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Deutsch-niederländische Zusammenarbeit treibt die Landwirtschaft der Zukunft voran


Am 2. Oktober 2024 trafen sich führende Experten und Unternehmen aus den Niederlanden und Deutschland im City Campus Connect-U in Enschede, um die neuesten Entwicklungen im Bereich Smart Farming zu diskutieren. Das grenzüberschreitende Symposium, organisiert von LIOF, BOM, OOST NL und Horizon Flevoland, rückte technologische Innovationen wie Präzisionslandwirtschaft, Automatisierung und digitale Lösungen in den Fokus, die durch Künstliche Intelligenz (KI) und Robotik ermöglicht werden.

Technologische Innovationen für die Landwirtschaft im Fokus

Im Zentrum der Veranstaltung standen moderne Technologien, die Landwirten helfen sollen, effizienter und nachhaltiger zu arbeiten. „Im Grunde genommen ist der Landwirt sehr interessiert an Technologie. Er ist sehr bereit, sie zu akzeptieren“, erklärt Paul van Zoggel, Senior Researcher Farming Systems an der Universität Wageningen & Research. Dennoch wurde in den letzten Jahren mehr versprochen, als die Technologie halten konnte. „Gleichzeitig sieht der Landwirt, dass die Politik es ihm erschwert, Landwirtschaft zu betreiben. Deshalb sieht er Smart Farming als Lösung, um zu zeigen: ‚Ich bin auch nachhaltig, bleibe bestehen und es gibt ein Zukunftsmodell für die Landwirtschaft in dieser Region.‘ „

Durch den Einsatz von KI und Robotik können landwirtschaftliche Prozesse effizienter gestaltet werden, was zu einer präziseren und ressourcenschonenderen Bewirtschaftung führt. Diese Technologien spielen eine Schlüsselrolle bei der Bewältigung globaler Herausforderungen in der Nahrungsmittelproduktion. Mireille van Hilten, Senior Researcher Digitalisierung der Agrar- und Ernährungswirtschaft an der Wageningen University & Research, betont: „Wir sollten uns bewusst werden, dass immer mehr Künstliche Intelligenz Teil von Innovationen sein wird und damit in allen Technologien präsenter wird.“

Grenzüberschreitende Zusammenarbeit als Erfolgsfaktor

Ein wesentlicher Punkt des Symposiums war die enge Zusammenarbeit zwischen niederländischen und deutschen Akteuren im Bereich Smart Farming. „Die Universität Twente liegt direkt an der Grenze zu Deutschland. Diese Nähe ermöglicht es uns, das Beste aus beiden Ländern zu kombinieren.“, so Joschka Hüllmann, Assistenzprofessor für High-Tech Business und Entrepreneurship an der Universität Twente.

Auch Lanny Roest von LIOF unterstreicht die Bedeutung dieser grenzüberschreitenden Kooperation: „Wir versuchen, die Verbindungen zwischen den vier niederländischen Regionen und der deutschen Region zu stärken, um die Zusammenarbeit zwischen Technologieunternehmen, Forschungsinstituten und Landwirten zu fördern. Unser Ziel ist es, ein nachhaltiges landwirtschaftliches Ökosystem aufzubauen.“

Herausforderungen und Lösungen für die moderne Landwirtschaft

Trotz des technologischen Fortschritts bleibt die breite Einführung von Smart Farming-Technologien eine Herausforderung. Die hohen Investitionskosten schrecken viele Landwirte ab. Rodja Trappe, Geschäftsführer von Zauberzeug, erklärt: „Die Schwierigkeit beim Einführen von neuen Systemen ist, wann der Return on Investment kommt. Wir sehen uns in der Lage, Landwirten zu helfen, die mit kleinen Feldern anfangen. Durch den Bau günstiger und hochwertiger Roboter bauen ermöglichen wir das.“

„Das Geld, das man in diese Technologie investiert, muss sich in der täglichen Arbeit wieder einspielen.“, betont Stefan Stiene, Professor für Intelligente Agrarsysteme an der Fachhochschule Osnabrück. In Osnabrück betreibt man ein Co-Creation-Modell, bei dem Testhöfe im Umfeld eingebunden werden, um die Technologien gemeinsam weiterzuentwickeln.

Zukunftsperspektiven: Investitionen und Wachstum

Die Finanzierung von Smart Farming-Projekten war ein zentrales Diskussionsthema. Öffentliche Fördermittel und private Investitionen sind notwendig, um technologische Innovationen zu unterstützen und in die Praxis umzusetzen. Enge Kooperationen zwischen Forschung, Industrie und Politik sind der Schlüssel, um die Landwirtschaft langfristig zu transformieren und den Fortschritt im Agrarsektor voranzutreiben.

Die deutsch-niederländische Partnerschaft bildet eine solide Basis, um die Landwirtschaft der Zukunft nachhaltig und innovativ zu gestalten.

Bild: lamyai von Getty Images via Canva.com

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