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Industry X #8

Ostniederlande und Nord Westfalen arbeiten bei Innovationen und Digitalisierung in Zukunft enger zusammen. „Gemeinsam gehören zur Spitze Europas.“

Zusammenzuarbeiten ist so naheliegend, aber in der Praxis fällt es deutschen und niederländischen Unternehmen in der Grenzregion noch immer schwer zueinander zu finden. Aus diesem Grund haben die Industrie- und Handelskammer Nord Westfalen, TwenteBoard und Oost NL im Mai eine Absichtserklärung für eine stärkere grenzüberschreitende Zusammenarbeit unterzeichnet.

Die Tinte der Unterschriften ist gerade getrocknet, wenn Sebastian van Deel (IHK Nord Westfalen) und Hans Brouwers (Oost NL) in der neuesten Ausgabe der Industrie X Talkshow darüber sprechen, wie das in der Praxis funktionieren kann.

Wie können sich Deutschland und die Niederlande am besten gegenseitig stärken?

Zu Gast sind:
* Sebastian van Deel, Leiter des Geschäftsbereichs Digitalisierung, International und Industrie der IHK Nord Westfalen
* Hans Brouwers, High Tech & Industrie Verbinder Deutschland Oost NL (Ontwikkelingsmaatschappij Oost-Nederland NV.)

Moderation

Die Industry-X-Talkshow wird von Peter van Harten (Botschafter von Smart Industry und Geschäftsführer der ISAH Deutschland GmbH) und Derk Marseille (Niederlande Nachrichten) moderiert.

Klicken Sie auf diesen Link, um den Podcast anzuhören

Ostniederlande und Münsterland sind keine Nachbarn, sondern eine Region

Offiziell sind die Ostniederlande und das Münsterland, wo die IHK Nord Westfalen ihren Sitz hat, Nachbarn. In der Praxis fühlt es sich jedoch mehr und mehr wie eine Region an, findet Sebastian van Deel. „Normalerweise wimmelt es hier in Münster von gelben Nummernschildern. Und ich bin auch gerne in Enschede.“

Das zeigt sich auch in den Zahlen, sagt Van Deel. „Unsere Region importiert über 4 Milliarden Euro aus und exportiert 2 Milliarden Euro in die Niederlande. Damit sind die Niederlande unser größter Handelspartner. Wir haben hier 700 Unternehmen mit niederländischer Beteiligung, umgekehrt haben 90 Unternehmen aus der Region Tochterunternehmen in den Niederlanden.“

Auch Hans Brouwers sieht, wie eng die Verbindungen zwischen Unternehmen, Politik und Bildung sind. „Wir haben also schon sehr viele gute Kontakte. Aber gerade die Wirtschaft kann noch viel mehr miteinander tun, dafür müssen wir uns besser kennenlernen.“

Feste Partner beim Digital Summit Euregio

Um dieses Kennenlernen zu vertiefen, lud Brouwers Van Deel bereits ein, seine Region während eines Deutschlandtages in den Niederlanden zu präsentieren. Umgekehrt sind die Niederlande ein ständiges Partnerland während des Digital Summit Euregio. Der erste Digital Summit Euregio fand im Mai 2021 statt, der nächste ist am 18. Mai 2022 geplant.

Für Van Deel ist es jetzt bereits ein großer Erfolg. Er hat viele positive Reaktionen aus Deutschland erhalten. Das gleiche gilt für Brouwers. „Was viele Leute nicht wissen, ist, wie stark das Ökosystem für digitale Unternehmen zwischen den beiden Regionen bereits ist. Es gibt so viele tolle Unternehmen da draußen. Das ist sehr wichtig, um Talente in unserer Region zu halten, wir können uns als Spitzenregion positionieren.

Auch Peter van Harten war dabei und fasste die Veranstaltung mit dem Begriff „Augenhöhe“ zusammen. „Wir haben viel gegenseitigen Respekt, wir arbeiten auf Augenhöhe zusammen. Wichtig ist, dass wir nicht nur erkennen, dass es viel Potenzial gibt, mehr zusammenzuarbeiten, sondern dass wir dieses Potenzial auch tatsächlich nutzen.“

Führend in der Europapolitik

Das richtige Momentum, um die gegenseitigen Beziehungen zu intensivieren, ist vorhanden, so Van Deel. „Durch die Corona-Krise merken wir erneut, wie wichtig Innovation und Digitalisierung sind. Die Niederlande zählen zu den Spitzenreitern in Europa. Deshalb wollen wir gerne zusammenarbeiten.“

Ein weiteres wichtiges Thema sind die internationalen Lieferketten, sieht Van Deel. „Diese Krise hat uns deutlich gemacht, wie verletzlich sie sind, man sieht es jetzt auch an den Rohstoffengpässen. Infolgedessen suchen Unternehmen auch nach mehr Sicherheit in der eigenen Region, um die Lieferketten zu stärken.“

Als Drittes nennt er das Thema Nachhaltigkeit: sowohl ökonomisch als auch ökologisch. „Wir arbeiten auf beiden Seiten der Grenze mit Wasserstoff und Kreislaufwirtschaft. Daher ist es naheliegend, dass wir hierbei zusammenarbeiten.“

Hören Sie sich die Industry X Talkshow an

Hören Sie sich den Podcast an, um zu erfahren, wie die beiden Regionen in Zukunft zusammenarbeiten

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Bild für Industry X #8

An diesem Beitrag haben mitgewirkt:

  • Produktion: Emma van Harten
  • Partnerships: Derk Marseille
  • Redaktion: Bertus Bouwman und Peter Oehmen (sprachliche Adaption)

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