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Eurobike 2025: Niederländische Innovationen für die Fahrradwelt

Fahrradfahren Niederlande Eurobike

Fahrradinnovationen, grenzüberschreitende Zusammenarbeit und neue Impulse für die Mobilität. Das sind die Themen der diesjährigen Eurobike, die vom 25. bis 29. Juni in Frankfurt am Main stattfindet und als größte Fahrradmesse der Welt gilt. Mit dabei: der Gemeinschaftsstand von 19 niederländischen Unternehmen, organisiert von der ROM Utrecht Region, NBSO Frankfurt und der Dutch Cycling Embassy, finanziert von der niederländischen Wirtschaftförderung RVO. Niederlande Nachrichten hat mit den Organisatoren Bas Akkers und Nils Steinhäuser über die Ziele des Auftritts gesprochen und spannende Innovationen entdeckt, die das Fahrradfahren auch in Deutschland revolutionieren könnten.

Die Niederlande präsentieren sich als innovatives Fahrradland 

Die Eurobike richtet sich in erster Linie an Endkunden und Fachpublikum. Das Fahrrad als Produkt steht im Vordergrund. “Während Käufer in Deutschland sehr großen Wert auf hochpreisige Räder legen, sehen es die Niederländer eher pragmatisch und nutzen auch mal einfache Modelle.” so Nils Steinhäuser.

Am niederländischen Gemeinschaftsstand stellen 19 verschiedene Unternehmen aus dem Fahrradsektor,  etabliert oder Startup, ihre neuesten Innovation vor. Es geht darum, die Niederlande als führendes Fahrradland zu positionieren. Nils Steinhäuser fasst es zusammen: „Neben der individuellen Sichtbarkeit der Unternehmen wollen wir die Niederlande als Fahrradland präsentieren – nicht nur als Land der Radfahrer, sondern auch als Land der innovativen Hersteller und Anbieter.“

Für Bas Akkers von der ROM Utrecht Region steht die internationale Vernetzung im Fokus:
„Wir werden auch Delegationen aus Frankreich empfangen und uns über grenzüberschreitende Projekte austauschen. Deutschland bleibt aber der Hauptmarkt – hier gibt es enormen Bedarf an smarter Fahrradinfrastruktur und nachhaltigen Mobilitätslösungen.“

Innovationen am Gemeinschaftsstand: Inklusion und Praxistauglichkeit stehen im Fokus

Am Stand der niederländischen Unternehmen wird eine Vielzahl von Innovationen präsentiert, die das Fahrradfahren sicherer, komfortabler und nachhaltiger machen sollen. Einige Highlights:

  • Tiler: Eine Plattform zum drahtlosen Aufladen von E-Bikes – eine Innovation, die besonders in urbanen Gebieten für neue Flexibilität sorgen könnte.
  • 4Wieler: 4-Rad-Fahrrad für alle Altersgruppen – ohne Sturzgefahr
  • Lopifit:  Ein E-Bike, das über ein Laufband angetrieben wird.
  • Fietshangar: Ein neuartiges Fahrrad-Abstellsystem, das mehr Sicherheit und Platzersparnis bietet.
  • Van Raam: Angepasste Fahrräder für Menschen mit Behinderung – von Dreirädern bis hin zu speziellen Sitzfahrrädern.
  • Ink Invent: Farben, die bei Dunkelheit leuchten – ideal für die Verkehrssicherheit.
  • Rotaris: Reparatur-Sets für Premium-Fahrräder, die exakt auf die jeweilige Lackfarbe abgestimmt sind.

Wie Deutschland vom Erfahrungsaustausch mit den Niederlanden profitiert

Auch wenn die Eurobike in erster Linie Endkunden und Fachpublikum anspricht, bleibt der Erfahrungsaustausch zwischen Deutschland und den Niederlanden ein wichtiges Thema – vor allem für Städte und Kommunen, die ihre Fahrradinfrastruktur weiterentwickeln wollen. Die Dutch Cycling Embassy ist hier ein zentraler Ansprechpartner. Nils Steinhäuser erklärt:
„Wir sind viel im Austausch mit deutschen Kommunen, die merken, dass die Nachfrage nach sicheren und modernen Fahrradwegen wächst. Oft fehlt es jedoch an Know-how oder Budget. Da setzen wir an und zeigen, wie die Niederlande es geschafft haben, Fahrradfahren sicherer und attraktiver für die Bevölkerung zu machen.“

Ein konkretes Beispiel: In Hamburg wurde die Beschilderung neuer Fahrradwege in Zusammenarbeit mit niederländischen Experten umgesetzt. Beratungsagenturen wie Mobycon bringen ihre Erfahrung aus den Niederlanden ein, wenn es um die Entwicklung von Mobilitätsplänen für deutsche Städte geht. Die Eurobike bietet nicht nur die Bühne für Produkte und Innovationen, sondern auch für den Austausch über Best Practices in Sachen Fahrradinfrastruktur – ein Bereich, in dem die Niederlande seit Jahrzehnten führend sind.

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ROM Utrecht Region and Key Sectors

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