Die Wirtschaftsförderung Brabant (BOM) ist seit Jahren eine zentrale Schnittstelle zwischen der deutschen und niederländischen Industrie. Dabei agiert BOM sowohl auf wirtschaftlicher als auch auf politischer Ebene, um nachhaltige Verbindungen zu stärken. Sie fördert Kooperationen, organisiert Delegationen und schafft Verbindungen durch Matchmaking-Events und Messen.
Zur Hannover Messe 2025 reisten über 30 niederländische Unternehmen, darunter die Hälfte aus Brabant und nutzen die Plattform, um neue Märkte zu erschließen, neue Technologie-Anwendungen zu finden und sich mit deutschen Firmen auszutauschen.
Brabant: Hotspot für Technologie und Innovation
Die niederländische Region Brabant hat sich als europäisches Zentrum für Hightech-Entwicklungen etabliert. Besonders stark ist sie in den Bereichen digitale Technologien, Künstliche Intelligenz, Halbleiter, Photonik und Quantentechnologie. Auch Verteidigungstechnologie gewinnt zunehmend an Bedeutung.
Internationale Tech-Giganten wie ASML, Philips, NXP, Thermo Fisher, Demcon, TNO, Signify, Vanderlande Industries, VDL Group, KMWE, Prodrive, NTS, Neways und Sioux haben hier ihren Hauptsitz. Ihr Erfolg basiert auf einem offenen Innovations-Ökosystem, das Unternehmen aus der ganzen Welt anzieht.
Warum deutsche Firmen von Brabant profitieren
Brabant bietet deutschen Unternehmen zahlreiche Chancen – sowohl technologisch als auch wirtschaftlich. Doch der Markteintritt in den Niederlanden ist nicht immer einfach.
Daan de Cloe, Direktor von BOM, erklärt im Gespräch mit Niederlande Nachrichten: „Wir wissen, dass es für deutsche Unternehmen schwierig sein kann, den richtigen Partner in den Niederlanden zu finden. Genau hier kommen wir ins Spiel: Wir haben den Überblick über die Industrie, verstehen die Wertschöpfungsketten und ermöglichen gezielten Netzwerkeintritt.“
Ein weiteres Argument für eine enge Zusammenarbeit sind die komplementären Stärken der deutschen und niederländischen Wirtschaft. „Deutsche Unternehmen schätzen unsere kreative, innovative Denkweise, während wir Niederländer die deutsche Ingenieurskunst, Gründlichkeit und den Maschinenbau bewundern. Diese gegenseitige Wertschätzung schafft ideale Voraussetzungen für erfolgreiche Kooperationen.“
Partnerschaften auf Augenhöhe
Besonders spannend ist die Ergänzung deutscher und niederländischer Kompetenzen. BOM bringt gezielt Unternehmen zusammen, die sich ideal ergänzen.
„Wir haben erfolgreich G2G- und B2B-Delegationen in den Bereichen Hightech-Industrie, E-Mobilität sowie Life Sciences & Health organisiert. Dadurch konnten niederländische Unternehmen neue Geschäfte in Deutschland abschließen und deutsche Firmen starke Verbindungen zum Brabanter Hightech-Ökosystem aufbauen. Einige haben sogar neue Niederlassungen in Brabant eröffnet“, so de Cloe.
Deutsche Unternehmen wie Zeiss, Trumpf und Bosch sind bereits Teil dieses Netzwerks und profitieren von der Innovationskraft der Region.
Die Zukunft: Europäische Zusammenarbeit und Co-Entwicklung
Die Anforderungen an Unternehmen werden immer komplexer. Deshalb gewinnen starke Partnerschaften in Europa an Bedeutung.
„Wir denken europäisch – das ist der Schlüssel zur Zukunft. Langfristige Partnerschaften und die gezielte Unterstützung durch BOM spielen dabei eine entscheidende Rolle. Unser Fokus liegt darauf, deutsche Unternehmen nachhaltig in das Innovations-Ökosystem Brabants zu integrieren und ihnen den Zugang zu neuen Technologien und Märkten zu erleichtern.“ Die Zusammenarbeit entwickelt sich zunehmend in Richtung Co-Entwicklung. Es geht nicht mehr nur um klassische Zuliefererbeziehungen, sondern um gemeinsame Co-Innovation“, betont de Cloe.




