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Fried Kaanen: „Innovationen erfolgen Schritt für Schritt.“

In der Krise müssen Hersteller innovativ sein, um zu überleben. Der Vorsitzende der niederländischen Metaalunie, Fried Kaanen, sieht große Chancen in der Digitalisierung und in Nachhaltigkeit. „Gestalten Sie es so, dass es zu bewältigen ist. Die menschliche Seite ist mindestens genauso wichtig wie die technische Lösung.“

Was sind die nächsten Schritte von Smart Industry? Darüber denken Vertreter aus Wirtschaft, Wissensinstituten und Regierung nach, darunter Fried Kaanen, Unternehmer und außerdem Vorsitzender der Koninklijke Metaalunie. „Unternehmer wissen aus früheren Krisen: Wenn man da herauskommen will, muss man an irgendeiner Stelle etwas erneuern.“

Innovation als Überlebensstrategie

Was Fried als Unternehmer antreibt, ist ein Thema, das gerade jetzt besonders aktuell ist. „Innovation als Überlebensstrategie, das hat mich immer sehr beschäftigt. Bleiben Sie innovativ, um Ihre Existenzberechtigung als Unternehmen aufrechtzuerhalten. Damit meine ich Innovationen in allen möglichen Bereichen, aber insbesondere im Bereich der Prozessinnovation.“

„Viele Industriezweige haben sich verlagert. Aber ein KMU kann nicht einfach ins Ausland gehen. Und wenn man überleben will, muss man sich anpassen. Weil ich mich damit beschäftige, bin ich ein guter Vertreter unserer Mitglieder.“

„Ich finde den multidisziplinären Charakter der Steuerungsgruppe besonders schön“, sagt Fried. „Es kommen unterschiedliche Perspektiven zusammen: nationale Politik, Wissenschaft, verschiedene Bereiche der Fertigungsindustrie. Wir teilen das starke Gefühl, dass die Fertigungsindustrie – wenn ich sie so breit nennen darf – unverkennbar ein Fundament für die Niederlande GmbH ist.“

IT als solche reicht nicht aus

Wie sieht Fried die Auswirkungen der Corona-Zeit auf die Industrie? Es sind schwere Zeiten für Unternehmer. Ist jetzt der richtige Zeitpunkt, um aufzuspringen und Innovationen umzusetzen? „Ich habe immer noch zu wenig Anzeichen dafür, dass die Unternehmen sagen: Jetzt ist ein guter Zeitpunkt, um antizyklisch zu investieren. Aber diese Unternehmer wissen auch aus früheren Krisen: Wenn man da herauswill, muss man irgendwo etwas erneuern. Aus mehreren Gründen. Zum Beispiel, um neue Kunden zu gewinnen.“

„Man kann sagen: Wenn ich überleben will, muss ich meine Geschäftsprozesse noch einmal kritisch unter die Lupe nehmen, damit ich zumindest weiß, dass ich meine Kosten im Griff habe. Wir haben längst gesehen, dass IT dabei eine wichtige Rolle spielt. Darauf deuten alle Berichte hin. Darauf müssen Sie setzen. Daher auch die Programme von Smart Industry.“

Aber das ist noch nicht alles. „Man muss auch die menschliche Komponente sehr gut im Blick behalten. Sie können mir das beste Smartphone schenken – wenn ich nicht weiß, wie ich es bedienen muss, nützt es mir nichts. IT an sich reicht nicht aus, es geht auch um die Organisation. Wer macht was? Welche Fähigkeiten benötigt man dazu?

Schritt für Schritt vorwärts

„Der rote Faden in unserer Arbeit ist die Digitalisierung, im weitesten Sinne des Wortes. Ich weiß, dass Ihnen das hilft, die notwendigen Effizienzsteigerungen zu erreichen, um Ihr Überleben zu sichern. Wo fangen Sie an? Das hängt von der Situation ab, aber man beginnt mit ein paar wichtigen Schwerpunkten. Nicht zu groß, aber greifbar. Was ich in der Steuerungsgruppe immer prüfe, ist die Machbarkeit. Darauf bestehe ich. Die Kollegen, die weiter in die Zukunft schauen, sehen Dinge, die ich noch nicht verstehe. So wie ich vor einem Jahr noch nichts von Teams gehört hatte.“

„Es ist sinnvoll, Innovationen auch multidisziplinär anzugehen. Setzen Sie zum Beispiel auch auf Nachhaltigkeit. Eigentlich wissen wir schon seit etwa einem halben Jahrhundert, dass wir an der Nachhaltigkeit arbeiten müssen. Auch hier sieht man, dass die Ambitionen schaffbar sein müssen. Ansonsten kommt es zu Aussetzern. Das Niveau muss jedes Mal um eine Stufe erhöht werden. Man geht Schritt für Schritt vorwärts. Bei Innovationen ist das genauso.“

An diesem Beitrag haben mitgewirkt:

  • Produktion: Emma van Harten
  • Partnerships: Derk Marseille
  • Redaktion: Bertus Bouwman und Peter Oehmen (sprachliche Adaption)

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