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ESI hilft Thermo Fisher und Philips, ihre Software-Maschinen zu schmieren

Als die Entwicklung neuer Funktionen für seine Elektronenmikroskope durch ältere Software behindert wurde, wandte Thermo Fisher Scientific sich an das gemeinsame Innovationszentrum ESI von TNO, um seinen Code zu bereinigen und zukunftssicher zu machen. Der in ihrer öffentlich-privaten Partnerschaft entwickelte Ansatz wurde auch von Philips erfolgreich übernommen, um diese Legacy-Herausforderung bei ihren medizinischen Scannern zu bewältigen.

Alte Software

Hochentwickelte Systeme wie ein Elektronenmikroskop oder ein medizinischer Scanner enthalten eine Unmenge an Software, damit sie funktionieren – Millionen Zeilen von Programmiercode. Diese Software ist das Produkt jahrelanger, manchmal sogar jahrzehntelanger Entwicklung durch ein Team, das ständig seine Form verändert. Neue Ingenieure kommen hinzu, während andere weiterziehen und ihre Arbeit als Erbe hinterlassen, um das sich der Rest kümmern muss.

Während diese Legacy-Codebasis wächst, wird es immer schwieriger, den Überblick über die inneren Funktionsweisen zu behalten und die Software gut strukturiert zu halten. „Der größte Teil des Codes wurde vor langer Zeit geschrieben und im Laufe der Jahre haben viele Menschen mit fortschreitenden Erkenntnissen dazu beigetragen. Das Ergebnis ist weniger als optimal, um es vorsichtig auszudrücken. Schicht für Schicht, was den softwaretechnischen Fortschritt widerspiegelt, den das Unternehmen im Laufe der Jahre gemacht hat“, erklärt Dennis Dams, Senior Research Fellow mit Spezialisierung auf Legacy-Software bei ESI, dem gemeinsamen Innovationszentrum für eingebettete Hightech-Systeme der niederländischen Organisation für angewandte wissenschaftliche Forschung (TNO).

Was Entwicklung hindert

Der Mangel an Übersicht und Struktur macht es immer schwieriger, neue Funktionen hinzuzufügen – eine Herausforderung, die bei Thermo Fisher Scientific in Eindhoven, eines der Unternehmen, das mit ESI zusammenarbeitet, nur allzu gut wiedererkannt wurde. „Die Software der Elektronenmikroskope, die wir hier entwickeln, nutzt die alte Schnittstellentechnologie, um Subsysteme miteinander kommunizieren zu lassen“, veranschaulicht der leitende F&E-Manager Arjen Klomp. „Wir haben sie überall benutzt und der Code war praktisch damit verunreinigt. Das behinderte unsere Entwicklung neuer Funktionen und senkte die Effizienz unserer Software-Ingenieure so sehr, dass wir etwas dagegen unternehmen mussten.“

Thermo Fisher hat ESI um Hilfe gebeten. Gemeinsam nahmen sie zwei aufeinander folgende öffentlich-private Forschungsprojekte in Angriff, um einen neuartigen Ansatz zur Bewältigung der Legacy-Herausforderung zu entwickeln: Renaissance (2016-2018) zur Bereinigung des vorhandenen Codes und Phoenix (2018-2020) zur Vorbereitung der Software-Architektur für eine künftige Erweiterung. Dies führte zu einer ersten Werkzeugausstattung.

Dieser Ansatz wurde bei Thermo Fisher effektiv in die Praxis umgesetzt. Auf der Hälfte des zweiten Projekts ist Klomp mit den Ergebnissen bereits sehr zufrieden. „Es ist uns gelungen, die Zeit, die wir für die Erstellung einer neuen Version der Software benötigen, erheblich zu verkürzen. Wir veröffentlichen jetzt viermal so häufig wie vor drei oder vier Jahren.“

Erfolg

Die Ergebnisse sind nicht unbemerkt geblieben. Ebenfalls mit Unterstützung von ESI hat Philips in Best die innerhalb des Renaissance-Projekts entwickelten Werkzeuge übernommen, um eine ähnliche Legacy-Herausforderung bei seinen medizinischen Scannern zu bewältigen - mit ähnlichem Erfolg. „Die Qualität unseres Codes hat sich deutlich verbessert“, sagt Hans van Wezep, ein Software-Architekt im Geschäftsbereich Image Guided Therapy von Philips. „Indem uns die Werkzeuge mehr Einblick bieten, öffnen sie uns wirklich neue Türen bei Innovationen. Wir haben Renaissance in unser eigenes Kooperationsprojekt mit ESI, Vivace, integriert, um auf diesen vielversprechenden Ergebnissen aufzubauen.“

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Produktion: Emma van Harten und Leandra Marzluff Redaktion: Bertus Bouwman und Derk Marseille Übersetzung: Peter Oehmen

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