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Mit zusätzlicher LNG-Kapazität erhöht die Gasunie die Versorgungssicherheit


Gasunie wird in der kommenden Zeit zusätzliche Maßnahmen ergreifen, um die Versorgungssicherheit mit Gas in den Niederlanden, Deutschland und Europa sicherzustellen. Konkret geht es um den Bau eines neuen Speicherterminals für LNG und erneuerbare Energien in Brunsbüttel, Deutschland. Gasunie prüft auch die Möglichkeiten, die Importkapazität für LNG in den Niederlanden noch in diesem Jahr weiter zu erhöhen. Gasunie unternimmt diese Schritte in enger Zusammenarbeit zwischen der niederländischen und der deutschen Regierung

Europäische Energiepolitik

Han Fennema, Vorstandsvorsitzender der Gasunie: „Die russische Invasion in der Ukraine ist eine große humanitäre Tragödie und wir haben Mitgefühl mit den Menschen, die jetzt unter den Folgen des Krieges leiden. Es ist offensichtlich, dass sich dieser Krieg auf die europäische Energiepolitik auswirkt. Als staatliches Unternehmen stehen wir in engem Kontakt mit der niederländischen und der deutschen Regierung. Wir teilen unser Wissen und unsere Erfahrung, um die Sicherheit der Gasversorgung für Haushalte und Unternehmen kurz- und langfristig sicherzustellen. Dazu unternehmen wir konkrete Schritte, um schnellstmöglich eine neue Energieinfrastruktur aufzubauen.“

Zwei LNG Terminals

Der deutsche Bundeskanzler, Olaf Scholz, kündigte in seiner Bundestagsrede am Sonntag, dem 27. Februar, den Bau von zwei Energieimportterminals an. Eines davon betrifft ein Terminal in Brunsbüttel, das die Gasunie entwickelt. Die Gespräche mit der deutschen Regierung über den Bau befinden sich in der Endphase. Gasunie hofft, noch in diesem Jahr mit dem Bau des Terminals beginnen zu können. Neben LNG wird dieses Terminal auch für den Import von (grünem) Wasserstoff geeignet sein. Ferner prüft Gasunie kurzfristig, wie die LNG-Importkapazität in den Niederlanden weiter erhöht werden kann. Dies wird dazu beitragen, die Abhängigkeit von Gasimporten aus Russland zu verringern.

Gazprom

Gasunie friert auch alle nicht-operativen Beziehungen und Kontakte zu russischen Unternehmen wie Gazprom ein. Aufgrund seiner neunprozentigen Beteiligung hat der Vorstandsvorsitzende von Gasunie in dieser Eigenschaft einen Sitz im Aktionärsausschuss von Nord Stream. In Anbetracht der aktuellen Entwicklungen stellt Han Fennema seine Arbeit in diesem Bereich ein. Ferner wird die Zusammenarbeit beim Wissensaustausch und der wissenschaftlichen Entwicklung ebenfalls eingefroren.

Gasimporte

Die operativen Kontakte mit russischen Unternehmen wurden auf das notwendige Mindestmaß reduziert, um die Versorgungssicherheit der Niederlande und Europas durch unsere Infrastruktur zu ermöglichen. Aufgrund der erheblichen gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Auswirkungen auf die Gesellschaft in Europa verfolgt Gasunie die Politik der Regierung in Bezug auf Gasimporte aus Russland. Selbstverständlich handelt Gasunie ganz im Sinne der europäischen und niederländischen Sanktionspolitik.

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