Am 5. Juni 2025 unterzeichnen die Provinz Noord-Brabant und das Wirtschaftsministerium Baden-Württemberg eine Absichtserklärung, die ihre langjährige Partnerschaft im Bereich Wirtschaft und Innovation offiziell besiegelt. Mit dem Memorandum of Understanding (MoU) wird ein strategischer Rahmen für eine nachhaltige, vertiefte Zusammenarbeit zwischen den zwei europäischen Regionen gesetzt. Die Absichtserklärung wird im Zuge einer Delegationsreise zur personalisierten Medizin beim Smart Biomaterials Consortium (SBMC) in Eindhoven unterzeichnet.

Gemeinsam stärker in Europa

Noord-Brabant und Baden-Württemberg verbindet eine langjährige Zusammenarbeit im Bereich Innovation und Wirtschaft. Beide Regionen setzen seit Jahren auf ein erfolgreiches Innovationsmodell, in dem Unternehmen, Forschungseinrichtungen und Politik eng kooperieren – das sogenannte Triple-Helix-Modell. Die Absichtserklärung baut auf diesem Fundament auf und soll die europäische Wettbewerbsfähigkeit weiter stärken.

„Zur Region Noord-Brabant bestehen seit vielen Jahren sehr gute wirtschaftliche und politische Beziehungen. Die Intensivierung unserer Zusammenarbeit ist wichtig, um unsere Wirtschaft auch in den kommenden Jahren auf einem sicheren Platz in der Championsleague der wirtschaftsstärksten und innovativsten Regionen weltweit zu wissen“, betont Dr. Rapp, Staatssekretär im Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Tourismus des Landes Baden-Württemberg. 

Von Forschung bis Mobilität: Innovationspartnerschaft deckt zahlreiche Technologien ab

Der thematische Rahmen des MoU ist bewusst breit angelegt: Die Zusammenarbeit erstreckt sich auf Schlüsselbereiche wie Gesundheit und personalisierte Medizin, Medizintechnik und Biowissenschaften, Digitalisierung und künstliche Intelligenz, Energie und Wasserstofftechnologie, Smart Industry und Kreislaufwirtschaft, intelligente und nachhaltige Mobilität sowie Sicherheits- und Verteidigungsindustrie.

Ziel ist es, nicht nur den Wissensaustausch zu fördern, sondern auch gemeinsame Projekte zu initiieren, europäische Fördermittel besser zu nutzen und Innovationen schneller zur Marktreife zu bringen.

„Wir setzen mit dieser Zusammenarbeit unsere gemeinsame Stärke im Bereich Innovation und Technologie in konkrete Chancen um. Die Absichtserklärung schafft dafür ein zukunftssicheres Fundament. Für Brabant bedeutet dies nicht nur neue internationale Partnerschaften, sondern auch mehr Raum für Zusammenarbeit in Bereichen wie intelligente Industrie, nachhaltige Mobilität und Medizintechnik. Indem wir unsere Kräfte bündeln, bringen wir außerdem Lösungen für gesellschaftliche Herausforderungen – wie die Energiewende, das Gesundheitswesen und die Barrierefreiheit – näher. Durch die Verbindung unserer Regionen tragen wir zu einem widerstandsfähigen und wettbewerbsfähigen Europa bei“, erklärt Martijn van Gruijthuijsen, Regionalminister Wirtschaft, Talententwicklung und Finanzen der Provinz Noord-Brabant. 

Personalisierte Medizin im Fokus der aktuellen Delegationsreise

Die Absichtserklärung wird im Rahmen einer baden-württembergischen Delegationsreise nach Noord-Brabant unter Leitung von Staatssekretär Patrick Rapp (Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Tourismus) unterzeichnet. Im Mittelpunkt des Besuchs steht das Zukunftsthema personalisierte Medizin – ein Ansatz, bei dem medizinische Behandlungen individuell auf die Patienten zugeschnitten werden.

Die Delegation besucht unter anderem den Pivot Park in Oss – ein führender Pharma-Campus und Heimat innovativer Unternehmen wie Acerta Pharma, Tochter von AstraZeneca und RIBOpro, einem forschungsorientierten CDMO für RNA-Technologie. Ebenfalls auf dem Programm stehen das Smart Biomaterials Consortium (SBMC) sowie Demcon, ein Technologieunternehmen mit breitem Innovationsportfolio – von Life Sciences bis Smart Industry.

Erfolgsgeschichten zwischen Baden-Württemberg und Noord-Brabant

Die Unterzeichnung des MoU ist eine bewusste Fortsetzung einer erfolgreichen Zusammenarbeit. In der Vergangenheit wurden bereits zahlreiche grenzüberschreitende Innovationsprojekte initiiert: 

  • Zusammenarbeit zwischen dem niederländischen Holst Centre und dem InnovationLab in Heidelberg im Bereich Wasserstoff Elektrolyse-Technologie
  • Die Partnerschaft zwischen dem Fraunhofer IPA Stuttgart, der TU Eindhoven und Brainport Industries zu selbstkonfigurierenden Kreislaufnetzen
  • Das Projekt ACROBAT, bei dem das Holst Centre und das ZSW gemeinsam an einer neuen Batteriegeneration forschen
  • Der Start des Interreg-Projekts Next Ride zur nachhaltigen Mobilität, an dem auch die baden-württembergische Verkehrsbetriebe beteiligt sind
  • AI4DT, die Kooperation zwischen der Universität Reutlingen und Brainport Industries

Ein starkes Signal für die Zukunft

Mit der Unterzeichnung der Absichtserklärung heben Noord-Brabant und Baden-Württemberg ihre Zusammenarbeit auf ein neues Niveau. Sie schaffen damit nicht nur einen strategischen Rahmen für weitere Projekte, sondern auch ein sichtbares politisches Signal für grenzüberschreitende Partnerschaften in Europa.

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Brabant: Spitzenregion für Wissen und Innovation, Region besonderer Neuerungen, unternehmerischer Zusammenarbeit und gemeinsamer Erfahrungen. In Brabant suchen wir nach bahnbrechenden Lösungen, wir denken über den Tellerrand hinaus. Wir halten unsere...

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