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Hafenkrane - intelligenter Kran.

Intelligenter Kran zeigt Wartungsbedarf selbst an


Eine Bohrmannschaft auf einer Offshore-Plattform oder das Bau- und Wartungsteam eines Windparks auf See kann nicht ohne Krane arbeiten. Sie müssen sich jederzeit auf die Maschinen verlassen können. Einen Mechaniker bei einer Störung vom Festland kommen zu lassen, ist nicht wirtschaftlich. Wie praktisch wäre es daher, wenn ein Kran selbst anzeigt, wann eine Wartung fällig ist. Dadurch ließe sich die Wartung zu einem günstigen Zeitpunkt einplanen. Die Offshore-Krane und maritimen Krane von KenzFigee machen genau das.

„Wir messen eigentlich alles, was vernünftigerweise möglich ist.“

Die Pionierrolle liegt dem ältesten Kranunternehmen der Welt im Blut. Bereits 1871 stellte Figee, der ursprüngliche Teil von KenzFigee, erstmals in Europa einen dampfbetriebenen Kran vor. Seitdem hat das Unternehmen aus Zaandam, das auch über eine Niederlassung in Aberdeen verfügt, über 4.500 Krane und Hebesysteme entwickelt und gebaut. In dem Bestreben, weltweit einen Ruf als bester Lieferant für Hebesysteme zu erlangen, ist die Wartung von Kranen ein wichtiges Element, erzählt der leitende Ingenieur Olivier Hartel. „Und vor allem die Vorhersage, wann bestimmte Komponenten gewartet werden müssen, damit wir diese optimal nutzen und die Ausfallzeiten des Krans auf ein Minimum beschränken können. Ein Projekt auf See kann nicht einfach gestoppt werden, weil plötzlich ein Kran repariert werden muss.“

Intelligenter Kran braucht Daten

Für die Vorhersage des besten Zeitpunkts zum Austausch von Teilen, damit der Kunde möglichst lange und kosteneffizient mit dem Kran arbeiten kann, sind viele Daten erforderlich. Die Krane von KenzFigee sind mit verschiedensten Sensoren ausgestattet, die Hunderte von Daten messen. Zum Beispiel Temperatur, Schwingungen, Hublast und Druck, erläutert Hartel. „Wir messen eigentlich alles, was vernünftigerweise möglich ist. Die gesammelten Daten wollen wir nutzen, um Trends festzustellen, Verschleiß vorherzusagen und die Restlebensdauer von Maschinenteilen zu berechnen. Das System muss so funktionieren, dass wir rechtzeitig eine Meldung erhalten, wenn die Leistung nachlässt oder eine Störung wahrscheinlich ist, damit wir die Wartung strategisch planen können, vor und nach einem Projekt. Es ist auch möglich, die Wartung zu kombinieren.

„Ein Projekt auf See kann nicht einfach gestoppt werden, weil plötzlich ein Kran repariert werden muss.“

Wenn wir sehen, dass an einem Kransegment eine Wartung erforderlich ist und bei einem anderen in sechshundert Betriebsstunden, kann es sinnvoll sein, diese Arbeiten gleichzeitig durchzuführen. Außerdem können wir mit diesem Wissen unser eigenes Servicepersonal weltweit effizienter einsetzen.“

Prognosen

Die Datenerfassung ist erst der Anfang der Onlineplattform. Angesichts der Lebensdauer von Kranen dauert es noch mindestens fünf bis zehn Jahre, bevor genügend Daten zusammengetragen sind, um genaue Vorhersagen zu treffen. Das Modell zur Vorhersage der Wartung stammt im Moment aus der Theorie. „Wir haben eine Vorstellung davon, wie es funktionieren sollte, aber es ist ziemlich schwierig, jetzt bereits etwas über die Daten zu sagen“, erklärt Hartel. Daher nahm das Unternehmen die Hilfe des Mathematical-Engineering-Studenten Erik Stant von der Fachhochschule Inholland in Anspruch. Er hat zur großen Zufriedenheit des Unternehmens über sechs Monate inhaltliche Untersuchungen durchgeführt. „Studenten haben die Zeit und die Energie, etwas bis ins Detail auf den Grund zu gehen. Er hat für uns Antworten auf tiefgreifende Fragen gefunden, die wir haben, damit wir diese in unserem Geschäftsbetrieb berücksichtigen können.“

Dieser Artikel wurde ursprünglich in niederländischer Sprache auf der Website von FME veröffentlicht.

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