Am 5. und 6. November 2025 kommen die Mitglieder der EU-STEM-Coalition (ESC) in Brüssel zur nächsten Generalversammlung zusammen. Im Mittelpunkt stehen der Wissensaustausch, die europäische Zusammenarbeit und die Gestaltung der zukünftigen MINT-Agenda Europas.
Die Generalversammlung ist ein zentraler Termin für das Netzwerk, zu dem die Mitglieder zusammenkommen, um die die aktuellen Entwicklungen zu diskutieren, neue Kontakte zu knüpfen und die Prioritäten für das Jahr 2026 zu planen.
Neue Arbeitsgruppen zu KI und MINT-Bildung
Ein Schwerpunkt der diesjährigen Versammlung liegt auf zwei zentralen Themen:
- Künstliche Intelligenz in der MINT-Bildung
- MINT-Förderung in der Grund- und Sekundarstufe
In den jeweiligen Arbeitsgruppen werden nicht nur Best-Practice-Beispiele ausgetauscht, sondern nationale und EU-weite Strategien abgestimmt und neue Wege diskutiert, wie die MINT-Pipeline in Europa gestärkt werden kann.
KI in der MINT-Bildung voranbringen
Unter der Leitung von Liliana Fernandes beschäftigt sich die Arbeitsgruppe „AI in STEM Education“ mit der Frage, wie Lehrkräfte und Schüler gezielt Kompetenzen im Bereich Künstliche Intelligenz aufbauen können. Im Mittelpunkt steht dabei die Entwicklung ethischer Leitlinien für Schulen, die KI bereits einsetzen oder künftig einsetzen wollen. Länder wie Estland zeigen mit ihren Strategien, wie die Integration von KI in die Bildungspraxis gelingen kann und dienen als wichtige Impulsgeber für die europäische Diskussion. Ebenso werden die Anwendungsmöglichkeiten von Big-Tech- und EdTech-Lösungen sowie verschiedenen KI-Tools im Unterricht beleuchtet. Auch Themen wie Inklusion in der KI-Bildung und die Ausbildung von Trainern stehen auf der Agenda. Ziel der Arbeitsgruppe ist es, praxisnahe Empfehlungen zu entwickeln, die Schulen helfen, KI sinnvoll und verantwortungsvoll einzusetzen.
MINT-Bildung in der Grundschule und Sekundarstufe als Schwerpunkt
Die zweite Arbeitsgruppe, geleitet von Stefanie Schlunk, widmet sich der Weiterentwicklung der MINT-Bildung in der Grundschule und Sekundarstufe. Im Zentrum stehen dabei die Anpassung nationaler Lehrpläne an die EU-STEM-Benchmarks sowie der Ausbau von Fortbildungsangeboten für Lehrkräfte. Ein besonderes Augenmerk gilt der Chancengleichheit, damit auch Kinder und Jugendliche aus ländlichen Regionen oder sozioökonomisch benachteiligten Familien besseren Zugang zu MINT-Angeboten erhalten. Auf Unterrichtsebene sollen neue Technologien wie KI, Simulationen, AR/VR und Robotik stärker integriert werden, um das Lernen praxisnäher zu gestalten. Ergänzend wird über die Bedeutung von MINT-Wettbewerben, Festivals und sogenannten „STEMfluencern“ gesprochen – Menschen, die durch ihre Begeisterung für Wissenschaft junge Zielgruppen inspirieren.
Programm-Highlights
Die PISA- und OECD-Berichte verdeutlichen die Herausforderungen: Fachkräftemangel, Bildungsdefizite und Geschlechterungleichheiten. Um Europas Wettbewerbsfähigkeit und Innovationskraft zu sichern, braucht es eine starke Basis an MINT-Kompetenzen – von der Schule bis zur Hochschule.
Zwei Tage lang steht Brüssel im Zeichen des europäischen MINT-Dialogs:
Mittwoch, 5. November im (re)space Brussels
- Eröffnungs-Update des ESC-Sekretariats
- Chancen durch neue Förderaufrufe für Pilotprojekte zu MINT-Bildungszentren
- Einrichtung der Arbeitsgruppen und Austausch im Plenum
- Walking Dinner & Networking-Drinks
Donnerstag, 6. November im Haus der niederländischen Provinzen
- Ergebnisse der Technopolis-Studie zur Förderung der MINT-Bildung an Schulen
- Länderberichte aus ganz Europa
- Keynote von Prof. Louise Archer (UCL) über Wissenschaftskapital und integrative MINT-Bildung
- Interaktive Sessions zur Motivation junger Menschen und zum strategischen EU-Plan für MINT-Bildung mit Francesca Maltauro (DG EAC)
- Abschluss-Networking und Austausch
Vernetzung für ein starkes, inklusives Europa
Die ESC-Generalversammlung bringt Europas führende Akteure der MINT-Bildung zusammen. Durch den Austausch von Wissen und Best Practices trägt sie dazu bei, die europäische Bildungslandschaft zukunftsfähiger, digitaler und inklusiver zu gestalten.
Kurz gesagt: Die EU-STEM-Coalition vernetzt Menschen, Ideen und Länder – für eine neue Generation, die Wissenschaft, Technologie und Innovation aktiv mitgestaltet.




