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Wie dieses Abrissunternehmen durch Hightech weltweit Kunden gewinnen konnte

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Abrissarbeiten können Präzisionsarbeiten sein. Mit Hightech-Lösungen baut dieses Demontageunternehmen einen Kundenstamm in der ganzen Welt auf.

Das Abrissunternehmen DDM aus De Meern arbeitet weltweit als Spezialist für komplexe Teilabrisse in industriellen Umgebungen, die sich häufig noch in Betrieb befinden. Spezialarbeiten, die eine spezielle Ausrüstung erfordern. Daher investierte DDM vor zwei Jahren in eine Echidna-Säge, die an einen Midi-Kran angebaut werden kann.

Die Bezeichnung Abrissunternehmen kommt im Büro von DDM nicht ganz so gut an. Mitarbeiter Jorn Vermeer: „Abriss klingt immer ein wenig respektlos. Wir sind vielmehr ein Demontageunternehmen. Sorgfältige, kontrollierte und sichere Demontage von Anlagen in der chemischen und petrochemischen Industrie, das ist unser Job. Der Abriss ganzer Gebäude, eher der traditionelle Abriss, macht nur einen kleinen Teil davon aus.“

Familienunternehmen mit beeindruckender Erfolgsgeschichte

DDM ist ein Familienunternehmen, das in den letzten 30 Jahren vom Eigentümer Theo Velis aufgebaut wurde und über eine beeindruckende Erfolgsgeschichte mit großen internationalen Kunden, wie den bekannten Ölraffinerien und Chemieriesen, verfügt.

Nach den Niederlanden kamen schon schnell Deutschland und Belgien hinzu. Später folgten weitere europäische Aufträge. Als sich das Unternehmen in diesem Bereich einen Namen aufgebaut hatte, fragten die oftmals weltweit etablierten Kunden DDM auch nach Werksverlagerungen oder Demontageprojekte auf anderen Kontinenten.

Inzwischen ist DDM weltweit tätig und hat sechs eigene Niederlassungen bis hin nach Asien und den Nahen Osten. Täglich sind 200 teils angestellte und teils beauftragte freie Mitarbeiter für DDM tätig und das fast immer mit eigener Ausrüstung.

Echidna-Säge mit Schnellkupplung für einen 8-Tonnen-Midi-Kran

Vor zwei Jahren suchte DDM nach einer Möglichkeit, ein Fundament völlig erschütterungsfrei herauszubrechen. Ein Hammer oder sogar ein Brecher kam angesichts der strengen Anforderungen nicht in Frage. Das Zersägen in Stücke und das Herausheben der losen Teile stellt sich als die einzige Lösung heraus. Aber wie geht man dabei vor?

Um diese Aufgabe sicher auszuführen, entschied sich DDM die Echidna-Säge einzusetzen. Diese hängt in der Schnellkupplung eines 8-Tonnen-Midi-Krans. Auf diese Weise sind keine manuellen Arbeiten erforderlich und der Maschinenführer sitzt sicher in seiner Kabine. Ausgerüstet mit einer 4 Millimeter dicken wassergekühlten Diamantscheibe wurde der erste Auftrag erfolgreich abgeschlossen. Seitdem setzt DDM die Säge regelmäßig ein, auch mit einer Schleifscheibe für Stahl. Dank des Transportbocks kann die Säge bequem überallhin mitgenommen werden.

Um mit der Säge arbeiten zu können, ist ein guter Maschinenführer erforderlich

Ein guter Maschinenführer ist eine Voraussetzung, um mit der Säge arbeiten zu können, denn dazu ist eine bestimmte Technik erforderlich. Die einen Zentimeter dicke Schleifscheibe ist empfindlich. Ein zu hartes Ansetzen oder eine Seitwärtsbewegung kann zu Schäden führen. Zu viel Druck auf das Sägeblatt kann weniger Schaden anrichten, dann würgt die Schleifscheibe die Hydraulik von selbst ab.

Die Säge läuft mit Hilfe eines Hydraulikmotors, der einen Durchfluss von 100 l/min für die Schleifscheiben und 90 l/min für die kleine Diamantscheibe benötigt. Dadurch können Sie die Drehzahl je nach Durchmesser der Scheiben variieren. Die Diamantscheibe befestigten Sie mit fünf M10-Bolzen auf der Schleifwelle, Mitnehmer verhindern, dass das Blatt verrutscht. Bei Schleifscheiben funktioniert es anders: diese werden einfach zwischen zwei Flansche eingespannt.

Windradrotorblätter durchsägen oder Teppichrollen

Die Lebensdauer der Scheiben hängt stark von der Anwendung ab. Nach Angaben des Anbieters ist es schwierig, dazu etwas zu sagen. In den Niederlanden laufen derzeit vier Sägen. Es ist ein Nischenmarkt. Tristan Vierbergen vom Lieferanten Arvi sieht, dass die Sägen anderenorts in Europa neben dem Sägen von Beton und Stahl auch für verschiedene andere Zwecke eingesetzt werden.

„In Deutschland werden damit Rotorblätter von Windrädern zum Recycling zersägt. Auch Teppichrollen könnten damit zerkleinert werden, damit diese besser in den Schredder passen. In Skandinavien sägt man damit durch den Permafrostboden.“

An diesem Beitrag haben mitgewirkt:

  • Produktion: Emma van Harten und Leandra Marzluff
  • Partnerships: Derk Marseille
  • Redaktion: Bertus Bouwman und Peter Oehmen (sprachliche Adaption)

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