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Niederländischer König eröffnet Zukunftscampus – Brainport Industries Campus

Der niederländische König Willem-Alexander hat am Donnerstagmorgen, den 3. Oktober 2019, den Brainport Industries Campus (BIC) in Eindhoven offiziell eröffnet. Er gilt als Campus der Zukunft und als erster Standort, an dem Hightech-Zulieferer gemeinsam innovieren und produzieren.

Der König erhielt eine Führung von Ferdinand Gremmen (SDK Vastgoed/VolkerWessels) und Campusdirektor Erik Veurink. Der König besuchte KMWE, Summa College und das Fieldlab Flexible Manufacturing. Nach dem Rundgang begann das offizielle Programm.

Mit dem Kommen von rund 1.500 BIC-Mitarbeitern, BIC-Studenten und vielen geladenen Gästen aus dem In- und Ausland bot der in einer der großen Hallen geschaffene Saal ein besonderes Setting. Der König aktivierte einen Hightech-Roboter, der anschließend einer Münze den letzten Schliff gab. Am Ende des Morgens setzte der König diese Münze in ein Werk des Eindhovener Künstlers Juul Rameau ein, wodurch die Eröffnung offiziell wurde. Die Eröffnung wird in den Niederlanden als wichtiger Meilenstein für die Hightech-Fertigungsindustrie betrachtet.

Der Grund für den Aufbau des BIC liegt darin, dass sich die traditionelle Lieferkette schnell in ein Netzwerk von strategischen Lieferanten verändert. Die Zusammensetzung dieses Netzwerks und seine räumliche Nähe werden immer wichtiger.

Nationale und internationale OEMs (Original Equipment Manufacturers) konzentrierten sich ursprünglich auf die Entwicklung und Produktion von Halbfabrikaten und Produkten für Dritte. Nach und nach haben diese Unternehmen jedoch begonnen, sich immer mehr auf andere Teile der Lieferkette zu konzentrieren. Mit weitreichenden Folgen.

Komplexere Produktion erfordert maximale Flexibilität

Hightech-Marken und Unternehmen sind bei der Herstellung ihrer Produkte und Systeme zunehmend von ihren Zulieferern abhängig. Außerdem werden diese strategischen Zulieferer in einem immer früheren Stadium in die Entwicklung, das Design und das Engineering ihrer neuen Produkte einbezogen. Neben der räumlichen Nähe ist der Zugang zu einem weltweiten Netzwerk von Top-Playern von enormer Bedeutung.

Die Zeit, die notwendig ist, um Produkte auf den Markt zu bringen sowie und die Lebensdauer dieser Produkte werden immer kürzer. Dadurch werden immer kleinere und komplexere Serien produziert (hoher Mischungsgrad, geringes Volumen, hohe Komplexität). Hinzu kommen die immer höheren Anforderungen an Nachhaltigkeit und Energieverbrauch. Diese Kombination von Faktoren erfordert eine zunehmende Flexibilität der Lieferanten in einer Lieferkette.

Zusammenarbeiten, um Chancen zu nutzen

Technologische und wirtschaftliche Entwicklungen erfordern innovative Produktionslösungen. Sie fordern alternative Möglichkeiten, um innerhalb der Lieferkette so effektiv und effizient wie möglich zusammenzuarbeiten.

Denn die Entwicklungen sind zu schnell, um individuell aufgegriffen zu werden, und außerdem sind sie für die meisten Marktteilnehmer zu groß. Eine intensive Zusammenarbeit wird daher immer wichtiger und bietet Herausforderungen und Chancen für Technologie, Markt, Menschen und insbesondere neue Formen der Zusammenarbeit.

Die Wiege der Hightech-Fertigungsindustrie

Multinationale Unternehmen wie ASML, Philips, FEI, NXP und Océ nutzen eine wachsende Zahl technischer Zulieferer. Diese spezialisierten Unternehmen arbeiten immer enger zusammen, um komplexe Teile zu entwickeln und herzustellen.

Der Brainport Industries Campus ist der erste Standort, an dem Hightech-Lieferanten sich gemeinsam innovieren und produzieren. Sie teilen hochwertige Einrichtungen wie Reinräume, flexible Produktionsräume, Lagerhallen und moderne Einrichtungen. Gemeinsam präsentieren sie sich ihren (inter)nationalen Kunden. Der Campus ist der ideale Standort für technische Zulieferer, die gemeinsam unternehmen, innovieren und produzieren wollen.

Quadruple Helix

Auf dem Brainport Industries Campus gibt es eine enge Zusammenarbeit innerhalb der sogenannten Quadruple Helix. Auf dem Campus kommen Bildungs- und Wissenseinrichtungen, Unternehmen, Regierung und Bewohner zusammen. Im Mittelpunkt steht nicht nur die Innovation, sondern auch, was Innovation für die Stadt oder die Region bedeuten kann.

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