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Wie Innovationen aus den Niederlanden die Industrie 4.0 verbessern

Wie wird die europäische Industrie weiterhin an einer zunehmend datengesteuerten und globalisierten Weltwirtschaft partizipieren? Deutsche Unternehmer gehen auf eine Inspirationsreise in die Niederlande und besuchen das grenzüberschreitende Event Digital Industry in Eindhoven. Die zentralen Themen sind Digitalisierung in der Industrie, Smart Factory und Cyber Security.

Sowohl in den Niederlanden als auch in Deutschland stellt man sich große Zukunftsfragen, wie die Digitalisierung der Industrie aussehen wird. Beim königlichen Besuch in Rheinland-Pfalz und im Saarland wurde deutlich, dass ein großes gegenseitiges Interesse an einer engeren Zusammenarbeit besteht. Die Deutsch-Niederländische Handelskammer organisiert daher im Auftrag für das Bundeswirtschaftsministerium in Zusammenarbeit mit der Plattform Smart Industry einen Gegenbesuch: die Wirtschaftsreise Digitalisierung in der Industrie vom 24. bis 26. September.

Die Begeisterung, die während dieses königlichen Besuchs im Oktober 2018 aufkam, war ein unmittelbarer Grund, den Gegenbesuch zu organisieren, sagt die Managerin für Exportberatung Alexandra Sierra von der DNHK. „Insbesondere, weil wir sehen, dass es so viele Möglichkeiten für beide Länder gibt.“

Das größte Problem ist aktuell, dass man sich noch nicht genügend kennt, sagt sie. „Deutschland hat viele Nachbarländer. Und sicherlich ist man in Süddeutschland eher geneigt, mit den dortigen Nachbarn Italien oder Österreich zusammenzuarbeiten. Das ist logisch. Deshalb ist diese Art von Besuchen sehr wichtig.“

Produktivitätswachstum trotz Industrie 4.0 unzureichend

Peter van Harten ist als Botschafter für Smart Industry eng in die Organisation eingebunden. „Eine große Sorge der europäischen Industrie ist es, dass unsere Produktivität trotz Digitalisierung nicht schneller wächst. Das ist ein ernstzunehmendes Problem, wenn wir weiterhin mit China und den Vereinigten Staaten auf dem Weltmarkt mithalten wollen.“

Gemeinsam mit Experten unter anderem aus Baden-Württemberg arbeitet er an diesem Thema. „Wir werden unsere deutschen Partner diesen Sommer in Stuttgart besuchen und sie nach Eindhoven einladen.“

Deutsche Delegation besucht Regionen Den Haag und Eindhoven

Die deutsche Delegation wird bei der DNHK zunächst eine umfassende Einführung in den niederländischen Markt erhalten. Am 25. September folgen Unternehmensbesuche in der Region Den Haag, wie z. B. der Technologiepark Ypenburg, eine europäische Drehscheibe für Smart Industry mit dem Schwerpunkt Hightech-Materialien. Anschließend folgt die Digitale Fabrik, das DFC Field Lab bei Siemens und Airborne. Dann ist die Clusterorganisation und das Innovationszentrum für Cybersicherheit, The Hague Security Delta, an der Reihe, gefolgt von einem Besuch bei Cybersprint, dem Marktführer im Bereich des digitalen Risikoschutzes.

Im Laufe des Tages fährt die Gruppe deutscher Unternehmer zum Brainport Industries Campus (BIC) bei Eindhoven, einem neuen Campus für die Hightech-Fertigungsindustrie. Für die Delegation ist es interessant zu sehen, wie verschiedene Hightech-Lieferanten hier gemeinsam Innovationen entwickeln und realisieren. Dies wird im Field Lab Smart Connected Supplier Network und in der flexiblen Fertigung deutlich.

Der dritte Tag steht im Zeichen des grenzüberschreitenden Events Digital Industry auf dem Brainport Industries Campus. Auf diesem bilateralen Fachkongress werden niederländische und deutsche Experten über die Entwicklung neuer Strategien diskutieren und darüber, wie die beiden Länder bei der Gestaltung der digitalen Industrie besser zusammenarbeiten können. Während des Kongresses spricht Prof. Dr. Dr. h. c. Michael Backes, Geschäftsführer und CEO, CISPA Helmholtz Zentrum für Informationssicherheit. Dieses Institut wurde während des königlichen Besuchs 2018 besucht.

Eines der Ergebnisse dieses Besuchs war der deutsch-niederländische Aktionsplan 2019-2022, um die Zusammenarbeit zu konkretisieren. Auf der Hannover Messe feierlich präsentiert, wird auf dem Kongress nun daran gearbeitet, wie der Aktionsplan weiter umgesetzt werden kann. Hierzu gibt es mehrere Workshops.

Deutschland und die Niederlande können bei der Digitalisierung besser zusammenarbeiten

Deutschland und die Niederlande können sich gegenseitig ergänzen, sagt Sierra. „In einigen Punkten sind die Niederlande in der Digitalisierung weiter fortgeschritten als die deutsche Industrie. Wenn deutsche Unternehmen die richtigen niederländischen Partner finden, können sie eine Reihe von Entwicklungen deutlich beschleunigen.“ Auf der anderen Seite werden niederländische Unternehmer auch durch deutsche Partner unterstützt, bemerkt sie. „Der deutsche Maschinenbau ist weltberühmt und kann auch für niederländische Unternehmen von Vorteil sein.“

Die Wirtschaftsreise und die Fachkonferenz sollen dazu beitragen, dass die deutsche Industrie besser weiß, was sie an den Niederlanden hat, sagt Sierra von der DNHK. „Die Niederlande müssen zeigen, was sie zu bieten haben und mehr Kontakte zu Unternehmen aus Deutschland knüpfen. Dann kann noch viel mehr entstehen.“

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