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Horizon Flevoland

Horizon Flevoland: Aufbau eines europäischen Netzwerks für fossilfreies Fliegen

Die Entwicklungen rund um das fossilfreie Fliegen schreiten schnell voran. Arjan de Bruin von Horizon Flevoland ist auf der Suche nach europäischen Partnern, um diesen Übergang weiter zu beschleunigen.

„Flevoland ist ein besonderer Ort in den Niederlanden“, sagt Arjan de Bruin, Business Developer High Tech Systems & Materials bei der regionalen Entwicklungsgesellschaft Horizon Flevoland. Die zentral gelegene Provinz entstand durch die Rückgewinnung von Teilen der ehemaligen Zuiderzee und besteht aus dem Noordoostpolder und dem Flevopolder, um zusätzliche landwirtschaftliche Flächen zu schaffen. Unter einem Polder versteht man Land, das durch Entwässerung künstlich gewonnen wurde.

„Die größte künstliche Insel der Welt entstand also auf dem niederländischen Zeichentisch, weil die umliegenden Regionen sie brauchten“, sagt De Bruin. „Damals war vor allem der landwirtschaftliche Faktor der Region wichtig, doch heute hat die jüngste Provinz der Niederlande den umliegenden Regionen viel mehr zu bieten. Und nicht nur den Niederlanden, sondern auch Deutschland.“

De Bruins Kollegen von der Abteilung für ausländische Investitionen können viel über das günstige Geschäftsklima in der Provinz erzählen, wo im Vergleich zum Rest der Niederlande oft ein bisschen mehr möglich sei. Ihm selbst liege es besonders am Herzen, die internationalen Ambitionen von Flevoländer Unternehmern zu unterstützen. „Im Bereich High Tech Systems & Materials konzentriere ich mich dann vor allem auf Innovationen in den Bereichen Energie, Rohstoffe und Lebensmittel.“

Flevoland Hydrogen Valley (FLHY) – Ausgangspunkt für nachhaltige Mobilität und Energie

Vor allem im Bereich Energie tut sich viel in Flevoland. So hat die Provinz zusammen mit einer großen Gruppe von Unternehmen im Jahr 2023 das Flevoland Hydrogen Valley (FLHY) ins Leben gerufen, um die Wasserstoffwirtschaft aktiv zu fördern. Ein Teil des FLHY zielt darauf ab, den Logistikcluster und die Luftfahrt mit Hilfe von Wasserstoff nachhaltiger zu gestalten. „Flevoland verfügt bereits jetzt über viel Energie aus Wind und Sonne, aber wenn wir zu viel produzieren, ist es besser, diese Energie in Wasserstoff zu speichern, so dass die Energie auch später noch genutzt werden kann. Zum Beispiel für landwirtschaftliche Fahrzeuge, Flugzeuge, Lastkähne und Lastwagen“, so De Bruin.

Horizon Flevoland

Horizon Flevoland verfolgt in diesem Zusammenhang besonders aufmerksam die neuesten Entwicklungen zum Thema fossilfreies Fliegen. „Letztes Jahr haben wir gute Kontakte zu anderen Flughäfen geknüpft, auch in Deutschland. Es gibt viele Innovationen rund um das Fliegen mit Elektro- und Wasserstoffantrieb. Durch die Bündelung von Wissen und Expertise können wir diese Entwicklung gemeinsam beschleunigen.“

Es sei angedacht, dass diese Flughäfen ein Netzwerk für fossilfreies Fliegen in Europa bilden. „Das ist für alle mittelgroßen Flughäfen interessant, die gut mit den umliegenden Gewerbegebieten verbunden sind“, sagt De Bruin. Als der niederländische König Willem-Alexander Ende 2023 auf Wasserstoff-Mission in Nordrhein-Westfalen war, lernte De Bruin zum Beispiel den Flughafen Mönchengladbach (MGL) kennen. „Dort passiert eine ganze Menge. Es gibt ein großes Interesse beider Länder an einer Zusammenarbeit.“

Kooperation zwischen Deutschland und Niederlande erfolgreich

Das fossilfreie Fliegen befindet sich noch in der Entwicklungsphase. Am Lelystad Airport werde in diesem Bereich viel geforscht und innoviert, erklärt De Bruin. „Vor kurzem haben wir die größte Ladestation Europas für elektrisch betriebene Flugzeuge in Betrieb genommen.“ Auch aus Deutschland gäbe es Interesse an einer Zusammenarbeit mit dem Flughafen Lelystad (Lelystad Airport).

Auch eine andere erfolgreiche deutsch-niederländische Kooperation in Flevoland könne als Beispiel dienen, so De Bruin. Die Einrichtung für Windkanalversuche German-Dutch Wind Tunnels (DNW) in Marknesse wurde vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) und dem Netherlands Aerospace Centre (NLR) gegründet. „Der dortige Windkanal ist für die wissenschaftliche Forschung immer ausgebucht. Das zeigt, wie gut diese Zusammenarbeit funktioniert. Wir würden uns wünschen, dass das auch in anderen Bereichen der Fall sein wird“.

Kontakt zu Horizon Flevoland

Möchten Sie mehr über die Möglichkeiten rund um Wasserstoff und fossilfreies Fliegen in Flevoland erfahren? Kontaktieren Sie Arjan de Bruin (Horizon Flevoland) arjan@horizonflevoland.nl

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