeitsplatz.“ An den anderen Standorten hat Demcon auch Auswirkungen auf die umliegende Region. „Wir wollen unsere Pläne für Enschede als Blaupause für unsere anderen Standorte nutzen. Mit der Entwicklung eines Campus versuchen wir, ein inspirierendes Arbeitsumfeld und Raum für Wachstum zu schaffen.“

An diesem Beitrag haben mitgewirkt:

  • Produktion: Emma van Harten
  • Partnerships: Derk Marseille
  • Redaktion: Bertus Bouwman und Peter Oehmen (sprachliche Adaption)

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