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Hannover Messe 2024: Community für souveränen Datenaustausch bringt Branchen und Länder zusammen


Wie können deutsche und niederländische Hightech-Hersteller ihre Daten sicher und souverän austauschen? Auf der Hannover Messe bringt das Centre of Excellence for Data Sharing & Cloud (CoE-DSC) Initiativen aus verschiedenen Branchen und Ländern zusammen.

Mit der rasant zunehmenden Digitalisierung der Industrie entstehen immer mehr Initiativen, um den Datenaustausch zu managen. „Einerseits ist das wunderbar“, so Peter Verkoulen, der im Auftrag des niederländischen Forschungsinstituts TNO Programmmanager des niederländischen Gaia-X Hub ist. „Andererseits drohte ein Wirrwarr von Initiativen auf nationaler und internationaler Ebene zu entstehen. Wir hatten das Gefühl, dass wir mehr Orientierung brauchten, um mehr Synergieeffekte aus all diesen wunderbaren Initiativen zu erzielen.“

So wurde im Jahr 2023 in den Niederlanden das Centre of Excellence for Data Sharing & Cloud (CoE-DSC) gegründet, dessen Programmdirektor Verkoulen ist. „In unserer Gemeinschaft haben wir Nutzer, d. h. Parteien, die mit großen Datenmengen arbeiten. Aber auch Anbieter von sicheren Lösungen für den Datenaustausch. Wir bringen sie mit Wissenseinrichtungen und Regierungen auf nationaler und internationaler Ebene zusammen.“ Auf der Hannover Messe vom 22. bis 26. April 2024 wird er eine Reihe von Netzwerkpartnern in den NL-Pavillon in Halle 8 (D34) bringen.

CoE-DSC bildet Kristallisationspunkt für Initiativen zum Datenaustausch

Das CoE-DSC bildet damit den Kristallisationspunkt für lokale Initiativen aus Branchen wie der Hightech-Industrie und dem Energiesektor, aber auch für internationale Initiativen wie Gaia-X und der International Data Spaces Association (IDSA). „Es funktioniert in beide Richtungen. International teilen wir die Ergebnisse aus den Niederlanden und propagieren, was wir hier für wichtig halten. Umgekehrt tauschen wir uns innerhalb unserer niederländischen Gemeinschaft über alles aus, was international vor sich geht.“

Durch diese Lenkungsarbeit sollen die verschiedenen Initiativen optimiert und unterstützt werden. „Indem wir zusammenarbeiten, vermeiden wir es, das Rad überall neu zu erfinden. Dafür haben wir weder die Zeit noch die Kapazität. Aber was noch wichtiger ist: Wenn wir so viele gemeinsame Bausteine wie möglich verwenden, wird auch der Datenaustausch über Sektor- oder Ländergrenzen hinweg einfacher.“

iSHARE Foundation will Vertrauen in den Datenaustausch schaffen

„Die iSHARE Foundation ist Teil der CoE-DSC-Gemeinschaft“, sagt Marketingmanagerin Montserrat Calderon. „Das iSHARE Trust Framework soll der europäische Standard für den Datenaustausch werden. Durch dieses Rahmenwerk wird ein vertrauenswürdiges Netzwerk von Teilnehmern für den Austausch internationaler Geschäftsdaten geschaffen. Wir ermöglichen es Dateneigentümern, ihre Daten auf legale, dezentralisierte und sichere Weise auszutauschen. Auf diese Weise ermöglichen wir Datensouveränität“.

Verkoulen bezeichnet das iSHARE Trust Framework als eine typische Bottom-up-Initiative. „Sie wurde in den Niederlanden im Logistiksektor ins Leben gerufen, um das Vertrauen in die gemeinsame Nutzung von Daten zu organisieren. Jetzt wird der Anwendungsbereich auf weitere Sektoren und Länder ausgeweitet. Die in den Niederlanden gesammelten Erfahrungen können für Parteien in anderen Ländern von großem Wert sein“.

Team iSHARE.

Calderon stimmt zu, dass iSHARE sehr daran interessiert ist, mit deutschen Initiativen zusammenzuarbeiten. „Es geht darum, Vertrauen international zu organisieren“, sagt sie. Ein aktuelles Beispiel ist die Unterzeichnung einer Absichtserklärung mit der ursprünglich deutschen International Data Spaces Association (IDSA). „Mit unserer Präsenz auf der Hannover Messe wollen wir die Beziehungen zur deutschen Industrie weiter stärken.“

Laut Verkoulen ist iSHARE ein gutes Beispiel dafür, wie Vertrauen zwischen Unternehmen organisiert werden kann. „Über digitales Vertrauen wird schon lange und viel gesprochen. Aber iSHARE zeigt, wie es in der Praxis funktioniert.“

Vom Rotterdamer Hafen bis zum Ruhrgebiet: Die Dringlichkeit des hoheitlichen Datenaustauschs ist groß

„Da Unternehmen zunehmend digital arbeiten, wird es immer dringlicher, den Datenaustausch zwischen Unternehmen und Ländern zu organisieren“, sagt Verkoulen. Als Beispiel führt er die Niederlande und Deutschland als einen der größten Logistikströme der Welt an. „Wenn ein Teil im Rotterdamer Hafen ankommt und mit dem Zug oder Schiff in Richtung Deutschland weiterfährt, berühren Sie bereits eine ganze Menge Datenströme, die derzeit noch nicht gut miteinander verbunden sind.“

Auf der Hannover Messe hofft Verkoulen, die Unternehmer für die Problematik ihrer Datenteilung zu sensibilisieren. „Für deutsche Unternehmer ist es wichtig zu wissen, welche deutschen Initiativen es gibt. Ich möchte daher die richtigen Kontakte knüpfen. Aber auch in Erfahrung bringen: Wer sind meine Ansprechpartner für Datenfragen außerhalb des deutschen Kontextes? Das ist für den Import und Export in Deutschland sehr wichtig.“

Zugleich juckt es Verkoulen in den Fingern, direkt loszulegen. „Wir haben in den letzten Jahren sehr viel Wissen im Gespräch mit internationalen Datenexperten ausgetauscht. Wir konnten durch kleine Experimente zeigen, was alles möglich ist.“ Das war außerordentlich nützlich, sagt er. „Aber jetzt müssen wir die Infrastruktur tatsächlich aufbauen und in großem Maßstab umsetzen.“ Deshalb freut er sich auf die Hannover Messe. „Hier können wir gemeinsam mit unseren internationalen Partnern die Wirtschaft mobilisieren.“

„Denn soweit die Unternehmer noch nicht aktiv geworden sind, ist es jetzt höchste Zeit dafür“, meint Verkoulen. „Von der Europäischen Kommission kommen über das Datengesetz alle möglichen Vorschriften auf uns zu, darunter zum Beispiel, wie Maschinenbauer mit den Daten ihrer Kunden umgehen müssen. Das ist die Peitsche“, sagt er. Aber er sieht auch das Zuckerbrot. „All die Daten bieten auch Chancen für neue Geschäftsmodelle. Nutzen Sie diese Chance, es ist Zeit, aufzuwachen.“

CoE-DSC auf der Hannover Messe 2024

Mit iSHARE, cheqd, Sphereon und Syntho bringt das Centre of Excellence for Data Sharing (CoE-DSC) vier Mitglieder der Community auf die Hannover Messe 2024. Sie sind Teil des NL-Pavillons in Halle 8 (D34).

Der „Meet the Dutch“ Networking-Drink findet am Dienstagnachmittag ab 17:00 Uhr im NL-Pavillon (D34, Halle 8) statt. Weitere Informationen und die Anmeldung für die Messe finden Sie hier.

Niederländische Start-ups sind in Halle 17 unter dem Namen NL Innovation Square zu finden.

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