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Agritechnica 2023: Avular bietet einzigartige Kombination von Drohnen und autonomer Steuerung für Landmaschinen

Autonome Flug- und Fahrroboter boomen in der Landwirtschaft. Auf der Agritechnica 2023 wird das Eindhovener Unternehmen Avular die Vorteile der Kombination von Drohnen und autonomen Maschinen präsentieren.

Wie können Roboter dabei helfen, die Landwirtschaft nachhaltiger zu gestalten und die Produktion zu steigern? Auf Fragen wie diese bietet Avular aus dem niederländischen Eindhoven auf der Agritechnica in Halle 25, Stand H20 vom 12. bis 18. November Antworten.

Welcher Roboter passt am besten zu Ihrem Landwirtschaftsbetrieb? Die Antwort auf diese einfache Frage ist häufig kompliziert, als man denkt, sagt Yuri Steinbuch, Chief Business Officer von Avular. „Bauern und Landmaschinenbauer klopfen häufig bei uns an, weil sie zum Beispiel zur Kontrolle eines Stück Lands eine Drohne einsetzen wollen.“

Aber das muss nicht die beste Lösung sein, sagt er. „Gemeinsam suchen wir die Lösung, die am besten zu Ihnen passt. Das kann eine Drohne, aber auch ein fahrender Roboter sein. Und in Zukunft werden wir immer häufiger eine Kombination aus beiden sehen (Tag-Team). Dann sehen Sie eine Drohne, die zu einem fahrenden Roboter gehört, und die auf Anforderung des Roboter kurz einmal die Vogelperspektive einnehmen kann.“

Yuri Steinbuch, Chief Business Officer von Avular.

Avular konzentriert sich dabei vor allem auf Navigationssoftware. „Wir sind vom Sprichwort ‚Schuster, bleib bei deinem Leisten‘ überzeugt. Wenn es zum Beispiel um Pflanzenerkennung und anwendungsspezifische Bildverarbeitung geht, arbeiten wir mit KI-Spezialisten in diesen Bereichen zusammen.“

Neben ihren eigenen Drohnen und fahrenden Robotern stellt das Unternehmen auch Autopiloten her: Ein Robotergehirn mit den dazugehörigen (Sicherheits-)Sensoren, mit denen eine Landmaschine zu einem autonomen Roboter wird. Mit den Autopiloten, fahrenden Robotern und Drohnen rückt die Präzisionslandwirtschaft ein Stück näher, sagt Steinbuch. „Sie arbeiten viel genauer und konsistenter.“ Die autonomen Maschinen treffen außerdem immer intelligentere Entscheidungen. „Und das trägt dazu bei, nachhaltiger zu arbeiten, Verschwendung zu minimieren und die Effizienz zu maximieren.“

Avular: Robotik verändert den mechanisierten Maschinenbau

Die Agritechnica ist traditionell die Fachmesse für Landtechnik. Die Robotik zwingt die Landwirtschaftswelt zum Umdenken. „Mit Avular schlagen wir gerne die Brücke zwischen beiden Welten. Mit unserem Team können wir diesen Prozess gut begleiten, um gemeinsam zur besten Lösung zu kommen.“

Avular entwickelt sowohl die Soft- als auch die Hardware für den Roboter und sorgt damit für eine reibungslose Integration, die durch den modularen Aufbaus auch für viele andere Anwendungen genutzt werden kann. Auch die Software wird immer fortschrittlicher. „Wir können Robotern immer komplexere Aufgaben geben. Anstatt zu sagen: Ernte die Pflanze an Position X, sagen wir jetzt: Pflücke nur das Unkraut der Art Y in der dritten Reihe von rechts. Wir bringen dem Roboter also bei, die Welt um ihn herum zu verstehen.“

Für Maschinenbauer, Landwirte und Wissenschaft

Avular arbeitet häufig im Auftrag von Maschinenbauern, die ihre Maschinen in einen Roboter umfunktionieren wollen, und dank des modularen Aufbaus in viele Richtungen gehen können. „In diesem Fall integrieren wir unseren Autopiloten. Wir denken gerne mit über die richtige Anwendung nach und kennen alle Aspekte rund um das Thema Sicherheit.“

Steinbuch sieht Avular als echtes Produktunternehmen. „Unsere Drohnen und fahrenden Roboter sind natürlich industrialisiert. Auch bei der Integration eines Autopiloten in die Maschine eines Kunden gehen wir weit über die Lieferung eines Prototypen hinaus. Wir haben viel Erfahrung in der Vorbereitung auf die Massenproduktion.“

Zugleich ist die von Avular entwickelt Drohne ein echtes Eigenprodukt. „Vor allem, wenn man nicht von chinesischen Drohnen abhängig sein will, ist unsere Lösung interessant. Unsere Kunden können komplexere Aufträge erteilen. Unsere Drohne kann zum Beispiel zwischen den Bäumen eines Waldes fliegen, um Daten zu sammeln, und sie erfüllt die höchsten Anforderungen in Sachen Cybersicherheit.“

Robotik ist für groß angelegte Arbeiten in der Landwirtschaft im Moment noch weniger geeignet. Aufgaben wie das Bewässern oder Ernten großer Flächen kann man bisher nicht einem Roboter überlassen. „Aber Autopiloten sieht man immer häufiger im Gewächshausanbau, im Obstanbau, in der Landschaftspflege und im Transportwesen.“

Auch die Wissenschaft kennt Avular inzwischen sehr gut. „Wir arbeiten zum Beispiel eng mit Fraunhofer in München zusammen und die Universität Bonn fliegt mit unseren Drohnen.“

Außerdem arbeiten die Niederländer mit Unternehmen zusammen, die neue Innovationen in der Landwirtschaft entwickeln. „Denken Sie an eine Erfindung zur Bekämpfung von Schimmelpilzen im Kartoffelanbau auf Basis von Licht. Gemeinsam arbeiten wir dann an einem Vorschlag, um damit ein neues Produkt auf den Markt zu bringen.“

Photo: Avular

Steinbuch merkt, dass Robotik immer häufiger in Bereichen der Landwirtschaft eingesetzt wird, in denen es immer schwieriger wird, Mitarbeiter zu finden. „Aber auch im Zusammenhang mit dem Klimawandel werden Roboter und Drohnen wichtiger. Wir können mithilfe der Präzisionslandwirtschaft, den Einsatz von Pestiziden verringern, Multikulturen ermöglichen und dadurch die Artenvielfalt erhöhen. Zudem darf man nicht vergessen, dass die Ernährungssicherheit zu einem immer wichtigeren Thema wird.“

Avular: Noord-Brabant hat ein starkes Robotik-Ökosystem

Das 2014 gegründete Unternehmen fühlt sich im niederländischen Noord-Brabant zu Hause und hat enge Verbindungen zur Technischen Universität Eindhoven. „Es mag trivial klingen, aber die TU Eindhoven ist bereits achtfacher Weltmeister im Roboterfußball. Dahinter verbergen sich eine Menge Fachwissen und Erfahrung. Wir haben in dieser Region sehr viel Expertise zu Robotern.“ Auch das Ökosystem mit großen Unternehmen wie Philips, DAF, VDL und ASML ist ebenfalls ein wichtiger Faktor. „Wir verfügen also über Produktionserfahrung.“

Die Region um Eindhoven ist als Brainport-Region bekannt und ist gut im Design. „Ein nicht zu unterschätzender Aspekt von guter Robotik. Benutzerfreundlichkeit, Sicherheit und gutes Aussehen. Das finden wir wichtig.“

Bild: Avular

Diese Qualitäten werden inzwischen auch in Deutschland erkannt, erzählt Steinbuch. „Ein großer Konzern aus dem Landwirtschaftssektor kam auf uns zu. Wir sind auch im Bauwesen tätig und hier arbeiten wir bereits mit zwei deutschen Unternehmen zusammen. Und für den Netzbetreiber Eon arbeiten wir an Inspektionsrobotern.“

Die Niederländer haben Wachstumspläne und werden bald einen neuen Standort in der „Gläsernen Kathedrale“ in Eindhoven beziehen. „Jetzt arbeiten wir mit 70 Mitarbeitern und dort können wir auf 300 Mitarbeiter wachsen.“ Der neue Standort bietet noch einen weiteren spektakulären Vorteil. „Wir erhalten dort Zugang zum größten Indoor-Testkäfig für Drohnen mit einer Höhe von 23 Metern.“

Holland Pavillon mit BOM Brabant

Avular ist Teil des Holland Pavillons in Halle 25. Hier stehen mehrere innovative Agrartechnikunternehmen, die unter anderem von der Netzwerkorganisation BOM Brabant zusammengebracht wurden.

Möchten Sie mehr über das niederländische Agrartechnik-Ökosystem erfahren? Wenden Sie sich dann an Mark Koppers.

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