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LED-Beleuchtung als Schlüsseltechnologie für die Logistikbranche


Wie modernisiert man ein 40 Jahre altes Logistikzentrum in puncto Energieverbrauch und Beleuchtung? Diese Herausforderung stellte sich vor zwei Jahren dem FME-Mitgliedsunternehmen Trilux im 13.000 m² großen Lager von Remia in Soesterberg. Für die Renovierung dieser Logistikhalle entwickelte Trilux eine innovative LED-Beleuchtungslösung, die auch zukünftige technologische Entwicklungen unterstützt.

Im Nedcargo-Lager in Soesterberg werden sämtliche Soßen von Remia gelagert und weltweit vertrieben. Das 2022 umfassend renovierte Gebäude behielt nur seine ursprüngliche Hülle. Die gesamte technische Ausstattung, einschließlich der Beleuchtung und der automatisierten Kommissioniersysteme, sind jetzt auf dem neuesten Stand.

„Wir wollten eine zukunftssichere Lösung schaffen“, erklärt Jurgen Mook, CEO der Nedcargo Logistics Group. „Das Gebäude ist zwar 40 Jahre alt, doch wir planen, es noch lange zu nutzen. Deshalb haben wir umfangreiche Anpassungen vorgenommen, die skalierbar und anpassungsfähig sind. Die neue Beleuchtung bietet uns optimale Möglichkeiten für die benötigte Konnektivität und macht es möglich, künftige Technologien in unsere Abläufe zu integrieren.“

Effiziente Planung und LED-Beleuchtung in Zonen

Um das Lager möglichst effizient auszuleuchten, arbeiteten die Lichtplaner von Trilux anhand digitaler Pläne. „Bei Renovierungen geht es meist um den kompletten Austausch der vorhandenen Technik“, erklärt Willem Dammers, Geschäftsführer von Trilux. „Wichtig ist, die aktuelle Situation vollständig zu erfassen: Wo befinden sich die Stromanschlüsse, welche können wir nutzen? Müssen neue Leitungen verlegt werden? Können bestehende Komponenten weiterverwendet werden?“

Nach der Planung startete die Umsetzung und lies über 2.400 Meter LED-Lichtlinien installieren. Diese sind mit Master-Slave-Sensoren und dezentraler Notbeleuchtung ausgestattet. Ein Master-Sensor in jeder Lichtlinie aktiviert das Beleuchtungsprogramm, sobald eine Bewegung auftritt. Die gesamte Lichtlinie schaltet sich dabei ein. Jedoch dimmt sich das Licht, je weiter die Bewegung entfernt ist.

„Wir haben das Lager in Zonen aufgeteilt, wobei schnell drehende Waren vorne und langsamer drehende hinten gelagert werden. Die Beleuchtung passt sich diesen Zonen an“, so Dammers. „Sobald man eine Zone betritt, aktiviert sich die nächste Lichtszene.“

Optimale Arbeitsbedingungen durch intelligentes LED-Licht

Neben der zonierten Beleuchtung stellte Nedcargo hohe Anforderungen an die Tageslichtsimulation. Da das alte Lagergebäude keine Lichtkuppeln oder Oberlichter hat, wurde eine LED-Beleuchtung installiert, die das natürliche Licht bestmöglich nachahmt. Zudem wurde das Licht an den Biorhythmus der Mitarbeiter angepasst, um eine angenehme Arbeitsumgebung zu schaffen.

„Licht ist für unsere Mitarbeiter unerlässlich“, erklärt Mook. „Es sorgt nicht nur dafür, dass die Produkte gut sichtbar sind, sondern schafft auch eine angenehme Arbeitsatmosphäre. Gerade in einem Gebäude ohne Tageslicht war dies von besonderer Bedeutung.“

Beleuchtung und Konnektivität vereint

Eine weitere Besonderheit der neuen Beleuchtungslösung ist ihre Verbindung mit dem Datennetzwerk des Distributionszentrums. „Neben der Beleuchtung wollte Nedcargo das Datennetzwerk verbessern“, erläutert Dammers. „Mitarbeiter nutzen für die Kommissionierung Handscanner, die in jeder Ecke des Lagers eine stabile WLAN-Verbindung benötigen. Unsere Lösung kombiniert Licht und Konnektivität. Durch an die Stromversorgung der Lichtlinien angeschlossene Konnektivitätsmodule, konnten einem Arbeitsschritt sowohl die Beleuchtung als auch die Netzabdeckung optimiert werden.“

35 % Energieeinsparung – mit Potenzial nach oben

Durch die Installation der neuen Beleuchtung konnte Nedcargo bereits jetzt rund 35 % der Energie für die Beleuchtung einsparen. Mook ist überzeugt: „Die Lösung ist nicht nur skalierbar und zukunftssicher, sie hilft uns auch, unsere Nachhaltigkeitsziele schneller zu erreichen. Ich erwarte in Zukunft noch mehr Einsparungen und bin überzeugt, dass unsere Beleuchtung uns dabei unterstützen wird, uns rasch weiterzuentwickeln.“

Autor: Katrin Schindler

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