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Fraunhofer und Additive Industries kooperieren in den Niederlanden

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Fraunhofer nimmt jetzt in den Niederlanden im Bereich additive Fertigung Fahrt auf: Durch die Kooperation des Fraunhofer Project Center an der Universität Twente (FPC@UT) und des Fraunhofer-Instituts für Produktionstechnologie IPT (Aachen) mit dem niederländischen Anbieter Additive Industries BV mit Sitz in Eindhoven baut Fraunhofer seine Aktivitäten in den Benelux-Ländern weiter aus.

Auf der Formnext 2019, der internationalen Fachmesse für Additivtechnologien in Frankfurt am Main, gaben die Partner ihre Zusammenarbeit bekannt, um gemeinsam an den wichtigsten Entwicklungen im Bereich Laserstrahl-Pulverbettschmelzens (L-PBF) zu arbeiten. Ihr Ziel ist es, die Implementierung der L-PBF-Technologie für die industrielle Serienfertigung zu beschleunigen.

Mit gebündelter Kompetenz und einem ganzheitlichen Ansatz wollen die drei Partner neue Materialien qualifizieren, Konstruktionsrichtlinien verbessern, die Nachbearbeitungskompetenz erhöhen und schließlich die Integration von L-PBF in industrielle Prozessketten ermöglichen, um die industrielle additive Fertigung auf ein ausgereiftes Niveau zu bringen und eine breite Industrieakzeptanz zu ermöglichen.

Implementierung von additiver Fertigung unter Berücksichtigung der gesamten Prozesskette

Da die Partnerschaft zwischen Additive Industries und den beiden eng verbundenen Fraunhofer-Einheiten den Transfer modernster Additivprozesse in die bestehende industrielle Produktion zum Ziel hat, legen die Partner besonderen Wert auf die ganzheitliche Betrachtung der integrierten Prozessketten. Daher werden additive Fertigungstechnologien nicht nur als einzelne weitere Schritte in der Produktionskette betrachtet. Vielmehr werden die Experten gemeinsam alle vor- und nachgelagerten Schritte in ihre Entscheidungen einbeziehen, ob und wie zusätzliche Technologien eingesetzt werden sollen.

Das Fraunhofer IPT und das FPC@UT bringen langjährige technologische und methodische Erfahrungen in allen Bereichen der Produktionstechnik in die Kooperation ein. „Auf diese Weise können wir das gesamte Feld der industriellen Anforderungen von der Materialwissenschaft über additive Verfahren und Nachbearbeitung bis hin zur Integration in bestehende Prozesse abdecken. Denn wir wissen, dass es für produzierende Unternehmen besonders schwierig ist, selbst den Überblick zu behalten“, erklärt Daan Kersten, Gründer und CEO von Additive Industries.

„Unsere Zusammenarbeit wird zu neuen Lösungen führen, die der Industrie helfen, ihre AM-Aktivitäten im Bereich L-PBF schnell zu verbessern“, prognostiziert Kai Winands, Leiter des Kompetenzbereichs Additive Manufacturing am Fraunhofer IPT.

Betriebsstart: Additive Industries liefert den ersten 3D-Metalldrucker an den FPC@UT

Zeitgleich mit dem Beginn der Kooperation liefert Additive Industries ein System zur Erforschung des metallischen 3D-Drucks an den FPC@UT. „Der MetalFab1 ist meiner Meinung nach der erste Metalldrucker, der von Grund auf für die industrielle Fertigung entwickelt wurde“, sagt Ian Gibson, wissenschaftlicher Leiter des FPC@UT. Das System wird für die angewandte Forschung und Entwicklung von Prozessketten im industriellen Maßstab eingesetzt und markiert den Beginn der operativen Arbeit am FPC@UT im Bereich der additiven Fertigung.

Mit den vereinten Kräften der drei Partner steht nun ein Kompetenz-Pool von Experten im Bereich additiver Fertigungsverfahren und neuester Technologie speziell für Unternehmen in den Niederlanden zur Verfügung.

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Im folgenden Video erklären die Partner die Bedeutung der Kollaboration für den deutschen und niederländischen Markt im Bereich Additive Manufacturing: