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Wie Siemens gemeinsam mit der Universiteit Twente an der Präzision von Operationen arbeitet

Die Universiteit Twente (UT) und Siemens Healthineers starten ein gemeinsames Forschungs- und Bildungsprogramm, wodurch Medizinexperten in Zukunft viel genauer und erfolgreicher bild- und robotergesteuerte Operationen durchführen können. Mit intelligenteren und genaueren Operationstechniken können mehr Patienten besser behandelt werden und gleichzeitig steigt die Effizienz und Qualität der Patientenpflege.

Remke Burie, Geschäftsführer des Technisch-Medizinischen Zentrums (UT): „Unser Simulationszentrum ist einzigartig, weil wir die Entwicklung neuer Techniken mit Schulungen für Medizinexperten kombinieren. Das Technisch-Medizinische (TechMed) Zentrum ist ein Inkubator für Mediziner, Medizintechniker und Ingenieure, um gemeinsam an den neuesten Operations- und Behandlungstechniken zu arbeiten.“

Kees Smaling, CEO von Siemens Healthineers Niederlande, nennt die Zusammenarbeit rund um das TechMed Zentrum ein wesentlicher Schritt in der jahrelangen guten Zusammenarbeit mit der UT. „Durch das einzigartige Forschungs- und Bildungsprogramm entstehen neue Einblicke und wir können buchstäblich zusammen an Entwicklungen arbeiten, die dem Patienten zugutekommen. Die Zeiten sind vorbei, in denen man nach Disziplinen getrennt eine neue medizinische Technologie entwickelt. Darüber hinaus bietet die TechMed Academy des Zentrums eine einzigartige Lernumgebung für Medizinexperten. Mit Hilfe von Augmented Reality und Virtual Reality können Sie üben und schneller aus ihren Fehlern lernen. Damit sie diese neuen Techniken bald sicher in einem Krankenhaus anwenden können.“

Patienten profitieren von Hightech

Neue Techniken, wie genaue und personalisierte, minimalinvasive Eingriffe, finden immer breitere Anwendung. Beispiele sind die lokale Chemotherapie bei Krebspatienten und (Ablations-) Therapien innerhalb der Onkologie und Kardiologie.

Patienten profitieren sehr stark von dem Hightech-Ansatz. Die Behandlung verläuft schneller, wodurch die Patienten nur noch kürzere Zeit unter Narkose stehen. Darüber hinaus ist der Blutverlust geringer, weil nur noch kleinere Schnitte notwendig sind. Das fördert eine schnellere Genesung und sorgt für weniger Komplikationen.

Schnelle 3D-Bildgebung

Siemens Healthineers liefert der UT unter anderem ein robotergesteuertes, bildgebendes System für den Schulungsoperationssaal (OP). Damit ist aus jeder Position eine schnelle 3D-Bildgebung des Patienten möglich. Die Bilder des Systems werden zum Beispiel direkt mit neu zu entwickelnden Operationsrobotern gekoppelt. Diese Bilder können ebenfalls genutzt werden, um Katheter, Kapseln und Ähnliches an die richtige Stelle im Körper des Patienten zu navigieren.

Neben diesem robotergesteuerten, bildgebenden System wird gleichzeitig ein MRI-Scanner im TechMed Zentrum aufgestellt. Damit wird untersucht, inwieweit MRI bei bestimmten minimalinvasiven Eingriffen eine größere Rolle spielen kann. Die derzeitigen bildgebenden Systeme, die heute häufig in OPs eingesetzt werden, nutzen noch Röntgenstrahlung. Das hat den Nachteil, dass Sehnen, Muskeln und Nerven weniger gut oder gar nicht wiedergegeben werden können. MRI-Technologie könnte diese Einschränkungen aufheben.

Es ist noch deutlich mehr Forschung erforderlich, wie eine derart komplexe Technik in Verbindung mit neuen navigierten (zum Teil robotischen) Instrumenten bei einem medizinischen Eingriff richtig eingesetzt werden kann. Dazu wird die Zusammenarbeit mit Unternehmen gesucht, die bereits viel Expertise in diesem Bereich aufgetan haben. Im Simulationszentrum des Technisch-Medizinischen Zentrums werden neben dem robotergesteuerten, bildgebenden System und dem MRI viele fortschrittliche Simulatoren für Schulungen eingesetzt. Ebenfalls werden die passendsten Formen von Schulungen und Untersuchungen untersucht sowie Untersuchungen zum optimalen Einsatz dieser neuen Technologien durchgeführt.

www.utwente.nl/en/techmed/

www.siemens-healthineers.nl