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Diese niederländischen Ingenieure helfen Erstausrüstern beim Übergang zur Industrie 4.0

Das niederländische Unternehmen Singa hat sich auf die gemeinsame Entwicklung innovativer High-Tech-Lösungen mit den F&E-Abteilungen von Erstausrüstern spezialisiert. Martijn Elkink erzählt, wie er seine Kunden beim Übergang zur Industrie 4.0 unterstützt.

Wie können Sie als Erstausrüster den Übergang zur Smart Industry and Industrie 4.0 schaffen? Diese Frage beschäftigt die Singa BV aus Varsseveld. „Wir sind eine Gruppe leidenschaftlicher Ingenieure“, sagt Vertriebsleiter Martijn Elkink. „Als relativ kleines Unternehmen beschäftigen wir uns mit sehr innovativen Projekten für die Fertigungsindustrie. Weil es in den Niederlanden so gut funktioniert, sehen wir auch in Deutschland sehr gute Chancen. Schließlich haben wir unseren Sitz in der Nähe der Grenze.“

Kombination aus Cloud und Kamera

Immer mehr Erstausrüster suchen nach robusten „Cloud-Connected-Vision-Lösungen“, stellt Elkink fest. Er erläutert dies anhand eines Projekts, das Singa für die Waterkracht BV aus Varsseveld durchgeführt hat. „Das ist ein sehr innovativer Hersteller und Lieferant von Hochdruckreinigungsgeräten.“

Im Pflanzenschutz und bei der Unkrautbekämpfung werden traditionell viele Chemikalien eingesetzt. „Ein wachsendes weltweites Problem ist der Einsatz chemischer Bekämpfungsmittel wie Glyphosat. Die Waterkracht BV suchte nach einer Technologie, mit der das Unternehmen mit seiner eigenen patentierten „Heißwasser-Technologie“ Unkraut auf (halb) befestigten Böden umweltfreundlich und wassersparend vernichten kann.“

Dabei kam die Cloud-Connected-Embedded-Vision-Lösung von Singa genau richtig, erzählt er. „Das Wesentliche dieser Lösung ist eine Mischung aus akademischem Denken und praktischer, intelligenter Pionierarbeit.“

Intelligente Präzisionsarbeit

Die industrielle Unkrautbekämpfungsmaschine von Waterkracht, die WeedMaster TC Vision, verfügt über 40 Düsen in einer Reihe über eine Arbeitsbreite von 160 Zentimetern. „Die Kunst bestand darin, nur die Düsen mit kochendem heißem Wasser sprühen zu lassen, die sich in diesem Moment über dem Unkraut befanden. Also genau an der richtigen Stelle, nicht davor, danach, zu kurz oder zu lang.“

Singa entwickelte dazu ein hochmodernes, multispektrales Kamerasystem. „Das Kamerabild erkennt, wo sich das Unkraut befindet, und das System wurde so intelligent gestaltet, dass es Kurven, Verzögerungen, Beschleunigung und Unebenheiten präzise antizipiert. Die Sensorerkennung ist so gut, dass unter allen Fahrbedingungen genau aus den Düsen gesprüht wird, die sich über dem Unkraut befinden.“

System anlernen

Die Entwickler von Singa waren mit der Lösung so zufrieden, dass sie noch einen Schritt weiter gehen wollten. „Wir haben das System zu einer intelligenten Cloud-basierten Plattform ausgebaut, mit der Waterkacht seinen Kunden einen neuen Mehrwert bieten kann.“

Die Daten in der Cloud ermöglichen es, zusätzliche Dienstleistungen für den Kunden zu entwickeln. „Denken Sie zum Beispiel an Einblick in den Kraftstoffverbrauch, das Anlernen des Systems, die Ergebnisdaten im Vergleich zu anderen Fahrzeugen und so weiter."

SINGA setzte dazu seine selbst entwickelte Digital Twin-Technologie ein: Eine industrielle IOT-Plattform, die physische Produkte mit der Cloud verbindet und womit neue Produkte und Dienstleistungen geliefert werden können. „Auf diese Weise hat SINGA der Waterkracht BV, neben einer effizienten Unkrautbekämpfung ohne Bekämpfungsmittel, ein Werkzeug an die Hand gegeben, mit dem das Unternehmen den Übergang zur Servitization vollziehen kann.“

Schaffen Sie einen Mehrwert für Ihre Kunden

Signa nutzt innerhalb von Projekten in zunehmendem Maß künstliche Intelligenz. „Technologien wie ‚Deep Learning‘ und ‚Machine Learning‘ werden immer mehr zur Verbesserung der Qualitätskontrolle eingesetzt. Die Analyse von Big Data ist dabei ebenfalls wichtig. Eine Kombination aus Vision, Cloud und KI bietet den Kunden eine innovative Form, die einen großen Mehrwert schafft.“

Für Erstaursüster sieht Elkink in der „Digital-twin“-Cloud-/IoT-Lösung eine große Zukunft. „Einblick in eine komplette Anlage oder bestimmte Maschinen auf Grundlage aktueller SPS- und Sensordaten tragen zur Steigerung der OEE (Overall Equipment Effectiveness, Gesamtanlageneffektivität) bei.“

Lösungen wie die vorausschauende Instandhaltung, ein Webshop für Ersatzteile und kundenspezifische Daten bieten dem Kunden und der eigenen Serviceorganisation einen Mehrwert, sagt er. „Auf diese Weise entwickeln Sie sich vom herkömmlichen Maschinenlieferanten zum Dienstleister. Neue Geschäftsmodelle und eine Marktposition, die sich von der Konkurrenz unterscheidet, bieten eine zukunftssichere Strategie für Ihr Unternehmen.“

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