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Nord-Westfalen und die Niederlande wollen die Wettbewerbsposition der Grenzregion stärken

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Die Wirtschaftsbeziehungen zwischen den Ost-Niederlanden und Nord-Westfalen sollen in den nächsten Jahren systematisch gestärkt werden. Eine offizielle Absichtserklärung mit diesem Ziel unterzeichneten 18. Mai in der IHK in Münster die regionale Entwicklungsagentur Oost-NL, das Twente Board und die IHK Nord Westfalen.

Die drei Organisation wollen „noch intensiver und strategischer als bisher zusammenarbeiten“, um die Wettbewerbsfähigkeit der Grenzregion mit den Provinzen Overijssel und Gelderland sowie dem Münsterland und der Emscher-Lippe-Region zu steigern.

IHK-Präsident Dr. Benedikt Hüffer und IHK-Hauptgeschäftsführer Dr. Fritz Jaeckel begrüßten zur Unterzeichnung Wendy de Jong (Geschäftsführerin von Oost NL) und Wim Boomkamp (Geschäftsführer des Twente Board). Die Partner betonten, dass die deutsch-niederländische Grenze kein Hindernis für wirtschaftliche Beziehungen darstellen dürfe. Als Unterstützer unterzeichneten Onno van Veldhuizen (Bürgermeister der Stadt Enschede) und Thomas Banasiewicz (Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer Münster). Vorab als Unterstützer unterzeichnet hatten Münsters Oberbürgermeister Markus Lewe und EUREGIO-Präsident Rob Welten.

Die Idee für die Absichtserklärung entstand bei einem Besuch des Twente-Vorstandsvorsitzenden Wim Boomkamp und des Bürgermeisters der Stadt Enschede, Onno van Veldhuizen, in Münster. Als beratendes Gremium für die regionale Wirtschaftsstruktur, mit Vertretern aus Politik, Bildung und Wirtschaft, ist Twente Board ein wichtiger Partner für die IHK Nord Westfalen. Oost NL, die Entwicklungsagentur für Overijssel und Gelderland, war bereits aktiv an grenzüberschreitenden Projekten im Münsterland beteiligt und wurde daher eingeladen, an dieser Initiative teilzunehmen. Die Absichtserklärung wird von der Euregio, Handwerkskammer Münster und den Partnerstädten Enschede und Münster unterstützt.

Grenzüberschreitenden Handel zu fördern

Oost NL, Twente Board und IHK Nord Westfalen wollen unter anderem gemeinsame Veranstaltungen und Projekte entwickeln, um den grenzüberschreitenden Handel zu fördern. Ein Beispiel für ein Projekt, das bereits eine grenzüberschreitende Zielgruppe hat, ist der Digital Summit Euregio, der am 19. Mai online mit über 500 Teilnehmern läuft. Er wird gemeinsam von der IHK und Oost NL organisiert und bringt Unternehmen und Forscher im Bereich IT und Digitalisierung zusammen. Auf der Tagesordnung steht auch eine Untersuchung der Möglichkeiten, gemeinsam externe Fördermittel in die Region zu bringen.

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Foto: Unterzeichneten die Absichtserklärung (v. l. vorne): Wendy de Jong (Geschäftsführerin von Oost NL), Onno van Veldhuizen (Bürgermeister der Stadt Enschede), IHK-Präsident Dr. Benedikt Hüffer und Wim Boomkamp (Geschäftsführer des Twente Board).

Deutsch-niederländische Zusammenarbeit in Zahlen

  • Für Nordrhein-Westfalen sind die Niederlande Handelspartner Nummer eins. Das gilt für Import und Export.
  • 1.600 Personen mit Wohnsitz in den Niederlanden arbeiten in Nord-Westfalen, davon die meisten in Gronau, Bocholt und Ahaus.
  • Unternehmen aus dem IHK-Bezirk Nord Westfalen haben insgesamt 90 Tochtergesellschaften in den Niederlanden.
  • 800 Unternehmen in Nord-Westfalen haben einen niederländischen Gesellschafter mit direkter Beteiligung von mehr als 50 Prozent.

Oost NL

Oost NL ist die Entwicklungsagentur für den östlichen Teil der Niederlande. „Im Auftrag des Ministeriums für Wirtschaft und Klimawandel und der Provinzen Overijssel und Gelderland stärken wir die regionale Wirtschaft.“

Twente

Die Region Twente liegt in der niederländischen Provinz Overijssel. Das Twente Board ist eine Triple-Helix-Zusammenarbeit zwischen Regierung, Bildung und Unternehmern in Twente und steht für die Stärkung der breiten Wirtschaft in Twente.

IHK Nord Westfalen

Die IHK Nord Westfalen ist mit rund 160.000 Mitgliedsunternehmen eine der größten Industrie- und Handelskammern Deutschlands. Als Körperschaft des öffentlichen Rechts fördert sie die gewerbliche Wirtschaft in der Emscher-Lippe-Region und im Münsterland. Sie vertritt deren Gesamtinteresse gegenüber dem Staat und der Politik, engagiert sich für optimale Standortbedingungen im deutschen und europäischen Wettbewerb und nimmt anstelle des Staates hoheitliche Aufgaben wahr.