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SPGPrints: Siebdruckmaschinen-Spezialist will grüne Wasserstoffproduktion rentabel machen


Wie kann SPGPrints als Spezialist für Siebdruckmaschinen eine wichtige Rolle dabei spielen, die Produktion von grünem Wasserstoff rentabel zu machen? Im NL-Pavillon (Halle 8, D34) auf der Hannover Messe zeigen Jurgen Westerhoff und Marcel Everaars, dass der Umstieg auf erneuerbare Energien sehr sinnvoll ist.

SPGPrints ist als Erfinder des Rotationssiebdrucks groß geworden. Das Unternehmen aus Boxmeer, gleich hinter der Grenze in den Niederlanden, stellt sowohl Siebdruckmaschinen als auch Siebdruckschablonen her. Nicht nur für den Textildruck, sondern auch für den Druck von Leiterbahnen auf Solarzellen und Biosensoren sowie von Sicherheitsmerkmalen auf Geldscheinen.

SPGPrints: Von der Siebdrucktechnik zur Wasserstoffproduktion

Dass das 1947 gegründete Unternehmen nun auch auf erneuerbare Energien setzt, mag zunächst etwas seltsam klingen, räumt Global Product Manager Jurgen Westerhoff ein. „Auf den ersten Blick scheinen es zwei verschiedene Disziplinen zu sein, aber wenn man sich die technischen Aspekte ansieht, gibt es viele Gemeinsamkeiten. Mit unserem Kerngeschäft – der Herstellung von Siebdruckschablonen – können wir einen großen Beitrag dazu leisten, die Produktion von grünem Wasserstoff rentabel zu machen.“

Schematische Darstellung des elektrogeformten Nickelsiebs von SPGPrints (links) und elektronenmikroskopische Aufnahme des Nickelsiebs Typ 125W von SPGPrints (rechts).

In der Tat sind Siebdrucksiebe nicht nur zum Bedrucken von Materialien geeignet. „Letztendlich sind es große, perforierte Nickelplatten“, sagt er. „Und das kann man sich bei der Herstellung von Elektroden für die Produktion von grünem Wasserstoff zunutze machen“, so Produktentwickler Marcel Everaars. „Sie benötigen poröse Nickelelektroden für die Zero-Gap Alkalische Wasserelektrolyse (AWE)“.

Denn um grünen Wasserstoff herzustellen, muss man Wasser unter dem Einfluss von grünem Strom in Wasserstoff- und Sauerstoffgas aufspalten, wobei zwei Elektroden möglichst nahe beieinander liegen. Die Elektroden müssen daher porös sein, damit die entstehenden Gase abfließen können.

Siebdruckschablone als Alternative zu Drahtgewebe und Streckmetall

„Mehrere Hersteller von Drahtgewebe und Streckmetall springen auf diesen Zug auf. SPGPrints kann mit seinen Nickelsieben eine Alternative dazu anbieten“, sagt Everaars. Die Siebe von SPGPrints werden in einem kontinuierlichen Galvanoprozess hergestellt. Die Rollen sind in der Regel 1,3 m breit und 100 m lang. „Dadurch unterscheidet sich die Morphologie (Form) des Siebs grundlegend von der eines Gewebes oder Streckmetalls. Wir bieten also ein anderes Produkt an.“

Elektronenmikroskopische Aufnahme des Nickelsiebs Typ 125W von SPGPrints. Kontrolle der Oberflächenmorphologie.

„Letztendlich müssen wir bei jeder spezifischen Anwendung sehen, welche Variante am besten passt“, sagt er. „Unsere Siebe können Vorteile in Bezug auf die Effizienz der Elektrolyse und die Haftung der Katalysatorschichten bieten.“

SPGPrints richtet sich jetzt an Elektrolyseur-OEMs und an Unternehmen, die Elektroden mit katalytischen Beschichtungen anbieten. „Für sie bieten wir also eine Alternative zu Drahtgewebe und Streckmetall.“

Siebe von SPGPrints können helfen, grünen Wasserstoff profitabel zu machen

„Es ist eine aufregende neue Welt, in die das Unternehmen nun eintaucht“, sagt Westerhoff. „Wir haben in Deutschland bereits viele Siebdrucker als Stammkunden. Aber im Bereich der Wasserstofftechnologie stehen wir noch ganz am Anfang und freuen uns, wenn wir mit Interessenten in Kontakt kommen.“

Eine beliebige Implementierungsform eines elastischen 3D-Strömungsfeldes für einen AWE-Elektrolyseur.

Am wichtigsten ist, dass sich grüner Wasserstoff als wirtschaftlich sinnvolle Alternative zu grauem Wasserstoff und zu fossilen Brennstoffen durchsetzt. Derzeit werden jedoch viele Investitionen in grüne Wasserstoffanlagen aufgeschoben, weil die Wirtschaftlichkeit nicht gegeben ist. „Deshalb ist es wichtig, die Investitions- und Betriebskosten für die alkalische Wasserelektrolyse zu senken.“

„SPGPrints ist davon überzeugt, einen Beitrag dazu leisten zu können“, so Westerhoff. „Wir untersuchen dies zusammen mit Partnern aus der Industrie, und auf der Hannover Messe freuen wir uns, in dieses Gespräch einzusteigen.“

NL-Pavillon Hannover Messe

Die größte Industriemesse der Welt findet dieses Jahr vom 22. bis 26. April in Hannover statt. Den NL-Pavillon finden Sie am Stand D34 in Halle 8. Unter dem Motto „Gemeinsam für eine intelligente und nachhaltige Zukunft“ zeigt der Pavillon intelligente Lösungen niederländischer Unternehmen, die zu einer klimaneutralen und nachhaltigen Zukunft beitragen.

Der „Meet the Dutch“-Netzwerkempfang findet am Dienstagnachmittag ab 17:00 Uhr im NL-Pavillon (D34, Halle 8) statt. Weitere Informationen und die Anmeldung zur Messe finden Sie hier.

Niederländische Startups sind in Halle 17 unter dem Namen NL Innovation Square zu finden.

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