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Nijdra-Group vom Audiohersteller Sennheiser für Prestigeprojekt ausgewählt

Die Nijdra Group, ein niederländischer Hightech-Zulieferer aus Middenbeemster kann durch ein Prestigeprojekt für den deutschen Audiohersteller Sennheiser weitere deutsche Kunden für sich gewinnen. Robbin van Zanten erzählt, wie es dem Unternehmen gelungen ist, die Deutschen zu überzeugen.

Das deutsche Familienunternehmen Sennheiser aus Wedemark-Wennebostel bei Hannover gilt als einer der weltweit führenden Audiohersteller. Die beiden Geschäftsführer Daniel und Andreas Sennheiser haben daher vor einigen Jahren ein Prestigeprojekt gestartet, um die besten Kopfhörer und Verstärker herzustellen, den HE 1. Hierfür suchte der Hersteller Zulieferer, welche die hohen Qualitätsanforderungen erfüllen konnten.

Gleichzeitig richtete sich die Nijdra Group aus Middenbeemster zunehmend auf den deutschen Markt. Das niederländische Familienunternehmen ist Zulieferer feinmechanischer Präzisionsteile und mechatronischer Module für die Hightech-Industrie und erwirtschaftet inzwischen die Hälfte seines Umsatzes in Deutschland.

Geschäftsführer und Miteigentümer Jeroen Nije sah an einem Wochenende vor einigen Jahren im Discovery Channel die Sendung „How it's Made“. Dort wurde gezeigt, wie Sennheiser die meisten feinmechanischen Teile für Mikrofone im eigenen Haus herstellte. In dem Unternehmen dachte man, das ist ein guter Zeitpunkt, um in Deutschland anzurufen. Daraus ergaben sich eine Reihe von Einzelprojekten.

Sennheiser besucht Middenbeemster

Das änderte sich 2015, als Vertreter von Sennheiser ihre Gespräche auf der Hannover Messe fortsetzten, wo beide Unternehmen seit Jahren unweit voneinander einen Stand haben. Die Deutschen kamen anschließend zu Besuch nach Middenbeemster, sagt Account-Manager Robbin van Zanten von Nijdra. „Das hat sie wirklich überzeugt.“

Dabei war es auch von Vorteil, dass die Niederländer zuvor bereits kleinere Projekte wie bestimmte Knöpfe übernommen haben, sagt Van Zanten. „Für dieses Projekt mussten wir Teile für den Kopfbügel bis hin zu verschiedenen kleinen, mechanischen Teilen herstellen.“

Für dieses Projekt musste Nijdra seine Erfahrung auf dem Gebiet der hochwertigen Zerspanung unter Beweis stellen, um verschiedene mechanische Teile reproduzierbar zu machen. Im Gegensatz zu herkömmlichen Kopfhörern bestehen die Teile dieses Modells aus Aluminiumteilen, die mit einer 5-Achs-Bearbeitung aus Vollmaterial gefräst werden.

Kein Kratzer

Die Deutschen sahen beim Besuch in Middenbeemster, dass die Ingenieure von Nijdra ein eigenes technisches Zentrum im Herzen der Maschinenfabrik haben, um in direktem Kontakt mit den Maschinenbedienern stehen.

Erst nach diesem Besuch beginnt die eigentliche Arbeit. Nijdra erhält die technischen Zeichnungen, die dann intern von den Ingenieuren geprüft werden, woraufhin sie dem Kunden Änderungsvorschläge vorlegen. Können bestimmte Ecken anders ausgeführt werden? „Das Mitdenken, Weiterentwickeln und Optimieren des Produkts, das ist sehr wichtig.“

Erst als Sennheiser grünes Licht gibt, folgt eine Testreihe aus Middenbeemster, die der deutsche Hersteller dann ausführlich testen wird. „Es muss wirklich Spitzenqualität sein, denn viele unserer Teile befinden sich auf der Außenseite der Kopfhörer. Wir lassen die Maschinen besonders leise laufen, es dürfen keine Kratzer entstehen.“

Neue Kunden durch das Sennheiser-Projekt

Dadurch wurde das Prestigeprojekt von Sennheiser zu einer großen Herausforderung für Nijdra. „Man muss unglaublich viele Anforderungen erfüllen.“ Aber Nijdras große Investition in dieses 1,5-jährige Projekt trägt bereits Früchte, weiß Van Zanten. „Rein und allein deshalb, weil wir für Sennheiser arbeiten, gewinnen wir auch andere Kunden. Sie sagen, wenn Sennheiser mit ihnen zufrieden ist, dann wissen wir genug.“

Schönes Gerede hilft dann nicht mehr, sagt er. „Sie stellen einen wirklich auf die Probe und lassen sich nur von dem überzeugen, was man schließlich auf den Tisch legt.

Die Zusammenarbeit gibt Van Zanten Mut für die nächste Hannover Messe. „Auch in diesem Jahr wird Sennheiser uns besuchen. Das erhält eine eine gemeinsame Tasse Kaffee einen besonderen Status.“ Nijdra möchte gerne zeigen, dass man in der Zwischenzeit nicht stillgesessen hat, sagt er. „Wir haben in neue Maschinen investiert, viele Maschinen sind automatisiert und wir haben neue Roboter. Dies bietet neue Möglichkeiten für zukünftige Projekte.“

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