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Niederländische Agritech-Branche präsentiert Innovation auf der Agritechnica

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Eine Delegation niederländischer Agritech-Unternehmer besucht die Agritechnica in Hannover. Unter anderem stoßen die Hersteller mit der weltweit ersten Spargel-Erntemaschine in Deutschland auf großes Interesse.

Die Niederlande sind wie Deutschland eines der führenden Länder in der Landwirtschaftstechnik. Ein guter Grund für eine Gruppe von Unternehmern aus den Regionen Noord-Brabant, Gelderland, Overijssel und Limburg, eine besondere Handelsreise zu unternehmen.

Agritech-Branche in Deutschland und den Niederlanden können viel voneinander haben. Deshalb organisieren die Entwicklungsgesellschaften von Noord-Brabant (BOM), Gelderland und Overijssel (Oost NL) und Limburg (LIOF) gemeinsam eine spezielle Handelsdelegation rund um die Messe. Am 13. November findet zunächst ein Firmenbesuch bei CLAAS in Harsewinkel statt. Donnerstag, der 14. November, ist für einen Besuch der Agritechnica in Hannover reserviert, wo auch 111 niederländische Aussteller vertreten sind.

Zu den Teilnehmern aus den Niederlanden zählen Entwickler, Hersteller, Zulieferer, Designer, Systemintegratoren und Dienstleister aus der Agritech-Branche. Sie stellen zum Beispiel Hard- und Software und Automatisierung für die Präzisionslandwirtschaft her.

Oder landwirtschaftliche Maschinen, Werkzeuge und Geräte, Robotik, autonome Drohnen, Mikroroboter, Sensoren, Big Data, IoT und KI-Anwendungen. Dabei kann es sich auch um Installations- und Klimatechnik, Unternehmen in der vertikalen Landwirtschaft oder Hersteller intelligenter LED-Beleuchtung handeln.

Aus Brabant kommt die weltweit erste Spargelerntemaschine

Eine der Teilnehmerinnen der Handelsdelegation ist Thérèse van Vinken, Direktorin des brabantischen Hightech-Startups Cerescon, das die weltweit erste Spargelerntemaschine entwickelt hat. „Die Deutschen lieben Spargel, aber es wird immer schwieriger, Saisonarbeiter zu finden, die bei der schweren Ernte helfen wollen.“

Das Brabanter Familienunternehmen kommt aus der Branche und beobachtet, wie die Knappheit seit Jahren zunimmt. In enger Zusammenarbeit mit Spargelzüchtern aus den Niederlanden, Deutschland und Frankreich bringt Cerescon als erster eine selbstfahrende einreihige Spargelerntemaschine auf den Markt. „Die junge Generation ist bereit, hier zu investieren, weil sie es als Lösung für ihre Probleme sieht.“

Vor allem in Deutschland, als herausragendes Spargelland, wird die Ernte jedes Jahr schwieriger. „In der vergangenen Saison wurden 10 % des Spargels nicht geerntet, weil es zu wenige Handstecher gab. Das sind enorme Verluste für die Landwirte.“

Investitionen in Technologien zur Erhaltung des Spargelanbaus in Deutschland

Kein Wunder, dass das Interesse an Maschinen aus Deutschland so groß ist, sagt Van Vinken. „Es geht darum, ob wir den Spargelanbau für Deutschland fortsetzen können. Wird das Problem der Handstecher nicht gelöst, wird der Spargelanbau aus Deutschland und letztlich aus Europa für immer verschwinden.“

Ein guter Grund für das Brabanter Familienunternehmen, die Agritechnica mit einer großen Zahl eigener Ingenieure zu besuchen. „Es gibt uns ein gutes Bild über neue Entwicklungen und Techniken in der Landwirtschaft und im Gartenbau. Natürlich sind wir auf Entwicklungen gespannt, die wir für unsere Spargelerntemaschine (Sparter) nutzen könnten.“

Peter Vermeij ist Botschaftsrat für Landwirtschaft der niederländischen Botschaft in Berlin und begleitet die Delegation. Vermeij wird die Teilnehmer über die neuesten Entwicklungen in der deutschen Landwirtschaft und im Gartenbau informieren und kann dabei eine Brücke zwischen den Unternehmen aus beiden Ländern schlagen.

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