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ElaadNL vernetzt Europas Prüflabore für intelligente Energiesysteme

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Die Europäische Kommission will die Standardisierung von Prüfverfahren für intelligente Geräte vorantreiben. Europäische Prüflabore haben eine einmalige Chance: Sie können zu den Wegbereitern dieser Zusammenarbeit werden. ElaadNL, das niederländische Referenzlabor, ruft zur Partnersuche auf. 

In ganz Europa tragen Prüflabore dazu bei, die systemische Komplexität zu bewältigen, die mit dem Aufkommen von Smart Homes und energieintensiven Geräten einhergeht. ElaadNL ruft daher zu einer engeren Zusammenarbeit zwischen diesen Forschungszentren auf. 

Marisca Zweistra, Projektmanagerin für Smart Charging bei ElaadNL, erklärt: „Ein besseres Verständnis des Ökosystems ermöglicht eine harmonische Zusammenarbeit, die Erschließung neuer Chancen und die Identifizierung der eigenen, einzigartigen Marktnische.“

Die Herausforderungen der Energiewende

Diese Schlussfolgerungen stammen aus einer europaweiten Umfrage, die ElaadNL im Auftrag der Europäischen Kommission durchgeführt hat. „Die Kommission möchte die Standardisierung von Prüfverfahren beschleunigen und vertiefen. Sie hat uns damit beauftragt, das europäische Ökosystem der Labore zu erfassen“, erklärt Zweistra gegenüber Niederlande Nachrichten.

In ganz Europa verfolgen diese Organisationen ein gemeinsames Ziel: intelligente Geräte sicherer, effizienter und besser an das Stromnetz angepasst zu machen. Dennoch ist dieses Ökosystem nach wie vor sehr vielfältig. Es umfasst eine Vielzahl von Produkten, Prüfprotokollen und Akteuren mit unterschiedlichem Status – öffentlich, öffentlich-privat oder privat –, von denen jeder sein eigenes Fachwissen einbringt.

Das österreichische Unternehmen AVL, ein führendes Mobilitäts-Technologieunternehmen für Entwicklung, Simulation und Testen, ist Teil dieses Ökosystems. Das Unternehmen unterstützt internationale Kunden bei der nachhaltigen und digitalen Transformation mit einem Fokus auf Elektrifizierung, Software, künstliche Intelligenz und Automatisierung. Martin Engelbrecht, leitender Ingenieur bei AVL, betont, dass eine der größten Herausforderungen der Branche darin besteht, die Interoperabilität der Geräte sicherzustellen: „Verschiedene Hersteller können denselben Standard in den Details unterschiedlich auslegen und umsetzen. Diese ‚Dialekte‘ verursachen Probleme, wenn mehrere Systeme miteinander interagieren.“ 

Auf der Suche nach Vorreitern

All diese Akteure würden von einer engeren Zusammenarbeit profitieren, erklärt Frau Zweistra. „Labore haben manchmal Schwierigkeiten, die Erwartungen ihrer Kunden zu verstehen. Gemeinsam können wir einen einvernehmlichen und standardisierten Leitfaden für Tests entwickeln, der wesentliche Schritte und zusätzliche Optionen umfasst.“ Ein solcher Ansatz würde innerhalb des Ökosystems reichlich Raum für private Initiativen lassen, die ihren Kunden zusätzliche oder spezialisierte Optionen anbieten könnten.

Die Umfrage zeigt, dass sich die Mehrheit der Labore bereit erklärt, enger mit ihren europäischen Partnern zusammenzuarbeiten. So auch AVL, das sich sehr für eine solche Zusammenarbeit einsetzt. Herr Engelbrecht: „Klare Standards und reproduzierbare Tests bieten Sicherheit für Hersteller, Betreiber und Anwender. Sie tragen dazu bei, Fehlfunktionen zu vermeiden, die Entwicklungszeit zu verkürzen und die Markteinführung zuverlässiger Lösungen zu beschleunigen.“ 

Gestaltung eines Ökosystems für Prüflabore

Der Umfang dieses Zusammenschlusses werde von den interessierten Organisationen bestimmt, betont Frau Zweistra. Die Möglichkeiten sind vielfältig:

  • Gemeinsame Testverfahren und Datensätze
  • Veranstaltungen um Geräte direkt zu testen
  • Offene Simulationsumgebungen
  • Gegenseitige Anerkennung von Testergebnissen
  • Governance-Strukturen für Zertifizierungssysteme.

Für die Mitgliedslabore wären solche Kooperationen äußerst fruchtbar. „Wir könnten Projekte besser aufteilen und gemeinsam von gemeinsamer Forschung profitieren. Für jeden Teilnehmer würden sich zudem neue Möglichkeiten und Nischen eröffnen, die es zu nutzen gilt.“

Warum sollten Deutschland und Österreich diesem Aufruf folgen?

Deutsche und österreichische Prüflabore können es sich nicht leisten, diese Chance zu verpassen. Wie die niederländische Studie hervorhebt, sind sie neben französischen Organisationen als potenzielle Vorreiter positioniert. Organisationen wie Fraunhofer, DLR, VDE oder die TÜV-Gesellschaften verfügen bereits heute über umfangreiche Test- und Zertifizierungskompetenzen für Wärmepumpen, Batteriespeicher, Ladeinfrastruktur und intelligente Energiesysteme.

Eine Teilnahme an dieser Zusammenarbeit würde ihnen Folgendes ermöglichen:

  • Einfluss auf die Standardisierung von Tests in Europa zu nehmen
  • vom gemeinsamen Wissen und gemeinsamen Projekten zu profitieren
  • ihre Wettbewerbsfähigkeit im internationalen Wettbewerb zu stärken.

Kurz gesagt: Der Aufruf von ElaadNL betrifft wichtige Herausforderungen, sowohl für große staatliche Akteure als auch für private Innovatoren. Labore aus Deutschland oder Österreich, die an einer Teilnahme an dieser Zusammenarbeit interessiert sind, werden gebeten, sich jetzt an ElaadNL zu wenden.

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ELaadNL

ElaadNL ist das Wissens- und Innovationszentrum auf dem Gebiet Smart Charging und Ladeinfrastruktur in den Niederlanden und ist eine Initiative der niederländischen Netzbetreiber.

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