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Technik für LKW-Platooning bereit für den Straßenverkehr

Das niederländische EcoTwin-Konsortium aus TNO, DAF, NXP und Ricardo hat technisch nachgewiesen, dass LKW-Platooning auf öffentlichen Straßen eingesetzt werden kann. Die Technik ermöglicht es, in Gruppen von mindestens drei Lkw im Abstand von 0,3 Sekunden automatisch und mittels Datenkommunikation untereinander, sicher zu fahren. Mit diesem Meilenstein ist Platooning bereit, gemeinsam von LKW-Herstellern, Dienstleistern, Wissenschaftlern, Regierungen und Versicherungen auf öffentlichen Straßen getestet zu werden.

LKW-Platooning hat klare Vorteile: Kraftstoffeinsparungen, Verringerung der CO2-Emissionen, höhere Verkehrssicherheit sowie ein besserer Verkehrsfluss. Außerdem ermöglicht es auch neue Business Cases, um Logistikprozesse effizient einzusetzen und damit Kosten zu sparen.

Die heutige Logistik und der Straßenverkehr erfordern eine innovative, sichere und intelligente Art des Gütertransports. Europa ist mit LKW-Platooning weltweit führend. TNO und Rijkswaterstaat, die niederländische Straßenverkehrs- und Wasserbaubehörde, haben im April 2016 die Vision „LKW-Platooning 2025“ entwickelt. Die Konsultation mit fünfzehn verschiedenen Interessengruppen aus dem europäischen LKW-Platooning-Netzwerk hat zu einer klaren Zukunftsvision geführt. Die Partner von EcoTwin halten die Zeit jetzt für reif, diese Vision in die Praxis umzusetzen.

Die Zukunft des LKW-Platooning

Beim LKW-Platooning fahren LKW mit einer speziell entwickelten Technologie für automatisiertes Fahren in geringem Abstand hintereinander. Im Innovationsprojekt EcoTwin von TNO, DAF, NXP und Ricardo wurde ein großer Schritt in der Art und Weise gemacht, wie Fahrzeuge miteinander kommunizieren, wie sie auf die Sensoren (Radar, Kameras und Fahrzeug-Fahrzeug-Kommunikation „V2V“) reagieren und auf welche Weise die Fahrzeug- und Platooning-Steuerung miteinander verbunden ist. Der Abstand zwischen den LKW kann auf 0,3 Sekunden begrenzt werden, ohne dabei die Sicherheit der Fahrer und des restlichen Verkehrs zu gefährden.

Daan de Cloe, Director Mobility & Logistics bei TNO: „Der Folgeabstand ist inzwischen so gering geworden, dass das Platooning-System alle Entscheidungen treffen muss und dazu auch in der Lage ist, wenn etwas Abweichendes passiert. Um das volle Potenzial der LKW auszuschöpfen, ist es unerlässlich, mindestens den minimalen Folgeabstand einzuhalten und gleichzeitig Komfort und Sicherheit unter allen Umständen zu gewährleisten. Dass dies möglich ist, hat die Kooperation mit EcoTwin erfolgreich bewiesen, wodurch alle Partner die nächsten Schritte bei der Umsetzung dieses innovativen Logistikkonzepts auf öffentlichen Straßenimplementierung angehen können. Wir wollen gemeinsam mit den verschiedenen Partnern sicherstellen, dass es bis 2020 technologisch und rechtlich möglich sein wird, LKW-Platooning in großem Maßstab einzusetzen.“

PPS-Zuschlag

Ein Teil der Mittel für dieses Projekt kommt aus der Industrie. Darüber hinaus können die Organisationen mit einem PPP-Zuschuss rechnen. Mit dieser Förderung ermutigt die Regierung Industrie und Forschungseinrichtungen, gemeinsam zu forschen. Für den Hightech-Sektor ist Holland High Tech (auch bekannt als TKI HTSM) für die Umsetzung dieses Programms verantwortlich. Die Förderung bedeutet, dass die Regierung dieses Projekt finanziell in Höhe von 25 % des Budgets unterstützt, das die Industrieparteien gemeinsam beitragen.

Bild: Ecotwin nimmt an der europäischen Truck Platooning Challenge 2016 teil, Copyright DAF

Text: Dieser Text wurde mit Erlaubnis von TNO.nl übernommen.

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