Wenn sich vom 31. März bis 4. April 2025 die Tore der Hannover Messe öffnen, steht die Digitalisierung der Industrie im Mittelpunkt. Besonders sichtbar wird das in Halle 8, Stand D34, wo Werk150, die Innovationsfabrik der Hochschule Reutlingen, und Brainport Industries, das führende Hightech-Netzwerk aus den Niederlanden, gemeinsam einen wegweisenden Demonstrator präsentieren. Die beiden Partner zeigen, wie europäische Unternehmen durch den gezielten Einsatz von Künstlicher Intelligenz (KI), digitalen Zwillingen und standardisierten Schnittstellen ihre Produktion noch effizienter und flexibler gestalten können.
Demonstrator für die vernetzte Produktion: KI-Training mit synthetischen Daten
Highlight am Stand von Werk150 und Brainport Industries ist der neue Demonstrator aus dem Projekt. Er zeigt, wie Unternehmen mit synthetischen Daten effizient KI-Modelle für die Produktion trainieren können – und das bereits, bevor physische Produkte oder Arbeitsplätze überhaupt existieren.
Die wichtigsten Funktionen des Demonstrators im Überblick:
- Training von Objekterkennungsmodellen basierend auf geteilten 3D-Modellen
- Fehlererkennung durch KI mithilfe von digitalen Bauteilmodellen und Fehlerbeschreibungen
- Automatische Updates, sobald sich Produktmodelle ändern
- Einsatz der Asset Administration Shell, um standardisierte Metadaten über die gesamte Lieferkette hinweg auszutauschen
„Besonders in der High-Mix-Low-Volume-Fertigung wird durch diese Technologie möglich, dass KI-Modelle schon vor dem ersten physischen Prototyp trainiert werden können. Das spart nicht nur Zeit, sondern macht die gesamte Produktion effizienter“, erklärt Daniel Palm, Leiter von Werk150.
Auch John Blankendaal, Geschäftsführer von Brainport Industries, sieht große Vorteile: „Unsere Mitglieder – viele davon mittelständische Zulieferer – stehen vor der Herausforderung, immer schneller auf neue Produkte und Anforderungen zu reagieren. Mit KI und digitalen Zwillingen können sie ihre Prozesse flexibler gestalten und gleichzeitig die Qualität sichern.“
Vernetzte Produktion: Von der Forschung in die Praxis
Die Zusammenarbeit zwischen Werk150 und Brainport Industries ist ein Beispiel dafür, wie Forschung und Praxis Hand in Hand gehen. In den vergangenen Jahren zeigte sich, dass digitale Zwillinge und KI besonders dann erfolgreich sind, wenn Unternehmen sie nicht nur selbst nutzen, sondern entlang der gesamten Wertschöpfungskette integrieren.
Nun wird erstmalig KI-gestütztes Training mit synthetischen Daten direkt in ein smartes Zuliefernetzwerk integriert. Die Kombination aus KI-gestütztem Training, standardisierten Metadaten und automatischen Updates sorgt dafür, dass Unternehmen schneller auf Veränderungen reagieren können.
Auch nach der Hannover Messe soll die Technologie weiterentwickelt und in die Praxis gebracht werden. „Wir suchen aktiv Unternehmen, die unsere KI-Lösungen in ihren Produktionsalltag integrieren möchten“, sagt Palm. „Die enge Zusammenarbeit zwischen Deutschland und den Niederlanden zeigt, dass wir in Europa gemeinsam an smarten Lösungen für die Industrie arbeiten können.“
Gemeinsam die Industrie voranbringen
“Wir versuchen, all diese Stärken aus den verschiedenen Regionen zusammenzubringen, um eine gute Lösung zu finden, die nicht nur in der Theorie funktioniert. Wir wollen Lösungen in die praktische Umsetzung bringen. Damit helfen wir Unternehmen, ihre Situation zu verbessern, um im weltweiten Wettbewerb zu bestehen” so Palm abschließend.
Werk150 und Brainport Industries sind überzeugt: Die Zukunft der Fertigung liegt in intelligenten, vernetzten Systemen. Wer wettbewerbsfähig bleiben will, muss neue Technologien nicht nur verstehen, sondern aktiv nutzen. Die Hannover Messe 2025 bietet die ideale Gelegenheit, sich über die neuesten Entwicklungen zu informieren und den Demonstrator live in Aktion zu erleben.




