Am Rande des World Hydrogen Summit in Rotterdam wurde er offiziell vorgestellt: der internationale „Hydrogen Guide 2025“. Bereits in der fünften Ausgabe stellt er die niederländische Wasserstoffwirtschaft einem internationalen Publikum vor. Der neue Export-Leitfaden zeigt die aktuellen Entwicklungen im niederländischen Wasserstoffsektor, eine Visualisierung der Wasserstoff-Wertschöpfungskette und einen Überblick über 270 Unternehmensprofile.
Niederlande als Wasserstoffland sichtbar machen
Das Ziel? Den niederländischen Wasserstoffsektor international noch sichtbarer zu machen. Der Leitfaden wird weltweit auf Messen und über das internationale Netzwerk niederländischer Botschaften und Handelsvertretungen verbreitet.
In dieser Ausgabe liegt der Fokus verstärkt auf Infrastruktur und Importstrategien, auf wirtschaftlicher Wertschöpfung und Energiesicherheit sowie auf der wachsenden Rolle von blauem Wasserstoff. Entstanden ist der Leitfaden in einer öffentlich-privaten Partnerschaft im Rahmen des International Clean Energy Partnership (ICEP), koordiniert von FME, RVO und Topsector Energie (TKI Nieuw Gas).
Zusätzlich zum Leitfaden bietet eine interaktive Wasserstoffkarte – entwickelt von Missie H2 und TKI Nieuw Gas – einen aktuellen Überblick über Projekte und Aktivitäten im gesamten Land.
Blick in den Wasserstoff Report der Niederlande
Der neue Report stellt über 270 Unternehmen und zahlreiche Wasserstoff-Leuchtturmprojekte vor:
- PosHYdon: Erste Offshore-Elektrolyseanlage weltweit.
- Holland Hydrogen I: Europas größtes grünes Wasserstoffwerk im Bau (200 MW).
- H2 Hollandia: Vorzeigeprojekt für Nutzung von überschüssigem Solarstrom für Wasserstoffproduktion.
- HyStock: Salzkavernen für die saisonale Speicherung.
Außerdem entwickelt die niederländische Industrie neuartige Elektrolyse-Technologien und arbeitet an Lösungen für wasserarme Regionen. Beispiel: das SeaHydrogen-Konzept der Uni Wageningen.
Internationale Partnerschaften im Fokus
Klar ist: Europa wird auf Wasserstoffimporte angewiesen sein. Bereits heute unterhalten die Niederlande Wasserstoff-Partnerschaften u. a. mit Spanien, Südafrika, Namibia, Australien und Japan. Fast 20 bilaterale MoUs wurden geschlossen. Rotterdams Hafen entwickelt sich zur zentralen Drehscheibe. Von hier sollen Wasserstoff und Derivate wie Ammoniak, Methanol oder LOHC künftig nach Deutschland und in ganz Europa verteilt werden.
Deutschland wird künftig erhebliche Mengen an grünem Wasserstoff importieren müssen – für Industrie, Verkehr und Chemie. Viele der geplanten Transportkorridore führen über die Niederlande. Deutsche Unternehmen sind bei zahlreichen Projekten bereits beteiligt. Wer sich jetzt mit den Akteuren vor Ort vernetzt, sichert sich Wettbewerbsvorteile.
Den kompletten Hydrogen Report 2025 gibt es kostenfrei bei FME zum Download.




