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Connectr und BRYCK vertiefen Energiepartnerschaft zwischen Arnheim und Essen


Die Energiewende endet nicht an nationalen Grenzen – sie beginnt oft genau dort. Denn wer Energieinnovation skalieren will, braucht Partner, Märkte und Vertrauen jenseits der eigenen Landesgrenzen. Genau an diesem Punkt setzt die Zusammenarbeit zwischen dem niederländischen Innovationszentrum Connectr aus Arnheim und dem deutschen Deep-Tech-Innovationshub BRYCK aus Essen an.

Bereits im Mai 2025 hatten beide Organisationen während der Arnhem Electricity Week eine Absichtserklärung unterzeichnet. Ziel ist der Aufbau eines grenzüberschreitenden Innovationsökosystems für Energietechnologie und -innovationen zwischen den östlichen Niederlanden und Nordrhein-Westfalen.

Zwei Delegationsreisen Anfang 2026 markieren nun weitere wichtige Schritte zur Vertiefung der Zusammenarbeit.

Arbeitsbesuch in Essen

Am 28. Januar 2026 reiste eine breit aufgestellte Delegation aus der Region Arnheim-Nimwegen nach Essen. Mit Vertretern aus Politik, Wissenschaft, Universitäten, Wirtschaft und Regionalentwicklung, darunter die Provinz Gelderland, die Stadt Arnheim, Oost NL, The Economic Board, InnovationQuarter sowie Hochschulen, präsentierte sich die Region bewusst als geschlossenes Innovationssystem.

Im Mittelpunkt stand der Austausch mit deutschen Partnern und dem Team von BRYCK. Die Region Essen bietet Marktzugang für niederländische Innovationen sowie direkte Verbindung zur Industrie und zu Kapital. BRYCK fungiert hierbei als Türöffner zum deutschen Energieinnovations-Ökosystem. In Workshops und Gesprächen entstanden erste konkrete Ideen für gemeinsame Projekte. 

Marijke Deegens von der Provinz Gelderland brachte es auf den Punkt:

„Wenn wir als Region gemeinsam auftreten, entstehen Geschwindigkeit und Vertrauen. Genau das macht den Unterschied in der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit. Connectr übernimmt dabei die Rolle des Regisseurs: Wir verbinden, geben eine Richtung und sorgen dafür, dass Kooperationen in die konkrete Umsetzung gehen.“

E-World: Strukturierte Begegnungen beschleunigen Innovation

Nur wenige Wochen später folgte der nächste Schritt. Am 10. Februar reisten über 60 niederländische Unternehmer, Innovatoren und Partner mit Connectr zur E-World energy & water nach Essen, Europas größter Fachmesse für Energie.

Mit im Gepäck hatte die Delegation einen klaren Plan für gezielte Treffen und konkrete Ansprachen vor Ort. Der Stand von BRYCK fungierte dabei als zentraler Treffpunkt für Start-ups, Investoren, etablierte Unternehmen und Forschungspartner der Energiewirtschaft. 

Dass persönliche Begegnungen den Ausschlag geben, bestätigten mehrere Teilnehmer.

Bas Kil vom Energiespeicher-Unternehmen Ore Energy berichtete, dass ein bislang rein digital geführter Austausch mit einem großen deutschen Energieunternehmen vor Ort plötzlich konkrete Dynamik bekam – inklusive vereinbartem Folgetermin innerhalb von zwei Wochen.

Auch Melvin van Melzen vom Start-up BAT3 hob den praktischen Nutzen hervor:

„Ich konnte meinen Pitch testen, Feedback bekommen und das Accelerator-Programm von BRYCK kennenlernen. Ein Format, das Start-ups in kurzer Zeit wirklich voranbringt.“

Zwischen Gesprächen mit Unternehmen wie RWE, Uniper oder E.ON zeigte sich vor allem eines: Strukturierte Begegnungen beschleunigen Innovation deutlich stärker als zufällige Kontakte.

Warum Nordrhein-Westfalen strategisch entscheidend ist

Für Connectr ist der Fokus auf Nordrhein-Westfalen strategisch optimal. Die Region gilt als eine der größten Industrielandschaften Europas und spielt eine Schlüsselrolle bei der Energiewende. Für niederländische Innovationen bedeutet das vor allem eines: Skalierbarkeit.

Der Geschäftsführer von Connectr, Jeroen Herremans, formuliert es so:

„Wenn wir die Energiewende wirtschaftlich erfolgreich machen wollen, müssen wir über die Grenze schauen. Europa beginnt für uns in Nordrhein-Westfalen. Dort zeigt sich sofort, ob Lösungen bereit für den Markt sind.“

BRYCK übernimmt dabei die Funktion eines Brückenbauers: Die Organisation verbindet universitäre Ideen mit Industriepartnern, Kapitalgebern und gesellschaftlichen Herausforderungen. Ein Ansatz, der eng mit der Arbeitsweise von Connectr übereinstimmt.

Energiepartnerschaft mit langfristiger Perspektive

Beide Delegationsreisen markieren einen nächsten Schritt in einem bewusst langfristig angelegten Prozess. Die Strategie dahinter: Innovation nicht nur entwickeln, sondern auch schneller in Anwendung bringen – von ersten Pilotprojekten bis zur industriellen Skalierung.

Zwischen Arnheim und Essen entsteht damit zunehmend ein zusammenhängender Innovationsraum für Energietechnologien. Einer, der zeigt, wie regionale Stärken grenzüberschreitend wirken können, wenn Akteure koordiniert zusammenarbeiten.

Bildcredits: Larissa van Zoelen, Connectr, sowie Marc Aufdemkamp, BRYCK

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Connectr

Connectr beschleunigt die Energiewende mit Hilfe eines Innovationsprogramms, eines Innovationslabors, gemeinsamer Einrichtungen und einer Kernorganisation. Innovationen werden direkt von Connectr getestet, demonstriert und in die Praxis umgesetzt, um von dort...

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