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Dieser Hersteller sieht für Wasserstofftankstellen eine große Zukunft voraus

Das enorme Potenzial von Wasserstoff hat Rob Castien, CEO von Resato International, schon vor Jahren erkannt. Er baute für den wasserstoffbetriebenen Toyota „Mirai“ eine eigene Ladestation. Eine Win-Win-Situation: eine nachhaltige Flotte und immer einen vollen Tank.

Der Markt für Wasserstofffahrzeuge ist interessant, aber mit nur fünf Wasserstofftankstellen in den Niederlanden stellt das Tanken noch eine Herausforderung dar. Diese Zahl soll sich in diesem Jahr verdoppeln und bis 2030 auf ein Netz von zweihundert Wasserstofftankstellen anwachsen. Für Toyota Nederland war dies Anlass, zu untersuchen, wie sich das Problem in der Zwischenzeit lösen lässt. Dadurch wurden sie auf die Fleet Owner Station (FOS) von Resato aufmerksam.

Tanken auf dem eigenen Gelände

Das Unternehmen kurz hinter der Grenze in Assen, liefert große Wasserstofftankstellen, wie die von BP in der Binckhorstlaan in Den Haag, aber auch die FOS, die das Tanken von Wasserstoff mit 700 bar auf dem eigenen Gelände ermöglicht. Damit lässt sich ein Wasserstofffahrzeug in durchschnittlich fünfzig Minuten auftanken. Die Kleinsttankstelle von Resato (FOS700) ist vielleicht nicht so schnell wie eine reguläre Wasserstofftankstelle, aber man muss zumindest nicht einen der fünf Standorte suchen. Im Übrigen wurde Resato beauftragt in den kommenden 12 Monaten in den Niederlanden noch vier große Wasserstofftankstellen zu liefern.

Castien glaubt fest an eine Wasserstoffwirtschaft. Von den drei Kernbereichen des Unternehmens – Hochdruck-, Wasserstrahl- und Wasserstofftechnik – macht Wasserstofftechnik bereits vierzig Prozent des Geschäfts aus. „Von den über hundert Mitarbeitern arbeitet fast die Hälfte in Vollzeit im Wasserstoffbereich. Diese Aktivitäten werden aus unseren beiden traditionellen Geschäftszweigen finanziert: Hochdruck- und Wasserstrahltechnik. Zwei Märkte, die im vergangenen Jahr durch Corona zum Erliegen gekommen sind. Wir haben einen erheblichen Rückschlag erlitten, aber zum Glück hat sich das Blatt gewendet. Wir glauben weiterhin an die Zukunft von Wasserstoff und haben ambitionierte Wachstumspläne. In diesem Jahr streben wir ein Wachstum von 25 % an. Wenn ich mir das erste Quartal dieses Jahres anschaue, liegen wir sogar etwas voraus.“

Klimaneutral bis 2050

Resatos Vision zur Nutzung von Wasserstoff steht im Einklang mit den Zielen des Klimaabkommens: 49 Prozent weniger Treibhausgase bis 2030 und vollkommen klimaneutral bis 2050. Um dieses Ziel zu erreichen, muss unser Energie- und Ressourcensystem radikal verändert werden.

Wasserstoff ist eine der Lösungen. Es ist ein sauberer Brennstoff (vorausgesetzt, er wird aus nachhaltig erzeugtem Strom hergestellt) und bei der Verbrennung wird lediglich (Wasser-)Dampf freigesetzt. Das macht Wasserstoff zu einer grünen und nachhaltigen Alternative, zum Beispiel zu Erdgas (Heizung), Benzin und Diesel (Fahrzeuge).

Resato konzentriert sich weiterhin auf den Einsatz von Wasserstoff. Welches nächste Projekt hat Rob für das Unternehmen im Blick? „Die Niederlande haben die große Schlacht um Windturbinentechnologie verpasst. Ich hoffe, dass wir unser Land im Bereich Wasserstoff weltweit weiter voranbringen können. Durch Zusammenarbeit in der niederländischen Wirtschaft, sowohl horizontal als auch vertikal in der Lieferkette. Resato ist bereit.“

Über Resato International

Resato International ist ein niederländischer Lieferant intelligenter Hochdrucklösungen. Die Produkte sind in vielen Bereichen zu finden, wie z. B. in der Öl- und Gasindustrie, der Automobilindustrie, der Schlauchprüfindustrie, in der Luftfahrt und in der Glasindustrie. Die Produktsortiment umfasst Hochdrucktechnik und Wasserstrahlschneidesysteme sowie Komponenten und Systeme zur Prüfung, Injektion und Steuerung, die mit bis zu 14.000 bar arbeiten. Auf dem Weg in eine grünere Zukunft wurde das Angebot um Wasserstofftankstellen, Booster und Testsysteme erweitert. Das Unternehmen, das 2021 seit 30 Jahren besteht, hat seinen Sitz in Assen (Drenthe). Resato ist Teil der Pindustry-Group.

An diesem Beitrag haben mitgewirkt:

  • Produktion: Emma van Harten
  • Partnerships: Derk Marseille
  • Redaktion: Bertus Bouwman und Peter Oehmen (sprachliche Adaption)

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