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Metallbearbeitung: Spezialist für mittelgroße Serien zieht internationale Maschinenbauer an

Für das Metallverarbeitungsunternehmen Van Hoof Groep gehen Hersteller gerne über die Grenze in die Niederlande. Das Familienunternehmen ist für seine Spezialisierung auf kleine und mittelgroße Serien und seine hohe Präzision bekannt.

Für Unternehmer ist es besonders wichtig, zu wissen, in welchem Bereich man herausragt und welche Aufträge man lieber nicht annimmt. Für die Van Hoof Groep mit Sitz in Asten in Brabant ist das so selbstverständlich, dass sie auf ihrer Website damit werben. „Unser Ziel ist nicht, gemeinsam die Größten zu werden. Wir wollen nicht die Größten werden, denn das bringt Sie nicht weiter. Sie kommen weiter, weil wir nachdenken, mitdenken und zu Ende denken.“

Seit 2005 liegt die Geschäftsführung des Familienunternehmens in den Händen von Nicol van Hoof. „Wenn Großaufträge angeboten werden, sind wir nicht der richtige Ansprechpartner. Wir zeichnen uns durch kleine Serien aus, mit hoher Genauigkeit, Flexibilität und Maßarbeit für unsere Kunden.“

Genau das sind die Gründe, warum verschiedene namhafte Hersteller wie Siemens und Krauss Maffei Wegmann seit vielen Jahren zu den treuesten Kunden des niederländischen Spezialisten für Verzahnen, Fräsen, Laserschneiden, Biegen, Stanzen, Schleifen, Drehen, Schweißen, Montieren oder einer Kombination aus alledem zählen.

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Zahnräder und Verzahnung

Seit 2019 hat die Van Hoof Groep alle Tochterunternehmen an einem Standort zusammengeführt, hier arbeiten nun rund hundert professionelle Fachfrauen und Fachmänner. „Deutsche Kunden, die nicht weit von der niederländischen Grenze entfernt wohnen, finden uns in fast allen unseren Geschäftsbereichen“, sagt Geert van de Kerkhof, Mitglied der Geschäftsführung. „Wir haben aber auch viele süddeutsche Kunden, die extra wegen unserer Spezialisierung auf Zahnräder und die Präzisionsbearbeitung (mit fünf Achsen) in die Niederlande kommen.“

Hier werden nicht nur Zahnräder hergestellt, sondern auch berechnet. Als relativ kleines Unternehmen verfügt die Van Hoof Groep trotzdem über ganze vier CNC-Messmaschinen. „Das bedeutet, dass wir sehr hochwertig und genau arbeiten können.“

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Kleinserie und Flexibilität

Die Niederländer hatten schon immer deutsche Kunden, aber seit 2010 ist dieser Anteil deutlich gewachsen. Heute kommen 20-30 % des Umsatzes aus Deutschland. Das hat alles damit zu tun, dass die Van Hoof Groep vor allem kleinere Serien herstellt. Eine logische Spezialisierung, denn niederländische Unternehmen sind in der Regel deutlich kleiner als deutsche Unternehmen, da sie ursprünglich nur auf den kleineren niederländischen Markt ausgerichtet waren.

Das bedeutet, dass Ihre Organisation anders strukturiert ist, als wenn Sie eine Massenproduktion anstreben würden, erklärt Van de Kerkhof. „Wir mussten schon immer schnell reagieren und unsere Maschinen auf verschiedene Weise einsetzen. Wir stellen fest, dass unsere Kunden diese Wendigkeit sehr schätzen.“

Die Van Hoof Groep hat viele hauseigene Spezialgebiete, aber vor allem die Weitergabe von Wissen auf dem Gebiet von Verzahnung, 5-Achs-Bearbeitung und präziser Blechbearbeitung ist ein Schwerpunkt, sagt Van Hoof. „Wir richten uns an Kunden, die genau das suchen. Unsere Kunden sind in Branchen wie Maschinenbau, Automotive, Medizintechnik und nachhaltige Energie zu finden. Von sehr großen bis zu mittelständischen Unternehmen.“

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Digitalisierung, Automatisierung und Robotisierung

Inzwischen wird die Fabrik in Asten immer digitaler. „Automatisierung ist bei uns ein großes Thema“, sagt Van de Kerkhof. „Wir setzen mehr und mehr Robotisierung bei unseren Maschinen ein, auch die externe Programmierung wird immer wichtiger. Wenn unsere Mitarbeiter nach Hause gehen, arbeiten die Roboter die Nacht durch.“ Van Hoof ergänzt, „und wir ziehen es vor, möglichst papierlos zu arbeiten.“

Mit Nicol van Hoof liegt das Familienunternehmen in den Händen der zweiten Generation. „Die familiäre Atmosphäre findet sich auch auf der Arbeitsebene wieder. Verschiedene Mitarbeiter kommen aus derselben Familie“, sagt sie. „Wir haben Väter und Töchter, Nichten und Neffen. Unsere Mitarbeiter haben innerhalb ihrer eigenen Familien dafür geworben, bei uns zu arbeiten. Ich finde, das ist immer ein schönes Kompliment.“

Das spiegelt sich auch in der Geschäftsstrategie wider, so die Geschäftsführerin. „Wir sind nie auf den schnellen Gewinn aus, sondern immer auf die Nachhaltigkeit auf lange Sicht. Und das ist genau die Einstellung, die wir bei vielen deutschen Partnern erkennen.“

An diesem Beitrag haben mitgewirkt:

  • Produktion: Emma van Harten
  • Partnerships: Derk Marseille
  • Redaktion: Bertus Bouwman und Peter Oehmen (sprachliche Adaption)

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