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„Der Austausch mit anderen Ländern ist notwendig“

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Um auf Augenhöhe Innovationen entwickeln zu können, ist der Austausch mit Unternehmern aus anderen Ländern notwendig, sagt Christian Seitz von der IHK Nürnberg für Mittelfranken. Er freut sich bei der Integrated Plant Engineering Conference (IPEC) unter anderem auf Besuch aus den Niederlanden.

Die Integrated Plant Engineering Conference (IPEC) findet am 11. März 2020 zum 6. Mal in Nürnberg statt, diesmal mit dem Schwerpunkt “Cognitive Engineering & Production“. Die Konferenz dient dem Erfahrungs- und Ideenaustausch zwischen Technologieanbietern und -anwendern über den gesamten Anlagenlebenszyklus.

Für die Hersteller aus der Region ist es ein wichtiger internationaler Gedankenaustausch, sagt Mitveranstalter Christian Seitz, Innovationsmanager bei der Industrie- und Handelskammer Nürnberg für Mittelfranken. „Um im internationalen Wettbewerb bestehen zu können, ist notwendig auf hohem Niveau einen Dialog über die neuesten Entwicklungen in Industrie und Technologie zu führen.“

Austausch mit anderen industriellen Spitzenregionen

Das Format der IPEC ist in Deutschland ziemlich einzigartig, sagt Seitz. „Wir sind in Deutschland wirklich eine Spitzenregion für industrielle Innovation und dann ist es wichtig, dass man in ständigem Kontakt mit anderen Spitzenregionen z. B. aus den Niederlanden, Dänemark und Finnland steht.“

In den deutschen Fachmedien lesen Fachkräfte häufig darüber, was in Deutschland geschieht und auch über die Vereinigten Staaten und China wird umfassend berichtet. „Aber gerade in den kleineren Ländern passieren unglaublich interessante und relevante Dinge, von denen wir nicht so einfach etwas mitbekommen. Mit der IPEC wollen wir daher kurze Verbindungen zu diesen Ländern aufbauen.“

Die Konferenz hat sich in den letzten Jahren mehr als bewährt, stellt er fest. „Dadurch sind kleine Gruppen entstanden, die das ganze Jahr über intensiven Kontakt halten.“ Das hat auch für Besucher aus den Niederlanden einen großen Wert. „Die offizielle Sprache ist Englisch, was in Deutschland nicht häufig vorkommt. Darüber hinaus hat man wirklich die einmalige Gelegenheit, ganz gezielt den Kontakt zu anderen Teilnehmern zu suchen. Das geschieht, indem man im Voraus ein Onlineprofil einrichtet, damit man sich gut vernetzen kann. Auf diese Weise überlässt man nur wenig dem Zufall.“

Bessere Kontakte zu niederländischen Herstellern

In den letzten Jahren ist das Interesse der Niederländer an Nordbayern gewachsen, sieht Seitz, der an verschiedenen Handelsmissionen beteiligt war. „Die Niederländer haben schon immer gute Kontakte nach Nordrhein-Westfalen. Aber Deutschland ist größer, und man stellt fest, dass wir hier viel zu bieten haben.“

Rund um Nürnberg sind viele große Anbieter wie Schaefler, Siemens, Bosch Rexroth, Diehl und Leoni angesiedelt. Aber auch viele kleinere Unternehmen, die in ihrer Nische Weltmarktführer sind. „Bei jedem Besuch stellen wir wieder fest: Wie schade, dass wir uns nicht früher kennengelernt haben, denn wir können viel aneinander haben.“

Ein gutes Beispiel für die engeren Kontakte ist die Übernahme der 4 plus GmbH aus Erlangen durch die niederländische Firma Sioux Technologies. Die Niederländer sind eingeladen, als Referenten an der Konferenz teilzunehmen.

Bei der Übernahme im Jahr 2019 zeigte sich Direktor Strategie & Marketing Mark Hoevenaars außergewöhnlich zufrieden. „In Erlangen werden Geschäfte auf Grundlage von Vertrauen gemacht. Die Zusammenarbeit ist eng und langfristig.“ Die Unternehmenskultur ist professionell und menschenorientiert, sieht er. „Auch die Offenheit und Nüchternheit sind Charakterzüge, die uns in Erlangen begegnen und die gut zu den Werten, der Kultur und den Menschen von Sioux Technologies passen.“

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