Niederländische Unternehmen können eine bedeutende Rolle bei der internationalen Entwicklung von grünen Wasserstoffprojekten spielen. Unterstützt werden sie dabei von der FME, der niederländischen Agentur für Unternehmen (RVO) und dem Außenministerium. Ein Beispiel dafür ist das Unternehmen Sorama aus Eindhoven, dessen Technologie Wasserstofflecks mittels Akustik erkennen kann.
Internationale Unterstützung für niederländische Technologie
„Wir öffnen Türen für die niederländische Technologieindustrie, insbesondere im Bereich Wasserstoff“, erklärt Jelle Blekxtoon, Business Development Manager für Wasserstoff bei der FME. Gemeinsam mit dem Außenministerium und der RVO organisiert die FME Handelsmissionen und Arbeitsbesuche, um niederländische Unternehmen international zu vernetzen. Dabei koordiniert die FME auch Anfragen aus der niederländischen Industrie und fördert die internationale Zusammenarbeit.
Wasserstocklecks durch akustische Signale erkennen
Die Technologie von Sorama, setzt darauf Wasserstofflecks akustisch zu erkennen. Sorama hat damit weltweit Aufmerksamkeit erregt, unter anderem durch die Teilnahme am International Clean Energy Partnership (ICEP) Programm. „Wir arbeiten in vielen Bereichen und unsere akustischen Kameras visualisieren Schallwellen, um Wasserstofflecks in gefährlichen Umgebungen zu erkennen“, erklärt Jerry Willems, Business Development Manager bei Sorama. „Unsere Technologie löst Probleme in Bezug auf Sicherheit, Emissionen und Kosten.“
Sicherheitslösungen für explosive Umgebungen
Die von Sorama entwickelte akustische Detektionstechnologie eignet sich besonders für ATEX-Umgebungen, also Bereiche mit Explosionsgefahr. Willems beschreibt, wie die akustischen Kameras Geräusche visualisieren, die für das menschliche Ohr nicht hörbar sind: „Diese Lecks sind oft in den höheren Ultraschallfrequenzen, aber unsere Kameras können selbst kleinste Gaslecks sichtbar machen.“
So einfach wie ein Selfie
Die Bedienung der Technologie sei so simpel wie das Erstellen eines Selfies, so Willems. „Bei einem Besuch einer neuen Wasserstoffproduktionsanlage in Norwegen waren die Betreiber zunächst skeptisch. Doch wir konnten mit unserer Kamera kleine, gefährliche Lecks unter widrigen Wetterbedingungen nachweisen – sie wurden sofort unsere Kunden.“
Erfolgreiche Handelsmission und Präsentation auf dem World Hydrogen Summit
Die Teilnahme an einer Handelsmission nach Spanien brachte Sorama weitere Erfolge. „Dort konnten wir unser Produkt erfolgreich präsentieren und sind jetzt in Verhandlungen mit einem großen spanischen Öl- und Gasunternehmen“, so Willems. Sorama stellte auf dem World Hydrogen Summit eine neue handliche ATEX-Schallkamera vor. Ein großer Vorteil der akustischen Detektionstechnologie von Sorama ist ihre einfache Integration in bestehende Systeme. „Unsere Geräte können problemlos auf Drohnen oder Roboter montiert werden und bieten eine Lösung für die Wasserstoffdetektion in ATEX-Umgebungen.“
Starke Unterstützung für internationale Projekte
Willems zeigt sich zufrieden mit der Unterstützung durch die RVO, FME und das Außenministerium. „Wir können froh sein, dass dies in den Niederlanden so gut organisiert ist. Dennoch muss man als Unternehmen die Chancen erkennen und nutzen.“
Bild: Soroma




