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SARA Robotics

Pflegeroboter SARA macht sich für Bewohner und Betreuer eines Pflegeheims unentbehrlich


Der Pflegeroboter SARA sorgt für Bewegung im Pflegeheim. Sie singt, spielt Spiele und mithilfe von Gesichtserkennung weiß sie, mit welchem Bewohner sie es gerade zu tun hat. In verschiedenen Pflegeheimen in den Niederlanden aktiviert der Roboter die Bewohner und entlastet so das Personal.

Der Name SARA steht für Social & Autonomous Robotich Health Assistant. Der Roboter hat sozialen Charakter und wird eingesetzt, um das Wohlbefinden älterer Menschen zu erhöhen und Pflegekräfte zu unterstützen.

Das macht SARA zum Beispiel, indem sie eine Geschichte erzählt, Bewegungsübungen zeigt, die die Bewohner nachmachen können, oder indem sie verschiedene Musikrichtungen spielt. Aktivitätsbetreuerin Anouk den Braanker: „SARA bietet auch eine Skype-Funktion. Das ist besonders schön in Zeiten von Corona, wenn die Bewohner keinen Besuch von ihren Familien bekommen können.“

Pflegeroboter bringt Ruhe und hilft bei der Planbarkeit der Pflege

SARA kann noch viel mehr, sagt Maartje Claassen, Direktorin von Sara Robotics. Sie singt, spielt Spiele und mithilfe von Gesichtserkennung weiß sie, mit welchem Bewohner sie es gerade zu tun hat. In verschiedenen Pflegeheimen in den Niederlanden aktiviert der Roboter die Bewohner und entlastet so das Personal, stolz: „SARA bietet nicht nur Unterhaltung, Ablenkung und Entspannung, sondern sorgt beispielsweise auch für den Tag- und Nachtrhythmus und fördert die Selbstständigkeit der Bewohner. Da der Roboter zu einem integralen (autonomen) Bestandteil des Pflegeprozesses wird, hilft sie dem Pflegepersonal, sich von einer ungeplanten Pflege zu einer geplanten Pflege zu entwickeln. Sie sorgt auch für mehr Ruhe bei den Bewohnern und im Pflegeheim, weil es weniger Stresssituationen gibt.“

Frau Batenburg (89) ist Bewohnerin des Polderhuis in Dordrecht, einem der Pflegeheime, in denen der Pflegeroboter eingesetzt wird. SARA ist für sie keine Fremde mehr. „Ich hatte noch nie einen Roboter gesehen, aber das macht Spaß. Wir singen alle und spielen Spiele. Wir müssen zum Beispiel raten, von welcher Redensart SARA spricht.“

Das Singen macht Batenburg wohl am meisten Spaß. „Wir singen bekannte Lieder, aber wir haben auch schon einmal alte Kinderlieder von früher gesungen. Die meisten Bewohner machen dabei mit.“

Die Aktivitätsbetreuerin wird durch den Roboter sicherlich unterstützt. „Wenn man merkt, dass ein Bewohner unruhig wird, stellen wir den Roboter manchmal gleich dorthin. Wir schauen, was ein Bewohner mag, etwa Musik von André Rieu. Dann spielt der Roboter eines seiner Lieder oder einen Film über sein Leben in der Vergangenheit. Vieles ist möglich.“

SARA als Erweiterung für Pflegekräfte

SARA unterstützt auch in der Tagespflege „De Robijn“ von der Profila Zorggroep. Man hatte dort nicht damit gerechnet, dass der Roboter SARA selbstständig eingesetzt werden würde, aber das geschieht jetzt. Aktivitätsbetreuerin Annelies stellt fest, dass der Roboter hilft, die Pflegekräfte zu entlasten: „Manchmal musste ich mich auf zwei verschiedene Räume mit Klienten ‚aufteilen‘. Einige Kolleginnen und Kollegen fielen krankheitsbedingt aus und es war unklar, ob die Tagesbetreuung in der gewohnten Form stattfinden konnte.“ 

Außerdem hatte sie eine Armverletzung, sodass ihr buchstäblich die helfenden Hände fehlten. „Da ich das Musikprogramm in SARA selbst erstellt habe, wusste ich, was kommt. So wusste ich auch, wann und wie lange ich wegbleiben konnte. Mit einer zusätzlichen Erklärung für die Klienten: „Ich werde eine Weile im anderen Raum sein, SARA bleibt hier bei euch, damit ihr weiter Musik machen könnt, ich will euch schon hören, ok?“ 

Dadurch konnte sich die Aktivitätsbetreuerin in einem anderen Raum um die Klienten kümmern. „Die Musikaktivität lief weiter, ich hörte die Klienten im anderen Raum und war rechtzeitig für die Quizfragen zurück.“ Sie sah, wie die Klienten SARA konzentriert ansahen und zuhörten. Sie verfolgten die Aktivitäten genauso, als wäre sie dabei gewesen. „Was für eine Erleichterung!“

Pflegeroboter schafft Struktur für ältere Menschen

SARA Robotics entwickelt Software für soziale und autonome Pflegeroboter zur Unterstützung in der Langzeitpflege. In Zusammenarbeit mit Pflegekräften wurden verschiedene Module entwickelt, die eine qualitative und personenorientierte Pflege unterstützen. Ziel von SARA ist es, dort Unterstützung zu bieten, wo der zunehmende Personalmangel in der Pflege und die immer älter werdende Bevölkerung am stärksten zu spüren sind.

Laut Maartje Claassen von Sara Robotics ist der Pflegeroboter ideal geeignet, um älteren Menschen Struktur zu geben. „Der Roboter sagt, was passieren wird und was passiert ist. Ob er es nun einmal oder zehnmal sagen muss, macht keinen Unterschied. SARA kann auch umherirrende Bewohner zurück in ihre Zimmer bringen. Viele Sensoren sind bereits in Pflegeheimen vorhanden und können genutzt werden.“

Über ein interaktives Dashboard erhält die Pflegeeinrichtung Einblick in die von SARA geleistete Unterstützung. So gibt SARA Auskunft darüber, wie oft sie mit den Bewohnern zusammengearbeitet hat und was sie mit ihnen macht. „Auf diese Weise wird der Mehrwert von SARAs Unterstützung sichtbar und transparent.“

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