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VR-Technologie für KMU unerreichbar? Diese Unternehmen ändern das

Unter den aufmerksamen Augen von über 150 Teilnehmern wurde der Industrial Reality Hub offiziell als Fieldlab anerkannt. Die Ernennung fand in einer interaktiven VR-Session statt. Das Ziel der Veranstaltung bestand darin, die verschiedenen Kompetenzen und Ziele des IR-Hubs öffentlich zu machen. In insgesamt 10 Vorführungen zum Thema VR und AR konnten die Teilnehmer mehr über die AR-/VR-Anwendungen und Einsatzmöglichkeiten erfahren.

Der Industrial Reality Hub ist ein einzigartiger Kooperationsverband zwischen den Unternehmen Controllab, OVSoftware, SeriousVR, Recreate, Twinsense360, Xsens, The Virtual Dutch Men, Benchmark Electronics, Demcon-Nymus3D und dem VR-Lab der Universität Twente, unter Leitung der Entwicklungsagentur für die Ost-Niederlande „Oost NL“.

Gemeinsam bieten diese Hub-Partner alle technologischen Kompetenzen im Bereich Augmented und Virtual Reality, die für die Durchführung von Prozessinnovationen erforderlich sind. „Augmented und Virtual Reality ermöglichen es, die Welt auf andere Weise zu entdecken“, so Christian Kleijn, der als Geschäftsführer des Unternehmens Controllab den Vorsitz des Industrial Reality Hub innehat. „Mit verschiedenen spezialisierten Unternehmen haben wir zielbewusst alle Kräfte vereint um Augmented und Virtual Reality in den Bereichen Industrie, Bau und Gesundheitswesen effektiv einsetzen zu können. Als IR-Hub wollen wir die Privatwirtschaft dazu herausfordern, Ihre Probleme und Fragen mit uns zu teilen, damit wir mit unserer Expertise passende Lösungen suchen können.“

Brücke zwischen den Niederlanden und Deutschland

Passend zu den Kompetenzen des IR-Hubs, hat Willem Offerhaus, Vorsitzender des Beirates Smart Industry, den Fieldlab-Status in einer Virtual Reality-Session verliehen. „Wir wollen die Niederlande als Innovationsland international positionieren. Die Bündelung von Wissen und Expertise im Bereich Augmented und Virtual Reality in einem Konsortium, das aus spezialisierten Unternehmen und einer Forschungseinrichtung besteht, trägt zur Beschleunigung der technologischen Entwicklung bei. Hiermit steigen die Chancen, dass die Ost-Niederlande als AR-/VR-Hotspot internationale Anerkennung finden. Der IR-Hub ist sowohl in den Niederlanden als in Europa einzigartig und ein Unterscheidungsmerkmal. Die Region Ost-Niederlande bildet dabei die Brücke zwischen den Niederlanden und Deutschland.“

Auch Sander Karnebeek von der Provinz Overijssel weist auf die Bedeutung des „Industrial Reality Hub“ hin. „Als Provinz tragen wir die Verantwortung dafür, die Zukunft der regionalen Wirtschaft zu sichern. Der Industrial Reality Hub trägt zur Stärkung des Innovationspotentials der Region bei und ist ein gutes Beispiel dafür, wie Kräfte und Expertise in einem Konsortium vereint werden können.“

Robbert Jan Kooij, Projektmanager Tech bei Oost NL und außerdem Hauptentwickler des IR-Hubs, weist darauf hin, dass der Hub vor allem als eine unternehmensgetriebene Initiative zu betrachten ist. Dabei steht die Entwicklung von Business Cases im Mittelpunkt. „In den Niederlanden bekommen wir im Bereich Entertainment internationale Anerkennung für AR/VR, aber noch nicht auf dem Gebiet der AR-/VR-Anwendungen für die Industrie. Der Industrial Reality Hub konzentriert sich primär auf die Entwicklung komplexer Innovationsprojekte.“

Nach Ende der lebhaften Diskussion, wurden die Mitglieder des Panels aufgefordert, ein VR-Headset aufzusetzen. Das Gespräch wurde anschließend in einer virtuellen Umgebung fortgeführt. In einem 360-Grad-Rundgang wurden die Hub-Partner und deren Standorte vorgestellt. Vier Puzzleteile in den Farben des Smart Industry-Programmes, welche die eingeladenen Gesprächspartner symbolisierten, schwebten in der Luft, bis sie sich zu einem bestimmten Zeitpunkt virtuell vereinten; der Industrial Reality Hub ist jetzt offiziell ein Fieldlab.

Mixed Reality treibt die Digitalisierung voran

Der Gastredner auf der Veranstaltung war Martin Trion von Microsoft. Er präsentierte die Hololens 2 und stellte fest, dass der weltweite Markt für die geschäftliche Nutzung von AR/VR insgesamt ein Volumen von 64 Milliarden Euro hat. „IBM brachte den Personalcomputer auf den Markt. Mixed Reality treibt die Digitalisierung voran, wobei der Geschäftsmarkt am interessantesten ist. Augmented und Virtual Reality spielen als Technologie eine wichtige Rolle bei der Erfassung und Erschließung von Daten und Informationsflüssen. Der Industrial Reality Hub verfügt über die notwendigen Kompetenzen, die es ermöglichen, intelligent mit großen und gleichzeitig heterogenen Datenmengen umzugehen.“

Handlungsaufruf

Ein wichtiger Programmteil waren die Workshops. Die Besucher der Veranstaltung konnten sich für insgesamt drei verschiedene Vorträge anmelden. Im Vortrag „New Business Models“ gingen die Unternehmen SeriousVR und The Virtual Dutch Men darauf ein, welche neuen Geschäftsmodelle mit AR/VR zusammenhängen. Im Vortrag „Virtual Industry“ wurden von Controllab, Twinsense360, Nymus360 und die Universität Twente die verschiedenen Möglichkeiten von AR/VR im Bereich industrieller Fertigung und Entwicklung diskutiert. In dem Workshop zum Thema „Future Skills“ haben die Unternehmen Xsens, Recreate und OVSoftware einige AR-/VR-Anwendungen präsentiert, die sich für die Ausbildung, Unterstützung und Training von Mitarbeitern eignen.

Die erfolgreiche Auftaktveranstaltung wurde mit einem klaren Handlungsaufruf abgeschlossen. Robbert Jan Kooij: „Die Partner des Industrial Reality Hubs erhalten gerne kurzfristig konkrete Fragestellungen, mit denen sie sich im Fieldlab experimentell auseinandersetzen können. Dazu stellt der IR-Hub einen Quickscan zur Verfügung."

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