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Wie ein Cobot für ein mittelständisches Produktionsunternehmen zugänglich wird

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Viele KMU kämpfen mit der Frage, wie sie die Robotisierung in ihren Unternehmen finanzieren können. Dieses niederländische Ausbildungsinstitut hat eine besondere Methode entwickelt, mit der ein Cobot trotzdem angeschafft werden kann.

In vielen KMU könnte ein Roboter einen Teil des Produktionsprozesses übernehmen. Diese Automatisierung erweist sich jedoch oft als viel zu teuer und damit unerreichbar.

Im Gegensatz zu einem Roboter muss ein sogenannter Cobot nicht in einem geschützten Raum arbeiten. Der Name Cobot ist die Abkürzung von „collaborative robot“, ein Roboter, körperlich schwere oder lästige Arbeiten von Mitarbeitern übernehmen kann.

Cobot wird für KMU zugänglich

Das Centrum voor Innovatief Vakmanschap Oost-Nederland (CIVON wurde von Industrieunternehmen aus den Ostniederlanden gefragt, ob es bei dieser Automatisierungsfrage helfen könnte, sagt Projektleiter Johan de Jonge. „Der Preis für einen Cobot ist drastisch gesunken. Vor fünfzehn Jahren kostete er 100.000 Euro, jetzt bekommen Sie für 25.000 Euro Sie schon einen sehr guten."

Dadurch wird der Cobot für KMU interessant, sagt er. „Und man sieht zum Beispiel auf Messen, wie der Hannover Messe, sehr schöne Exemplare. Aber dann wissen Sie als Unternehmer immer noch nicht genau, wie Sie sie in Ihrem Unternehmen im bestehenden Produktionsprozess einsetzen können.“

Der Vorteil von Cobots gegenüber Robotern besteht darin, dass sie einfacher in der Produktion einzusetzen sind. „Sie richten sich auf die Arbeit mit Menschen“, sagt de Jonge. „Als die Nachfrage unter den Unternehmen so groß war, beschlossen wir, zwei anzuschaffen, um damit zu experimentieren.“

Mit dem Cobot-Pool lernen Unternehmen gemeinsam, wie es funktioniert

Zu diesem Zweck hat CIVON das Cobot-Pool-Programm entwickelt, einen Pool von Cobots, auf den verschiedene Unternehmen zurückgreifen können. „Wenn Sie teilnehmen, bedeutet das, dass die Mitarbeiter Ihres Unternehmens zusammen mit einigen Studenten für die Bedienung des Cobots geschult werden.“

Dadurch sitzen ältere Mitarbeiter neben Technikstudenten wieder in der Schule. „Auf diese Weise wird sichergestellt, dass jeder über das gleiche Wissen verfügt. Wenn der Student bald nach seinem Praktikum ausscheidet, wird das Wissen damit nicht aus Ihrem Unternehmen verschwinden.“

Nach der 15-wöchigen Schulung kommen die Cobots zusammen mit den Studenten ins Unternehmen, um zu testen, wie sie am Besten im Produktionsprozess eingesetzt werden können. „Nach dieser Testphase können Unternehmer wählen, ob sie einen Cobot anschaffen wollen. Auch die teilnehmenden Unternehmen kommen zusammen und unterstützen sich gegenseitig dabei voranzukommen. Auf diese Weise kann sich das Wissen viel schneller verbreiten.“

Effizientere Personaleinsatz mit Hilfe eines Cobots

Bei einem Hersteller von Befestigungshaken für Heizelemente wurde ein erfolgreiches Projekt durchgeführt. Nach dem Schweißen muss der Maschinenbediener die Haken in einen Rahmen hängen, damit sie beschichtet werden können. „Diese Arbeit kann einen Roboter übernehmen, sie ist für den Bediener körperlich weniger anstrengend.“ Der Cobot verdrängt keine Mitarbeiter, verspricht De Jonge. „Nein, man kann seine Mitarbeiter viel sinnvoller einsetzen.“

Für die teilnehmenden Unternehmen ist es nicht ungewöhnlich, dass andere Unternehmer kommen, um sich ihren Prozess anzusehen, weiß De Jonge. „Das Wachstum des Internets hat den Markt offener gemacht, die Entwicklungen sind viel schneller. Die Zeiten der alten Industrie sind vorbei.“

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