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MINT: Memorandum für europäische Innovation und Inklusion


Europäische Interessengruppen für MINT-Bildung überreichten dem flämischen Ministerpräsidenten Jan Jambon ein Memorandum während einer Fachkonferenz der EU STEM Coalition in der Vertretung des Landes Nordrhein-Westfalen bei der Europäischen Union in Brüssel. Das Memorandum enthält Empfehlungen für die Umsetzung einer besseren Politik zur Förderung der MINT-Bildung.

Auf der Tagung „STEM for the Future of Europe“ gab es neben einer Grundsatzrede des flämischen Ministerpräsidenten Jambon auch eine Videobotschaft von Iliana Ivanova, der EU-Kommissarin für Innovation, Forschung, Kultur, Bildung und Jugend. Direktorin Beatrice Boots von der EU STEM Coalition und der niederländischen ‚Platform Talent voor Technologie‚ (PTvT, Dutch National Platform Science & Technology) zeigte die positiven Auswirkungen einer guten Politik für MINT-Bildung und -Berufe anhand bewährter Verfahren aus ganz Europa auf.

Weitere Redner waren u. a. Alexander Frank, stellvertretender Generaldirektor der CoESS – Confederation of European Security Services sowie Ekkehard Winter, bis vor kurzem Direktor der Deutschen Telekom Stiftung und jetzt Senior Advisor des Nationalen MINT Forum e. V.

Memorandum ist ein Aktionsplan für mehr MINT-Kompetenzen in Europa

Im Mittelpunkt des Memorandums stehen Empfehlungen an die EU-Institutionen, die Mitgliedsstaaten und die MINT-Koalition der EU selbst. Dazu gehören die Nutzung bestehender groß angelegter Programminfrastrukturen für eine größere Reichweite und Wirkung, das Eintreten für Flexibilität und Bottom-up-Ansätze, um unterschiedlichen Bedürfnissen gerecht zu werden. Sowie eine stärkere Betonung der Inklusion in MINT-Programmen und -Politiken.

Das Dokument unterstreicht die Notwendigkeit, den anhaltenden Fachkräftemangel zu bekämpfen, insbesondere in den MINT-Bereichen, der durch Herausforderungen wie die rasche Digitalisierung und den Klimawandel noch verschärft wird.

Die Übergabe des Memorandums an Premierminister Jambon ist nicht nur eine feierliche Geste, sondern ein Aufruf zum Handeln. Es unterstreicht die dringende Notwendigkeit, MINT-Bildung und -Kompetenzen in den Kern der europäischen Politik zu integrieren, um die Herausforderungen des 21. Jahrhunderts zu bewältigen.

Die Empfehlungen schlagen eine konzertierte Aktion vor, um die Reichweite und Wirkung von MINT-Initiativen zu erhöhen, und fordern die Europäische Kommission auf, die strategische Rolle von MINT in ihren kommenden Plänen anzuerkennen und den Austausch bewährter Verfahren auf EU-Ebene zu erleichtern.

Mehr Innovation durch Inklusion

Das Papier fordert außerdem einen Paradigmenwechsel hin zu einem integrativeren und flexibleren Rahmen für die MINT-Bildung, der sich an die unterschiedlichen Bedürfnisse der EU-Mitgliedstaaten anpassen kann.

Dazu gehört die besondere Berücksichtigung unterrepräsentierter Gruppen und die Gewährleistung, dass MINT-Bildung und -Möglichkeiten für alle zugänglich sind, um so eine integrativere und innovativere europäische Arbeitnehmerschaft zu fördern.

Download des Memorandums

Das Memorandum ‚Towards better STEM policies and implementation: recommendations for the next steps‘ kann hier heruntergeladen werden.

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