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Warum die bayerische Automobilindustrie bei Innovationen mit Nord-Brabant zusammenarbeitet

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Nun, da die weltweite Automobilindustrie vor einigen großen Umbrüchen steht, besuchen sich Unternehmer aus Bayern und dem niederländischen Nord-Brabant gegenseitig. Durch die Einrichtung eines gemeinsamen Innovationsprogramms können Entwicklungen schneller vorangehen.

Die Wirtschaftsförderung von Brabant hat in Zusammenarbeit mit dem Cluster RAI Automotive NL und dem Generalkonsulat des Königreichs der Niederlande in München eine Delegationsreise niederländischer Firmen mit dem Schwerpunkt Automotive Supply Chain nach Bayern organisiert.

Themenschwerpunkt der Reise war dabei der Übergang vom klassischen Verbrenner zu Fahrzeugen mit alternativen Antrieben, der sich auf die gesamte Zuliefererkette der Automobilindustrie auswirkt.

Die Firma Continental Automotive und das E-Mobilitätscluster Regensburg luden in den Ratskeller nach Regensburg ein. Dort konnte im informellen Rahmen gepitcht und über anstehende Themen diskutiert werden.

Am darauffolgenden Tag hatten die Teilnehmer der Delegationsreise dann die Möglichkeit sich einen ganzen Tag lang bei der Firma Continental Automotive über Industrie 4.0 sowie den Stand beim Thema E-Mobilität zu informieren. Eine geführte Werksbesichtigung rundete den Tag ab.

Die niederländische Delegation bestand aus den folgenden Unternehmen: Alligator Plastics, BlueTea, EKK Eagle Simrax, IHI Hauzer Technocoating, Metafas, Nimbus Technologies, Port of Rotterdam, Proven Concepts, Spike Technologies, VDL Parree und Witcom Engineering Plastics.

Leichte Materialen, intelligente Produktionssysteme und Infrastruktur

Jean Pierre Heijster vom Branchenverband RAI Automotive NL reiste als Mitveranstalter mit und blickt sehr positiv auf den Besuch zurück. „Wir können einander inspirieren und schauen, welche konkreten Schritte wir unternehmen können, um enger zusammenzuarbeiten.“

Der Manager für Manufacturing & Materials in dem Branchenverband sieht die großen Herausforderungen vor denen die Automobilindustrie weltweit steht. Der Übergang zu Fahrzeugen mit wenigen oder gar keinen Abgasen war während des Besuchs ein wichtiges Thema. „Wir sind davon überzeugt, dass wir der deutschen Industrie interessante Lösungen bieten können.“

Die niederländische Automobilbranche ist bereits besonders eng mit der deutschen Industrie verbunden. „Gut 45 % unserer Exporte gehen nach Deutschland.“ Der Übergang auf andere Antriebssysteme hat starke Auswirkungen auf die Entwicklung und Produktion von Fahrzeugen. Und die niederländische Branche kann dabei eine große Rolle spielen, sagt Heijster. „Man benötigt leichtere und haltbarere Materialien, um sparsamer zu fahren. Damit haben wir viel Erfahrung.“

Auch bei der Einrichtung neuer Produktionssystem sind die Niederlande stark, erzählt Heijster. „Darüber hinaus zählen wir in Europa zu den Spitzenreitern bei der Ladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge. Diese Kenntnisse und dieses Fachwissen können wir teilen.“

Gemeinsame Innovationen

Und für den Übergang haben die Niederlande gute Karten, sagt er. „Anders als Deutschland haben die Niederlande keine großen Automarken und relativ wenige TIER-1-Zulieferer.“ Die Niederlande haben vor allem Zulieferer der Kategorien TIER 2, 3 und 4. „Wir sind nicht an große Hersteller gebunden. Gleichzeitig sind wir gerade bei den Lieferanten stark, die ein OEM und Tier-1-Zulieferer für Innovationen benötigt.“

Die niederländischen Delegationsteilnehmer haben die bayerischen Unternehmen ausgiebig kennengelernt. Hinter den Kulissen wird nun an einer engeren Zusammenarbeit gearbeitet, erzählt Heijster. „Anfang nächsten Jahres testen wir gemeinsam mit Continental, wie wir ein Co-Innovationsprogramm ins Leben rufen können. Wir haben ein sehr gutes Gefühl dabei!“

Unter der Leitung des niederländischen Generalkonsulats in München wir jetzt eine mehrjährige, öffentlich-private Zusammenarbeit zwischen Deutschland und den Niederlanden zum Thema „nachhaltige Mobilität“ entwickelt.

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